Schenkung der Kölner Grün Stiftung ermöglichte Sanierung der Anlage

Nach zweijähriger Bauzeit ist die Sanierung des denkmalgeschützten Humboldtparks in Humboldt/Gremberg abgeschlossen. Auszubildende des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen haben die Eingänge aufgewertet, den nördlichen Ruhegarten, die Wege, Mauerelemente und den Blumengarten instandgesetzt, die vorhandenen Bepflanzung ausgelichtet. Alle Bänke, Abfallbehälter, Poller, Schilder und Zäune wurden erneuert. Nach Abschluss der Sanierung ist der Humboldtplatz nun auch barrierefrei. Eine Spende des Kölner Unternehmens MCM Klosterfrau und der Doerenberg-Stiftung in Höhe von 300.000 Euro ermöglichte den Kauf der benötigten Materialien und die Anmietung der erforderlichen Maschinen. Die Kölner Grün Stiftung hatte den Sponsor geworben. Sie unterstützt die Stadt Köln in den kommenden Jahren auch bei der nachhaltigen Pflege des Humboldtparks.

Oberbürgermeister Jürgen Roters übergab den sanierten Humboldtpark am heutigen 9. Dezember 2013 gemeinsam mit Friedrich Neukirch, Geschäftsführer von MCM Klosterfrau, Paul Bauwens-Adenauer und Dr. Patrick Adenauer, Gründer der Kölner Grün-Stiftung, Beatrice Bülter, Vorstand der Kölner Grün Stiftung, und Dr. Joachim Bauer, stellvertretender Leiter des Amts für Landschaftspflege und Grünflächen, den Kalker Bürgern. Roters dankte Neukirch und den Gründern der Kölner Grünstiftung für ihr Engagement. „Es ist vorbildlich, wie hier ein Unternehmen für die Attraktivität und das Erscheinungsbild seiner Stadt Verantwortung übernimmt. Roters freute sich, dass die Grün Stiftung mit der Sanierung des Humboldt-Parks erstmals ein bedeutendes Vorhaben im Rechtsrheinischen in Angriff genommen habe.

Neukirch erläuterte die Motive für sein Sponsoring:

Mit der Unterstützung der Grünstiftung kamen wir unserer Verpflichtung als Kölner Unternehmen nach. Es war uns eine Herzensangelegenheit, die Sanierung der renovierungsbedürftigen Grünanlage Humboldtpark finanziell zu unterstützen, um den Kölner Bürgern einen ansprechenden Erholungsraum zu schaffen.

Im kleinen Ruhegarten des Parks haben die Auszubildenden neben der Erneuerung der Wege einen Bouleplatz angelegt. Die den Platz einfassende Böschung bepflanzten sie mit Efeu und Narzissen und oberhalb davon mit Blaustern und roten Wildtulpen. Im Blumengarten entfernten die angehenden Garten- und Landschaftsbauer alle Sträucher und die überalterten Bäume an der Straße An der Pulvermühle. Dafür pflanzten sie eine 55 Zentimeter hohe Eibenhecke. In den Mittelbeeten und den Randstreifen säten sie Zierrasen ein.

Den Humboldt-Park hat die Stadt Köln von 1912 bis 1914 nach Plänen des Kölner Gartendirektors Fritz Enke im Stil des Neoklassizismus und des Jugendstils angelegt, die auch für zahlreiche weitere Grünanlagen verantwortlich zeichnete. Er ordnete im Zentrum des Parks einen großen offenen Spielplatz an. Umgeben ist dieser von Bäumen, durch die eine Rundweg führt. In der Achse des Spielplatzes zur Straße An der Pulvermühle liegen ein höher gelegenes Rondell mit Platanen und dahinter architektonisch gestalteter Blumengarten. Mit diesem Konzept schuf Enke auf engstem Raum unterschiedlich Erholungsmöglichkeiten, von denen die Bewohnerinnen und Bewohner der umliegenden Geschoßwohnungsbauten auch heute noch intensiv Gebrauch machen.

Vor der Sanierung ließ der Zustand des Parks sehr zu wünschen übrig. Die Bänke, Papierkörbe, Zäune und Spielgeräte waren überaltert oder defekt, die bepflanzen Flächen ungepflegt, die Gehölze lange Zeit nicht beschnitten, die Wege ausgefahren und zugewachsen, und es fehlten Schmuckpflanzen. Die Sanierung sollte den Park in seinen historischen Strukturen erhalten und ihn gleichzeitig an die heutigen Bedürfnisse anpassen.

Im kommenden Frühjahr beginnt das Amt Kinder, Jugend und Familie mit der Sanierung des in der Mitte des Platzes gelegenen Spielplatzes. Untersuchungen des Bodens ergaben, dass dieser Schadstoffe oberhalb der Grenzwerte enthält. Neben der Sanierung ist auch eine Umgestaltung erforderlich, da der Platz zurzeit nur wenig Spielwert bietet. Diese Arbeiten sollen nach zehn Wochen beendet sein.

Die gemeinnützige Kölner Grün Stiftung setzt sich für die Erhaltung und Verbesserung der Kölner Grünanlagen ein. Sie sieht sich als Koordinatorin zwischen Sponsoren aus der Wirtschaft, Bürgern und privaten Initiativen. Mit Hilfe von Politik und Stadtverwaltung will die Stiftung aus vernachlässigten Einzelflächen wieder Kölns großen Garten für die ganze Familie entstehen lassen. Sie wirbt um finanzielle Mittel, ruft zu Spenden auf und arbeitet eng mit der Stadt Köln zusammen.

Der Ursprung der Kölner Firma Klosterfrau geht bis in das Jahr 1826 zurück. Damals gründete die Nonne Maria Clementine Martin ein kleines Unternehmen in unmittelbarer Nähe des Doms zur Herstellung ihrer Heilmittel. Auf diesem Wege wollte die "Klosterfrau" ihr reiches Wissen über die Heilkräfte der Natur allen Mitmenschen zukommen lassen. Gesundheit und Wohlbefinden für die Menschen zu schaffen, hat sich das Haus Klosterfrau auch heute noch zum Ziel gesetzt.

Das bedeutendste Präparat im Sortiment ist der Klosterfrau Melissengeist. Das Emblem mit den drei Nonnen im gotischen Spitzbogen hat einen Bekanntheitsgrad von 94 Prozent in Deutschland. Die traditionsreiche und gleichzeitig moderne Naturarznei hat in der heutigen Zeit stark an Bedeutung gewonnen. Basierend auf neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, verbunden mit der Erschließung neuer Märkte, hat die Firma ihr Sortiment ständig um innovative Produkte erweitert. Heute ist das Unternehmen Klosterfrau zu einem national und international führenden Anbieter im Bereich der Selbstmedikation herangewachsen.

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