Stadt stellt Fahrzeuge in der Jabachstraße vor

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Dr. Harald Rau (4.v.l.)stellte mit Vertretern von Gesundheitsamt, Ordnungsamt, Polizei und Kirchengemeinde das mobile Drogenhilfeangebot vor.

Im Laufe dieser Woche nimmt das mobile Drogenhilfeangebot in Neumarktnähe seinen Betrieb auf. Ab sofort stehen auf dem Cäcilienhof in der Jabachstraße montags bis freitags zu festgelegten Zeiten zwei Fahrzeuge bereit – ein Fahrzeug, in dem Beratungen stattfinden, und ein Fahrzeug, in dem Abhängige unter medizinischer Aufsicht Drogen konsumieren können.  

Um die Anlieger des Neumarkts zu entlasten und ein dringend benötigtes Hilfeangebot für Menschen umzusetzen, die bisher in öffentlichen Anlagen, auf Gehwegen oder in Hauseingängen Drogen konsumieren und damit eine starke Belastung für Anwohner und Geschäftstreibende darstellen, setzt die Verwaltung aktuell einen Beschluss des Rates der Stadt Köln vom 28. September 2017 um und bereitet in Neumarktnähe ein niederschwelliges Drogenhilfeangebot mit Konsumraum gemäß der Drogenkonsumraumverordnung des Landes NRW vor.  

Das Angebot stellten Dr. Harald Rau, Beigeordneter für Soziales, Umwelt, Gesundheit und Wohnen, Dr. Johannes Nießen, Leiter des Gesundheitsamtes, sowie Vertreter von Ordnungsamt, Polizei und Kirchengemeinde bei einem Pressetermin am heutigen Montag, 2. Dezember 2019, vor.  

Ich bin sehr froh, dass es uns nach langem Anlauf gelingt, den Ratsbeschluss eines Drogenkonsumraums am Neumarkt umzusetzen. Der mobile Drogenkonsumraum ist nur ein Zwischenschritt und ich bin zuversichtlich, bald das Konzept für einen ,richtigen‘ Raum mit höherer Qualität und mehr Plätzen vorlegen zu können. Ich bedanke mich bei allen, die an den Konzepten mitgearbeitet und die sich in den nicht immer ganz einfachen Diskussionsprozess um den Drogenkonsumraum eingebracht haben

betonte Dr. Harald Rau.

Ein Drogenkonsumraum ist ein typisches ,win-win;-Angebot: Den drogenabhängigen Menschen wird geholfen, indem sie sicherer konsumieren und Beratung, sanitäre und weitere Angebote nutzen können. Und den Menschen am Neumarkt, für die sich die sichtbare Not rund um den Drogenkonsum entspannen wird. Ich freue mich über und auf die Ordnungspartnerschaft zwischen den Gesundheits- und Ordnungsbehörden und der Polizei und wünsche allen Mitwirkenden einen guten Start dieses so wichtigen Angebots im Zentrum unserer Stadt

sagte Dr. Harald Rau.

Die Kirchengemeinde Sankt Peter schätzt die Bedeutung dieser sozialen Einrichtung sehr positiv ein und unterstützt deren Realisierung. Das Gesundheitsamt wird das Drogenhilfeangebot in Eigenregie betreiben.  

Am heutigen Montag, 2. Dezember 2019, 15 bis 17 Uhr, können Interessierte die Fahrzeuge auf dem Cäcilienhof besichtigen. Mitarbeitende des Gesundheitsamtes, des Amtes für öffentliche Ordnung und der Polizei stehen vor Ort für Fragen zur Verfügung. Bei einer Informationsveranstaltung waren bereits am 25. November 2019 die Anwohnerinnen und Anwohner über das Angebot informiert worden.  

Da das mobile Drogenhilfeangebot in Fahrzeugen aufgrund des begrenzten Raumangebotes nur eingeschränkt Konsumplätze und vor allem begleitende Betreuungs- und Beratungsleistungen leisten kann und insofern lediglich als Übergangslösung geeignet ist, arbeitet die Verwaltung parallel weiter an der vom Rat beauftragten Etablierung eines dauerhaften Standorts.  

Das mobile Drogenhilfeangebot in der Jabachstraße kann zu einem späteren Zeitpunkt auch an anderen Standorten wie zum Beispiel in Kalk oder Mühlheim eingesetzt werden. Die Stadt wird auch an anderen Orten im Stadtgebiet weitere Drogenhilfeangebote mit Drogenkonsumräumen einrichten, so dass neben dem schon am Hauptbahnhof betriebenen Drogenkonsumraum des Sozialdienstes Katholischer Männer ein umfassenderes Angebot entstehen wird.

Grafik Mobile Drogenhilfe
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Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit