Rat beschließt Teilnahme an Programm für junge Geflüchtete zwischen 18 und 27

Knapp drei Millionen Euro fließen ab Juli 2020 für zwei Jahre in Angebote für in Köln lebende Geflüchtete zwischen 18 und 27 Jahren. Mit der Initiative "Durchstarten in Ausbildung und Arbeit" hat das Land NRW ein Programm für junge, geflüchtete Menschen ins Leben gerufen, die keinen oder nur sehr eingeschränkten Zugang zu Förderung und zu Integrationskursen haben. Künftig können sie durch die Initiative erstmals an Angeboten zur Integration in Arbeit und Ausbildung teilnehmen.  

Mit insgesamt sechs Förderbausteinen werden ihre Bildungs-, Ausbildungs- und Qualifizierungschancen bedarfsorientierter und nachhaltiger gestaltet.

Bei den sechs Bausteinen handelt es sich im Einzelnen um:  

  • Jobcoaching
  • Berufsbegleitende Qualifizierung
  • Nachholen des Hauptschulabschlusses
  • Schul-, ausbildungs- und berufsvorbereitende Kurse sowie Jugendintegrationskurse
  • Innovationsfonds (wird nicht durch die Kommune beantragt)
  • Teilhabemanagement (bereits in Durchführung)  

Das Gesamtbudget für die Bausteine 1 bis 4 aus der Landesinitiative für die geplante Projektlaufzeit ab dem 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2022 beläuft sich auf rund 2,95 Millionen Euro. Der städtische Eigenanteil liegt bei 20 Prozent (rund 2,36 Millionen Euro). Darin enthalten ist auch die anteilige Übernahme von Kosten für Fahrten, Kinderbetreuung und Prüfungen. Mittel aus dem Innovationsfonds können, ein positives Votum der Kommune vorausgesetzt, von einer Vielzahl von Organisationen in NRW beantragt werden.

Der Rat der Stadt Köln hatte in seiner Sitzung vom 7. November 2019 beschlossen, dass das Teilhabemanagement umgesetzt wird. Die hierfür notwendigen Stellen konnten zwischenzeitlich besetzt werden: vier Stellen bei Trägern und eine Koordinierungsstelle bei der Stadt. Gemeinsam mit einer Reihe von Bündnisforen (Arbeitsgruppen) aus der Stadtgesellschaft hat die Verwaltung Zielgruppen identifiziert, passgerechte Angebote entwickelt und diese in ein Gesamtkonzept einfließen lassen, um die Landesinitiative in Köln umzusetzen. Unterstützt und flankiert wird die Landesinitiative zudem durch den Zusammenschluss einer Reihe von Institutionen, die sich im Sinne der Zielgruppe engagieren. Für die Geflüchteten eröffnet sich damit eine bessere Perspektive zu einer Integration in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt. In Köln gehören rund 1.050 Menschen mit Duldungsstatus und weitere 700 Menschen mit einer Aufenthaltsgestattung zur Zielgruppe der Landesinitiative.

Weitere Informationen zur Landesinitiative Kontaktaufnahme per E-Mail Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit