Geschäftsreisende sollen leichter als bislang Befreiung geltend machen können

Gäste, die beruflich in Köln übernachten, sollen künftig leichter als bislang eine Befreiung von der Kulturförderabgabe geltend machen können. Der Rat der Stadt Köln hat am 9. Juli 2019 eine entsprechende Änderung der Satzung beschlossen:  

Die "Erklärung des Beherbergungsgastes" (bislang: amtlicher Vordruck), mit der die Befreiung von der Kulturförderabgabe geltend gemacht werden kann, wurde auf nur eine Seite reduziert, ein Teil der bislang geforderten Angaben entfällt. Bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wird künftig vollständig auf schriftliche Nachweise verzichtet, wenn der Arbeitgeber die Buchung und Zahlung des Hotelzimmers vorgenommen hat. Auch im Falle von selbstzahlenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist ein schriftlicher Nachweis entbehrlich, wenn der Arbeitgeber im Buchungsvorgang online die berufliche Veranlassung bestätigt hat. Die möglichen Nachweisalternativen sind je nach Berufsgruppe (abhängig beschäftigt oder selbständig/freiberuflich) tabellarisch dargestellt und damit leichter ausfüllbar. Weiterhin erforderlich ist jedoch die Erklärung des Gastes, dass die Übernachtung beruflich zwingend erforderlich ist.  

Die vom Rat beschlossenen Änderungen bedeuten Erleichterungen für die Hoteliers und Geschäftsreisenden,

betont Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Die Stadt Köln gestalte die Kulturförderabgabe damit schlanker, schneller und gastfreundlicher. Stadtkämmerin Prof. Dr. Dörte Diemert ergänzt:

Die Erträge aus der Kulturförderabgabe ermöglichen die Finanzierung kleiner und größerer Projekte und Aufgaben. Das trägt zur Attraktivität und Anziehungskraft der Stadt für Bürgerschaft, Gäste und Wirtschaft bei.  

Als zusätzliche Information ist der Erklärung nunmehr ein Merkblatt mit den wichtigsten Informationen zur Kulturförderabgabe beigefügt. Mit einem platzsparenden QR-Code erfolgt zudem eine Verlinkung zum Internetaufritt des Steueramtes mit weiteren Informationen, wie zum Beispiel einem Katalog der als schriftlicher Nachweis akzeptierten Unterlagen (beispielsweise Fachmessebesucherausweis) sowie den FAQ. Die vom Rat beschlossenen Änderungen treten zum 1. Oktober 2019 in Kraft. Das Steueramt begleitet die Umsetzung der Änderungen.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit