Elemente für schnelleren Schulbau werden angeliefert

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Visualisierung der Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung in der Berliner Straße in Köln-Dünnwald

Die ersten Elemente auf Holzmodul-Bau-Basis für die Erweiterung der Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung werden in der Berliner Straße 975 in Köln-Dünnwald angeliefert. In der Woche vom 21. bis 25. März 2022 werden im 45-Minuten-Takt die Transporte mit den hölzernen Riesen dort erwartet. Ein Kranzug bringt die 28 Raumzellen – durchschnittlich vier Meter hoch, drei Meter breit und elf Meter lang – auf das Baufeld. 28 dieser Raumzellen werden für den Erweiterungsbau in Köln-Dünnwald benötigt. Sie sind aus deutschem sowie österreichischen Fichten- und Tannenholz gefertigt und stammen aus der Fertigung der Firma SH Holz & Modulbau GmbH in Norddeutschland, die auch für die Bauleitung verantwortlich ist.

Modulbauten sind hinsichtlich Qualität und Lebensdauer mit konventionell errichteten Bauten vergleichbar. Aus einzelnen vorgefertigten Raummodulen in Holzbauweise werden die hochwertigen Gebäude konstruiert und errichtet. Die Module werden in drei verschiedenen Festigkeitsstufen produziert, die bereits mit Installationsebenen und Dämmplatten versehen in Köln ankommen. Nur Fenster und Türen werden erst in Köln eingebaut, damit sie nicht beim Transport beschädigt werden. Die Gebäude sind variabel und ermöglichen moderne pädagogische Raumkonzepte wie Cluster. Auch die Fassaden sind individuell gestaltbar. Sie bestehen nicht zwangsläufig aus Holz, sondern können ebenso wie andere Bauten abschließend verputzt oder verklinkert werden.

Durch einen hohen Vorfertigungsgrad der Bauteile im Werk, ähnlich wie bei Fertighäusern, ist eine deutlich kürzere Bauzeit möglich. In dem Raumprogramme typisiert werden, ist es möglich, mehrere Standorte in einem Paket auszuschreiben. Durch die serielle Herstellung wird die Bauzeit ebenfalls verringert. Zeitgleich mit der etwa dreimonatigen Vorfertigung im Werk können auf dem Baufeld bereits Erdarbeiten und Fundamentarbeiten erfolgen. Die aktuellen Lieferschwierigkeiten für Baustoffe sind jedoch auch in diesem Markt zu spüren.

Holzmodulbau ist in Köln derzeit für drei Schulen und eine Kita geplant. Die Erweiterungen der Schulstandorte Berliner Straße 975 in Dünnwald sowie der Soldiner Straße 68 in Lindweiler werden die ersten sein, die in Holzmodulbauweise und damit besonders nachhaltig realisiert werden. Daneben stehen der Bau einer neuen Gesamtschule mit Fünffachturnhalle in der Fitzmauricestraße in Ossendorf sowie der Neubau der Kindertagesstätte in der Franz-Werfel-Straße in Holweide in Holzbau an.

Die städtische Gebäudewirtschaft geht damit einen weiteren Schritt zu nachhaltigerem Bauen. Die Bauten werden nach den Energieleitlinien der Stadt Köln in klimaschonender Passivhausstandard errichtet, die 2004 entwickelt wurden - lange vor der gesetzlichen Verpflichtung und mit Anforderungen, die bis heute weit über das gesetzlich Geforderte hinausgehen.

Holz ist der einzige Baustoff, der auf natürliche Weise nachwächst und dabei noch klimapositive Effekte durch die Bindung von Kohlenstoffdioxid (CO2) produziert. Gebäude aus Holzmodulen können zudem am Ende ihrer Lebensdauer einfacher zurückgebaut werden. Einzelne Bauteile oder ganze Module können leichter wiederverwendet oder recycelt werden. Somit ist eine nahezu hundertprozentige Wiederverwertung gegeben. Durch die vergleichsweise "schlankere" Modulbauweise mit schmaleren Elementen bleibt für die Nutzer*innen schließlich mehr Fläche zur Verfügung als bei anderen Bauarten. Die modulare Holzbauweise bietet sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Vorzüge. Die Gebäudewirtschaft ist zum Thema Nachhaltiges Bauen und dessen Umsetzung im regelmäßigen Austausch mit anderen Kommunen und Institutionen im Rahmen verschiedener Arbeitskreise und Arbeitsgruppen, wie im Städtetag der Arbeitskreis Gebäudewirtschaften und zum Arbeitskreis "Nachhaltiges Bauen" sowie zum Öko-Zentrum NRW.

© Matthias Meurer
Holzmodulbau
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Holzmodulbau
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