Fünf Kommunen bekräftigen ihre Bereitschaft, Geflüchtete aufzunehmen

Mit einem weiteren offenen Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel, bekräftigen fünf Kommunen ihre Bereitschaft, Geflüchtete aus Auffanglagern in Griechenland aufzunehmen. Unterzeichner sind neben Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die das Schreiben initiiert hat, Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel, Oberbürgermeister Belit Onay aus Hannover, der Postdamer Oberbürgermeister Mike Schubert und Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann aus Hamm.

Die Stadtoberhäupter appellieren an die Bundesregierung, Deutschland möge eine Initiative ergreifen und mit weiteren Europäischen Partnern gemeinsam einen schnellen und wirksamen Beitrag leisten. Erklärtes Ziel ist, die humanitäre Katastrophe an Europas östlicher Außengrenze zu beenden.

"Auf europäischem Boden spielen sich Szenen ab, die mit unseren gemeinsamen Grundwerten unvereinbar sind – eine Schande für Europa.", heißt es dazu in dem Brief, der am Dienstag, 10. März 2020, dem Kanzleramt in Berlin übermittelt wurde. Mit Blick auf die Themen Flucht und Migration sei man zwar einig, dass letztlich eine umfassende europäische Lösung anzustreben bleibe. Zugleich sei man, so die "ernüchternde Bilanz" der vergangenen Jahre, einer solchen Lösung "kein Stück näher gekommen."

"Unsere Städte sind bereit und in der Lage, zusätzliche geflüchtete Menschen aufzunehmen", schreiben die Unterzeichnenden. Sie verweisen auf die nahende EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands im zweiten Halbjahr 2020 und die damit verbundene Führungsverantwortung der Bundesrepublik. Diese Führungsrolle gelte es im Sinne der Humanität jetzt zu übernehmen und damit zu ermöglichen, "dass insbesondere die besonders schutzbedürftigen Minderjährigen auf sicherem Wege nach Deutschland kommen können".

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit