Tierschützer*innen bringen die Tiere zur Behandlung in eine Auffangstation

© Wolfhard Scherping
Symbolfoto von Jungschwänen mit Kippflügel

Der Nachwuchs einer Schwanenfamilie am Aachener Weiher ist in seiner Entwicklung beeinträchtigt. Die Tiere haben so genannte "Kippflügel" entwickelt. Dies ist eine Gelenkerkrankung, bei der die Flügel verdreht sind, mit der Folge, dass die Tiere nicht fliegen können. Dies bedeutet, dass sie an Land bei Gefahr nicht flüchten können. Im Herbst/Winter, wenn die Vertreibungszeit durch die Eltern beginnt, können sie nicht abfliegen. Sie werden dann entweder von den Eltern verletzt, getötet oder von der Grünfläche gejagt, da die Eltern sie nicht mehr in der Nähe dulden.  

Aufmerksame Tierschützer*innen haben die Tiere entdeckt und sich an die Stadt gewandt. Sie möchten die Jungtiere einfangen und zur Behandlung in eine Wildtierauffangstation bringen. Denn solange die Gelenke noch weich sind, können die betroffenen Flügel durch eine spezielle Verbandstechnik in der ursprünglichen Position fixiert werden. Ob die Vögel später wieder fliegen können, lässt sich immer erst nach der Behandlung sagen.  

Da es sich um Wildtiere handelt, ist für dieses Vorhaben eine Genehmigung des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen erforderlich. Diese wurde kurzfristig erteilt. Die vier Jungvögel werden gemeinsam mit ihren Eltern am heutigen Donnerstag, 22. Juli 2021, vom Tiernotruf Düsseldorf eingefangen und zur Behandlung in die Auffangstation gebracht.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit