Ein- und Ausstieg nur auf dem Messeparkplatz P 22 – von dort aus Shuttle-Service

Die Stadt Köln plant, die Abwicklung des Touristenbusverkehrs in der Adventszeit zu modifizieren, um so Verkehrs- und Emissionsbelastungen aus der Innenstadt zu verlagern und Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum sicherzustellen.

Das neue Konzept, das bereits zum Advent 2020 umgesetzt werden soll, sieht vor, dass über die gesamte Zeit, auch werktags, keine Einfahrt der Touristenbusse in die Altstadt erfolgt und diese zum Ein- und Ausstieg und Parken den Messeparkplatz P 22 nutzen. Von dort aus verkehrt ein Shuttle-Service – abschnittsweise auf der Deutzer Brücke auf einem Sonderfahrstreifen – zum Heumarkt und zurück.

Das Konzept sieht im Einzelnen folgende Regelung vor    

  • Die Regelung für die Touristenbusse gilt für die gesamte Adventszeit (rund 30 Tage)      
  • Die Reisebusse werden am Messeparkplatz P 22 gesammelt      
  • Die Reiseunternehmen buchen im Verlauf des Jahres einen Stellplatz. Je Buchung wird seitens Koelnmesse (als Betreiberin des Parkplatzes und der Timeslot-Vergabe) eine Gebühr in Höhe von 76 Euro erhoben    
  • Die Einfahrt in die Innenstadt soll für die Reisebusse für die oben genannte Zeit auf Grundlage des fortgeschriebenen Luftreinhalteplans unterbunden werden      
  • Den Shuttle-Service sollen die KVB durchführen. Hierfür werden die KVB eine Änderung der Konzessionierung der bestehenden Linie beantragen, die bisher nur an den Adventssamstagen und -sonntagen im Einsatz war. Außerdem wird die Streckenführung geändert – bisher über die Zoobrücke, in Zukunft über die Deutzer Brücke    
  • Die Kosten für die Verkehrsregelung, Müllentsorgung und Reinigung auf dem Messeparkplatz sowie Shuttle-Service, Absperrmaterial, Hinweisbeschilderung, Infoflyer etc. werden von der Stadt Köln getragen  

Die bisherige Abwicklung des Reisebusverkehrs in der Adventszeit beschränkte sich auf die vier Adventssamstage. Hierfür wurde die Komödienstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Darüber hinaus wurde der Messeparkplatz P 22 zum Parken der Reisebusse sowie ein Shuttle-Service durch die KVB zum Transport der Touristen aus der Altstadt zum P 22 angeboten.

Durch die Verlegung des innerstädtischen Busterminals an die Gereonstraße haben sich die Voraussetzungen zwar geändert, die Durchführungsprobleme würden sich dort bei hohen Bus- und Besucherfrequenzen jedoch noch verstärken. Das Reisebusaufkommen in der Adventszeit kann auch an dem neuen Haltepunkt Gereonstraße nicht stadtverträglich abgewickelt werden. Es bestehen zahlreiche Konfliktpunkte für Verkehrsteilnehmende auf dem Weg zwischen dem Busterminal Gereonstraße und der Altstadt, die unter dem zu erwartenden hohen Besucheraufkommen in der Adventszeit sich deutlicher bemerkbar machen.

Für die Regelung des Touristenbusverkehrs in der Adventszeit wurden daher verschiedene Varianten untersucht (siehe Anlage 1 der Vorlage), aus denen nun dem Verkehrsausschuss eine Vorzugs- und eine Alternativvariante zur Entscheidung vorgelegt wird.

Die Stadt Köln ist bereit, jährliche Aufwendungen in Höhe von rund 650.000 Euro für die Abwicklung des Reisbusverkehrs in der Adventszeit auszugeben. Dem entgegen stehen die Einnahmen aus den Besuchen auswärtiger Gäste und der Imagegewinn, die der Stadt zugutekommen und sich in den Besucherzahlen abbilden.

In den vergangenen Jahren wurden an den Adventssamstagen rund 200 Busse gezählt, deren Fahrgäste die Angebote der Märkte und des Einkaufs in Köln genutzt haben. Für die geplante Regelung geht die Verwaltung davon aus, dass die Weihnachtsmärkte in diesem Jahr öffnen. Der Einsatz der Timeslot-Vergabe ermöglicht jedoch auch flexibel auf neue Situationen infolge kurzfristiger Reglementierungen zur Pandemievorsorge zu agieren.

Bedarfsfeststellungsbeschluss zur Abwicklung des Touristenbusverkehrs in der Adventszeit Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit