Neues Stadtquartier zum Wohnen und Arbeiten in einzigartiger Lage

Köln soll in einzigartiger Lage ein weiteres, lebendiges Quartier zum Wohnen und Arbeiten bekommen: Die Stadt Köln will den Deutzer Hafen, der seine ursprüngliche Funktion weitgehend verloren hat, zu einem vitalen Stadtviertel in Sichtweite des Doms entwickeln.

Mit der Umnutzung des Hafengeländes Deutz bietet sich für die Stadt Köln die einzigartige Chance, eine neue städtebauliche Landmarke als rechtsrheinisches Gegenstück zur gelungenen Bebauung des Rheinauhafens zu entwickeln

so Oberbürgermeister Jürgen Roters.

Die Verwaltung bereitet derzeit eine Beschlussvorlage für den Stadtrat über die Umformung des Hafenareals (Landfläche rund 26,4 Hektar) unter Erhalt und Sicherung der im Hafengelände ansässigen Ellmühle vor.

Eine Machbarkeitsstudie belegt die großen Chancen der geplanten Quartiersentwicklung. Sie liegen unter anderem in der Schaffung neuer Siedlungsflächen und dringend benötigten bezahlbaren Wohnraums in der Mitte der Stadt, der Aufwertung des rechtsrheinischen Kölns, aber auch in der Erweiterung der Retentionsflächen. Die Studie belegt, dass die von einem Hochwasser ausgehenden Risiken im Zuge einer Umnutzung des Hafens insgesamt sogar reduziert werden könnten. So könnten die Kaianlagen und wassernahen Zonen von Bebauung freigehalten, große Flächen von bestehenden Nutzungen entlastet und als wertvolle Freiräume gestaltet werden. Sie würden bei einem Hochwasser als zusätzliche Überschwemmungsflächen dienen. Einen weiteren Beitrag dazu könnten eine Erweiterung des Hafenbeckens im Süden und der Bau flutbarer Tiefgaragen leisten. Die Studie befasst sich mit Bauvolumina und möglichen Retentionsräumen. Der eigentliche städtebauliche Rahmen wird in einem offenen Diskurs zu einem späteren Zeitpunkt entwickelt.

Zu den Vorarbeiten der Stadt gehört auch eine umfassende Untersuchung der Nutzungsalternativen für den Standort. Sie belegt nachdrücklich, dass der Hafen seine ursprüngliche Funktion weitgehend verloren hat. Sein Anteil am Umschlag der Kölner Häfen liegt bei unter fünf Prozent. Fast die Hälfte der Flächen wird mindergenutzt oder liegt brach, hat jedenfalls keinen Bezug mehr zum eigentlichen Hafen. Und: Eine Ertüchtigung des Hafenstandorts ist aus Lärmschutzgründen nicht möglich, da er von der nahen Wohnnutzung eingerahmt wird. Die Flächen, das ist das Ergebnis der Studie, sind dagegen geradezu prädestiniert, um den dringenden Bedarf an Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung zu decken und als herausgehobener Bürostandort entwickelt zu werden.

Die Fläche bietet in innerstädtischer Lage ein herausragendes Entwicklungspotenzial für die wachsende Stadt Köln. Dort soll ein zukunftsweisendes Quartier mit einer ausgewogenen Mischung von bezahlbarem Wohnraum für bis zu 4.500 Menschen und modernen Gewerbeflächen für bis zu 5.000 Arbeitsplätze entstehen. Die vorliegenden Gutachten belegen, dass sich die attraktive Idee des ‚Wohnens am Strom‘ mit einem Zuwachs an Retentionsraum realisieren lässt, ohne dass Risiken für die Anwohner und Vermögenswerte zu befürchten sind

erklärt Oberbürgermeister Jürgen Roters.

Der Deutzer Hafen mit seinen Möglichkeiten der Umnutzung ist ein Glücksfall für die Stadt

so Kölns Beigeordneter für Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr, Franz-Josef Höing.

In bester Lage soll ein lebendiges, vielfältiges Stadtviertel mit einem eigenen, klar konturierten Profil entstehen, das sich allen Bürgern öffnet. Die Umformung des Areals ist eine der größten Chancen und interessantesten Herausforderungen für Kölns Stadtentwicklung der nächsten Jahre. Sie fügt sich ein in eine Reihe von städtebaulichen Projekten, die wie Perlen auf einer Schnur von Nord nach Süd das rechtsrheinische Ufer aufwerten: Von der Umwandlung des Deutzer Hafens über die Gestaltung des neuen Campus der Kölner Fachhochschule, den Bau des Rheinboulevards mit seiner Freitreppe, der Errichtung der Messe-City und den Umbau des Messe-Geländes bis zur Entwicklung des Mülheimer Südens. 

Auch aus Sicht der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) sprechen gute Gründe für eine Umnutzung. HGK-Vorstandssprecher Horst Leonhardt:

Als Logistikfläche im Stadtzentrum liegt der Deutzer Hafen inmitten einer stark verdichteten Wohnbebauung. Um diesen Hafen auf Dauer wirtschaftlich zu betreiben, müsste man ihn umbauen und erweitern. Die Folge wäre jedoch mehr Verkehr, was an dieser Stelle zu absehbaren Konflikten führen würde. Die HGK verfolgt daher seit Jahren gemeinsam mit der Stadt Köln ein bipolares Hafenkonzept, das die Stärkung der Häfen Niehl und Godorf in unmittelbarer Nähe der Industriegebiete im Norden und Süden der Stadt vorsieht.

 

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit