"Leitplanke und Kompass" für Diskussion über die Verkehrsentwicklung

Köln rüstet sich für die Herausforderungen der Mobilität in der weiter wachsenden Großstadt: Um den wachsenden Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger nach einer zukunftsorientierten, menschengerechten und umweltverträglichen Verkehrsentwicklung Rechnung zu tragen, hat die Stadt Köln auf Initiative von Oberbürgermeister Jürgen Roters gemeinsam mit den städtischen Tochterunternehmen und unter Beteiligung von externen Experten und Vertretern von Verkehrsverbänden, Polizei, Gewerkschaftsbund und Wirtschaft ein Strategiepapier zur Mobilitätsentwicklung unter dem Titel "Köln mobil 2025" erarbeitet. Oberbürgermeister Jürgen Roters und Franz-Josef Höing, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr der Stadt Köln, stellten das Papier am Montag, 25. August 2014, der Öffentlichkeit vor.

Darin sind die wesentlichen Rahmenbedingungen und Leitgedanken für die Mobilität der Zukunft in Köln zusammengefasst. Auf der Basis des Strategiepapiers soll nun das "Stadtentwicklungskonzept Mobilität und Verkehr" für die Stadt Köln fortgeschrieben werden.

Unsere Stadt wird weiter wachsen und daher noch mehr Verkehr aufnehmen müssen. Auch die Pendlerströme werden weiter zunehmen. Gleichzeitig gilt es Trends zu beachten, die ein verändertes Mobilitätsverhalten bedingen,

so Oberbürgermeister Jürgen Roters.

Deshalb müssen wir uns fragen: In welcher Stadt wollen wir leben? Wie können, wie müssen wir uns aufstellen, um die verkehrlichen Herausforderungen zukünftig meistern zu können? Die Expertengruppe, die sich mit diesen Themen in den vergangenen Monaten intensiv beschäftigt hat, hat nun ihre Ergebnisse zusammengefasst.

Diese Ergebnisse münden in insgesamt zehn Leitzielen für die künftige Verkehrsentwicklung in Köln:

Zehn Leitziele für die künftige Verkehrsentwicklung in Köln

  1. Wir wollen eine menschengerechte und umweltverträgliche Mobilität.
  2. Wir wollen die verkehrlichen Herausforderungen in der Region und zusammen mit der Region lösen.
  3. Wir wollen die Verkehrsplanung stärker in den städtebaulichen Kontext integrieren und für eine höhere Qualität der Infrastruktur sorgen.
  4. Wir müssen uns um den Erhalt, da wir wachsende Stadt sind, aber auch um den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur kümmern.
  5. Wir wollen den so genannten Umweltverbund, also das Zufußgehen, das Radfahren und den öffentlichen Personennahverkehr, stärken, um die Lebensqualität in der Stadt zu sichern und zu steigern. Wir streben an, dass in 10 bis 15 Jahren zwei von drei Wegen in Köln im Umweltverbund zurückgelegt werden.
  6. Wir wollen die Angebote der S-Bahn, der Stadtbahn und der Bus-Linien als Rückgrat unserer Mobilität weiter ausbauen.
  7. Wir wollen im innerstädtischen Verkehr die Potenziale des Fahrradverkehrs noch weiter ausschöpfen.
  8. Wir wollen der Aufenthaltsqualität für Fußgänger eine hohe Priorität zukommen lassen.
  9. Wir wollen die Erreichbarkeit der Ziele für den Autoverkehr sichern, insbesondere nenne ich hier die Wirtschafts- und Lieferverkehre.
  10. Wir wollen auch den Gütertransport nicht vernachlässigen, sondern die weitere Entwicklung Kölns als Industriestandort sichern und stärken.

Die strategische Entwicklung für dieses wichtige Thema ist damit nicht abgeschlossen,

betont Oberbürgermeister Jürgen Roters.

Im weiteren Bearbeitungsprozess wird auch die Öffentlichkeit, werden auch alle Bürgerinnen und Bürger über die Inhalte von Köln mobil 2025, über die Leitziele und die vorgeschlagenen Handlungsempfehlungen mit diskutieren können. Letztlich entscheidet der Rat über die Richtung, die wir einschlagen.

Das Strategiepapier ist Leitplanke und Kompass für die Diskussion, die jetzt folgen wird,

kündigt Verkehrsdezernent Franz-Josef Höing an. Sein Ziel ist es, dass

in etwa zwei Jahren dann das geplante Stadtentwicklungskonzept Mobilität und Verkehr erarbeitet sein soll.

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Strategiepapier "Köln mobil 2025"
PDF, 2750 kb
Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit