OB Reker: „Bildung ist die wichtigste Voraussetzung zu gesellschaftlicher Teilhabe“

Der Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik ist am gestrigen Mittwoch, 11. Dezember 2019, bereits zum neunten Mal vergeben worden. Die Preisverleihung mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker fand im Forum der Volkshochschule im Rautenstrauch-Joest-Museum statt. Der Preis ehrt Menschen mit und ohne Behinderung, die sich für eine Verbesserung der Lebenssituation und die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in Köln einsetzen. Um den Preis, der von einer Jury verliehen wird, bewarben sich Akteure aus den Bereichen Schule und Ausbildung, Sport und Freizeit sowie Kunst und Kultur. Prominentes Mitglied der Jury in diesem Jahr ist die Filmemacherin Hella Wenders. Sie wurde unter anderem mit dem Dokumentarfilm "Berg Fidel – Eine Schule für alle" bekannt. Der Film zeigt, wie inklusives Lernen erfolgreich praktiziert werden kann.  

Zur feierlichen Preisverleihung im Forum der Volkshochschule begrüßte Oberbürgermeisterin Henriette Reker die rund 300 Gäste. In ihrer Ansprache betonte sie, dass sich gerade an den Schulen entscheide, wie inklusiv sich eine Gesellschaft entwickle.

Erstens ist Bildung die wichtigste Voraussetzung zu gesellschaftlicher Teilhabe,

sagte Reker,

zur Chancengerechtigkeit und Bildungsgerechtigkeit zählt daher immer auch die Barrierefreiheit.

Zudem lernten Kinder auf diese Weise,

dass es eine Bereicherung ist, mit behinderten Altersgenossen zu lernen, zu spielen, zu lachen und sich auszutauschen.   

Den diesmal ausgelobten Sonderpreis "Inklusion an Kölner Schulen" erhielten Kinder der Heliosschule für das Projekt "SINN-voll gemeinsam gestalten". Sarah Butt, Schülerin der Gesamtschule Holweide, und Stephanie Stangier, sachkundige Einwohnerin im Ausschuss für Schule und Weiterbildung, überreichten den mit 1.000 Euro dotierten Preis.  

Hella Wenders überreichte den ersten Preis an die Ausbildungsgruppe Selbstbehauptungstrainerinnen mit und ohne Lernschwierigkeiten für das Projekt "Frauen stärken Frauen." Dieser Preis ist mit 2.000 Euro dotiert.  

Den zweiten Preis und 1.250 Euro erhielten der DJK Sportverband Köln e.V. und die Gemeinnützigen Werkstätten Köln GmbH für das Gemeinschaftsprojekt "Inklusive Trainerteams – Starke Vorbilder, ob mit oder ohne Behinderung" vom Vorsitzenden des Ausschusses Soziales und Senioren, Michael Paetzold. Der mit 750 Euro dotierte 3. Preis ging an mittendrin e.V. für die Kampagne "Die Kinder der Utopie". Oberbürgermeisterin Henriette Reker überreichte die Auszeichnung.  

Darüber hinaus belobigten die Jurymitglieder folgende Projekte:

  • "i-Chor: ein innovativer und inklusiver Chor aus Köln" der Rheinischen Musikschule Köln,
  • "INCLUSION INFUSION" des Vereins mittendrin e.V. und  
  • "Gelebte Inklusion bei der Teilnahme an den Kölner Schullzöch un Veedelszöch" der Alexianer Werkstätten GmbH.

Musikalisch begleiteten der Kinderchor "SingPauseKöln", ein musikalisches Bildungsprogramm in Grundschulen und der "I-Chor", die Veranstaltung.  

Im Anschluss an die Preisverleihung präsentierten die teilnehmenden Gruppen ihre Projekte im Foyer des Forums der Volkshochschule Köln im Rautenstrauch-Joest-Museum. Dort gab es die Gelegenheit Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und mögliche Kooperationen zu besprechen.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit