250 Bürgerinnen und Bürger informierten sich über die Ergebnisse aus der Untersuchung weiterer Varianten

Am Samstag, 27. Oktober, präsentierten die Stadt Köln und die Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) die Untersuchungsergebnisse der nachträglich eingereichten Vorschläge der Ratsfraktionen. Rund 250 Bürgerinnen und Bürger informierten sich im Historischen Rathaus und erhielten außerdem einen Einblick in den aktuellen Entwicklungsstand der Beschlussvorlage, welche die Grundlage für die Entscheidung des Stadtrates im Dezember sein wird. Im Anschluss standen Expertinnen und Experten der Stadt Köln und der KVB für Diskussionen, Anregungen und Gespräche zur Verfügung.

Ergänzend zu den im Bürgerbeteiligungsverfahren bewerteten fünf Varianten – eine oberirdische und vier unterirdische Lösungen – formulierten einige Ratsfraktionen im Laufe des Verfahrens eigene Vorschläge. Der Rat fasste am 3. Mai 2018 den Beschluss, diese ebenfalls untersuchen zu lassen. Die erstellten Kosten-Nutzen-Analysen, verkehrliche Studien und deren Ergebnisse wurden bei dem Termin im Rathaus präsentiert.

Ergebnisse der Kosten-Nutzen-Analyse

Die durchgeführten Untersuchungen ergeben eine grundsätzliche Machbarkeit der ergänzenden Varianten. Förderfähig ist allerdings lediglich die Variante, die einen Tunnel zwischen Heumarkt und Eisenbahnring/Moltkestraße vorsieht. Im Rahmen der Untersuchung wurden auch die ursprünglichen Varianten der Umgestaltung einer neuen Bewertung unterzogen. Die Ergebnisse der Kosten-Nutzen-Analyse der ursprünglich untersuchten Varianten stellen sich nunmehr wie folgt dar:

VarianteKostenNutzen-Kosten-Indikator
Variante 1: Kurze Tunnellösung
bis Neumarkt
300 Millionen Euro2,1
Variante 2: Mittlere Tunnellösung
(bis Rudolfplatz/Zülpicher Platz)
560 Millionen Euro1,3
Variante 3: Große Tunnellösung – Variante B
(Abzweig Linie 9 am Eisenbahnring)
850 Millionen Euro0,8
Variante 4: Große Tunnellösung – Variante A
(bis Melaten)
1.050 Millionen Euro0,8
Variante 5: Oberirdische Lösung: 250 Millionen Euro2,3

 

Die Kosten-Nutzen-Analyse der zusätzlich eingebrachten Varianten ergab folgende Werte:

 VarianteKostenKosten-Nutzen-Indikator
Variante 2+: basierend auf Variante 2 (mittlerer Tunnel),
verlängerter Tunnel bis Eisenbahnring
760 Millionen Euro1,0
Variante 6: Rhein-Tunnel, basierend auf Variante 2+,
Tunnel unter Rhein bis Deutz + Erhalt Oberflächenstrecke
1.130 Millionen Euro0,4
Variante 7: basierend auf 2+,  abzweigender Tunnel für die Linie 7 bis Dürener Straße1.080 Millionen Euro0,9

 

Der Vorschlag der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN ist separat zu betrachten, da diese Variante eine ergänzende Perspektive einnimmt und die generelle Umstrukturierung der innerstädtischen Verkehrsflüsse vorsieht.

Weiteres Vorgehen

Alle ergänzend untersuchten Varianten finden Berücksichtigung im Entwurf der Beschlussvorlage, der derzeit von der Verwaltung und der KVB erarbeitet wird. Der Entwurf wird zwei alternative Vorschläge umfassen: eine Tunnelvariante sowie die oberirdische Variante. Derzeit ist geplant, die Beschlussvorlage am 13. November 2018 im Verkehrsausschuss zu beraten. Ebenfalls zu beteiligen sind der Stadtentwicklungsausschuss sowie die Bezirksvertretungen Innenstadt, Kalk und Lindenthal. Auf Basis der Beschlussvorlage ist eine Entscheidung in der Ratssitzung am 18. Dezember 2018 vorgesehen. Die im Rathaus vorgestellten Präsentationen mit weiteren Informationen zu den Kosten-Nutzen-Analysen sind im Internet aufrufbar unter:

www.stadt-koeln.de/ost-west-achse Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit