Neues Naturwissenschaftliches Zentrum für die Gesamtschule Holweide

In Köln-Holweide errichtet die Stadt Köln für Kölns größte Gesamtschule ein neues Naturwissenschaftliches Zentrum. Am heutigen Mittwoch, 3. Juli 2019, haben beim Richtfest in Vertretung für Oberbürgermeisterin Henriette Reker Bürgermeister Dr. Ralf Heinen, der Architekt Olaf Hübner und der kommissarische Schulleiter, Dr. Andreas Lorbeer, die Gäste begrüßt.  

Bei der Zeremonie auf der Baustelle mit Richtspruch und Richtkranz waren auch der neue Beigeordnete für Bildung, Jugend und Sport, Robert Voigtsberger, Michael Gräbener vom Amt für Schulentwicklung und Petra Rinnenburger als technische Betriebsleiterin der Gebäudewirtschaft anwesend, ebenso wie zahlreiche Vertreter der an Planung und Bau beteiligten Firmen sowie aus Schulgemeinde, Politik und Verwaltung. Die Schulband "Pommesallergie" spielte ein kleines Programm. Die Schule wird aktuell von 1.845 Schülerinnen und Schülern besucht, das Kollegium besteht aus 224 Personen.  

Das neue Zentrum wird am östlichen Rand des Schulgeländes an der Burgwiesenstraße in einem eingeschossigen Gebäude realisiert. Lage und Konzeption wurden unter großem Einsatz aller Beteiligten in mehreren Workshops zusammen mit der Schulgemeinde entwickelt. In dem Neubau entstehen zwölf Fach-Unterrichtsräume, in denen Naturwissenschaften als integriertes Fach bis einschließlich zur Jahrgangsstufe 8 sowie darüber hinaus als Wahlpflichtfach unterrichtet werden können. Raum entsteht darüber hinaus für die zentrale gemeinsame Sammlung von Exponaten der Fachbereiche Biologie, Physik und Chemie. Zu dieser Sammlung gehören unter anderem das "Michelson-Interferometer" (Längenmessung mit Licht) und das "Foucaultsche Pendel" (Nachweis der Erddrehung).

© Stadt Köln
Schulband „Pommesallergie"

Die städtische Gebäudewirtschaft realisiert in dem neuen Gebäude eine Nutzfläche von 2.273 Quadratmatern, das Bauvolumen beträgt rund 7,7 Millionen Euro. Die Inbetriebnahme wird für den Schuljahresbeginn 2020/21 angestrebt.  

Um in dem Gebäude die modernsten Lernbedingungen und Lehrbedingungen zu schaffen, hat die Stadt Köln 30 Firmen an der Planung und am Bau beteiligt. Die Räume werden nicht für jeweils ein spezifisches Fach, sondern allgemein für Naturwissenschaften ausgestattet. Sie liegen entweder direkt an der Exponaten-Sammlung oder sind über eine Schleuse mit ihr verbunden. Die Klassen werden mit genannten "Deckenampeln" ausgestattet, die die erforderlichen Stromanschlüsse direkt auf die Arbeitsflächen bringen. Die Fachräume verfügen künftig außerdem über Entlüftungsanlagen für die Chemikalien-Schränke sowie fest installierte und auch mobile "Panorama-Digestorien" (Abzüge), um die Sicherheit während der Durchführung von Experimenten zu gewährleisten.

Neben den Klassenräumen werden ein Ausstellungsbereich, eine Lehrerstation sowie einige Nebenräume geschaffen. Um die Exponaten-Sammlung herum wird es zwei Raumgruppen geben, einmal mit fünf und einmal mit sieben Klassen. Durch die Schaffung mehrerer Zugangsmöglichkeiten können die verschiedenen Bereiche weitgehend unabhängig voneinander genutzt werden.  

Auch im Hinblick auf Energieeinsparung und Ressourcenschonung hat das neue Zentrum einiges zu bieten: Die Außenwände des Gebäudes werden mit einer hohen Wärmedämmung versehen und verklinkert, die Heizungsversorgung erfolgt über klimaschonende Fernwärme. Alle Dachflächen des Flachdaches werden zudem begrünt und sämtliche Lampen im Innenbereich und Außenbereich werden mit energiesparender LED-Technik ausgestattet.

Projetbeschreibung IGS Holweide
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Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit