„Kölner Perspektiven 2030+“ laden zur Beteiligung ein

Die öffentliche Beteiligung für die Stadtstrategie "Kölner Perspektiven 2030+" geht in die finale Runde: Nach zwei "Zukunftsforen" im Rathaus mit großer Bürgerbeteiligung wird jetzt der wichtige Dialog coronabedingt digital weitergeführt. Bis zum 5. Juli 2020 können sich alle Interessierten online über den aktuellen Stand der Überlegungen informieren und sich mit eigenen Vorschlägen und Anregungen beteiligen. Die "Kölner Perspektiven 2030+" sind das Forum, um sich bei der Stadtentwicklung Kölns unmittelbar beteiligen können. Eine "360 Grad-Perspektive" nimmt alle Handlungsfelder der Zukunftsgestaltung in den Fokus, "stadträumliche Perspektiven" befassen sich mit der räumlichen Zukunft Kölns.

Viele Kölnerinnen und Kölner haben sich bereits bei den vergangenen beiden Zukunftsforen vor Ort sowie bei den begleitenden Online-Dialogen aktiv und engagiert eingebracht. Jetzt haben Sie nochmal die Gelegenheit, sich ausführlich mit den Zielkarten der Stadtstrategie zu befassen, und ich hoffe, dass sich auch diesmal viele Bürgerinnen und Bürger in den digitalen Prozess einbringen

so Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Das 3. Zukunftsforum ist die digitale Fortsetzung des ersten und zweiten Zukunftsforums, die im Mai und November letzten Jahres stattgefunden haben. Viele Anregungen und Kommentare wurden bei den Veranstaltungen gesammelt und viele Diskussionen geführt. Im Kern hat die Stadtstrategie "Kölner Perspektiven 2030+" viel Zustimmung erfahren und es hat sich gezeigt, dass mit dem erarbeiteten Zielgerüst und mit den sogenannten Zielkarten die richtigen Themen in Angriff genommen werden. Das 3. Zukunftsforum blickt nochmals verstärkt auf den Stadtraum und auf die "Stadträumliche Perspektive" der Stadtstrategie. Für den Abschluss des Prozesses wird hier die Gelegenheit geben, sich über die bisherigen Ergebnisse der Stadtstrategie zu informieren und der Politik und der Verwaltung ein Stimmungsbild mit auf den Weg zu geben. Im Mittelpunkt stehen die sogenannten Zielkarten. Sie verorten die strategischen Empfehlungen konkret in der Stadt. Alle interessierten Kölnerinnen und Kölner sind herzlich eingeladen, sich bis zum Sonntag, 5. Juli 2020, zu beteiligen. Das "3. Zukunftsforum" ist auf der Internetseite zur Stadtstrategie "Kölner Perspektiven 2030+", zu finden, wo außerdem viele zusätzlich Informationen zum Prozess abrufbar sind.

Kölner Perspektiven 2030+

Stadtstrategie "Kölner Perspektiven 2030+" - Der Prozess

Die Stadt Köln steht in den kommenden Jahren vor vielfältigen Veränderungen: Bevölkerungswachstum, Veränderungen in der Altersstruktur, Klimawandel und Klimaschutz, veränderte Mobilitätsbedürfnisse, Digitalisierung sowie wirtschaftlicher Wandel sind nur einige Herausforderungen, die sich für die Stadtentwicklung ergeben. Damit verbundene Chancen sollen somit frühzeitig eingeschätzt, für Köln genutzt und die Wechselwirkungen mit anderen Entwicklungstrends in ihren Konsequenzen für das städtische Handeln aufgezeigt werden. Daher hat der Rat 2017 die Verwaltung beauftragt, die Stadtstrategie als zentrale Grundlage für eine zukunftsgerichtete, strategische und nachhaltige Stadtentwicklung zu erarbeiten. Die Bearbeitung erfolgt durch die ARGE aus den drei Büros Urbanista aus Hamburg, ASTOC aus Köln und dem Bureau für Raumentwicklung aus Zürich im Auftrag des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik. Die Stadtstrategie ist Produkt eines intensiven Arbeitsprozesses der Stadtverwaltung unter der Leitung des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik und der Beteiligung der Kölner Gesellschaft und externer Fachleute. Im ersten Schritt wurde verwaltungsintern gearbeitet. Insgesamt 47 Fachämter und –dienststellen haben sich amtsübergreifend in vier thematischen Teams zusammengeschlossen. Sie orientierten sich an den Handlungsfeldern „Urbanes Köln“, „Produktives Köln“, "Offenes Köln" und "Vernetztes Köln" und stellten den integrierten und themenübergreifenden Blickwinkel auf die Stadt sicher. Die in den thematischen Teams erarbeiteten Inhalte wurden dann mit der Fachöffentlichkeit und der Stadtgesellschaft diskutiert. Dazu wurden zunächst die Bürgerinnen und Bürger als "Alltagsexpertinnen und -experten" in den Stadtgesprächen befragt. Diese fanden auf Einladung von Oberbürgermeisterin Henriette Reker in allen neun Stadtbezirken statt.

Der "Kölner Weg" – zwei Perspektiven

Im nächsten Prozessschritt wurde der "Kölner Weg" eingeschlagen, dieser betrachtet die Stadtentwicklung aus zwei Perspektiven: Die "360-Grad-Perspektive" beschäftigt sich mit allen Handlungsfeldern der Stadtentwicklung, die für Köln relevant sind. Auf der Basis bestehender Fachkonzepte und -programme sowie der heutigen und zukünftigen Herausforderungen formuliert sie ein Zielgerüst, an dem sich die Entwicklung Kölns in den nächsten Jahren orientieren soll.

Mit der "Stadträumliche Perspektive" denkt die Stadt Köln zeitgleich zur 360-Grad-Perspektive die räumlichen Strategien der Kölner Stadtentwicklung mit. Dazu lieferte eine räumliche Analyse wichtige Hinweise für das Zielgerüst. Sie zeigt aber vor allem auf, wie die Kölner Stadtstruktur räumlich weiter entwickelt werden muss, um diese Ziele zu erreichen. Die Arbeitsergebnisse sind in verschiedenen Kartenwerken wiedergeben: den Grundlagenkarten, den Zielkarten und den Räumlichen Ansätzen. Zudem stehen im Schnittpunkt beider Perspektiven die Handlungsempfehlungen. Hier ändert sich die Blickrichtung von der strategischen auf die operative Ebene. Die Handlungsempfehlungen sind daher konkreter und benötigen eine integrierte Betrachtung. Sie werden daher als Vorschläge für die wichtigsten Aufgabenfelder beschrieben und im weiteren Prozess konkretisiert. Die Kombination beider Perspektiven ermöglicht eine umfassende Betrachtung der Handlungsfelder und Zusammenhänge der Kölner Stadtentwicklung. Die "Kölner Perspektiven 2030+" bilden somit die Grundlage für das Handeln von Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft.

Umfassende Bürgerbeteiligung

Alle Kölnerinnen und Kölner hatten bisher die Chance sich aktiv in den Gestaltungsprozess zu engagieren. Zu den bereits erwähnten Stadtgesprächen fanden außerdem zwei Zukunftsforen statt. Beide Foren wurden durch nachgeschaltete Online-Dialoge ergänzt. Hier war die Möglichkeit geben, sich an der Gestaltung der Inhalte zu beteiligen.

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