Stadt tauscht die Bodenbeläge aus - Die Arbeiten erfolgen in den Nachtstunden

Der Heinrich-Böll-Platz wird im Bereich zwischen Hohenzollernbrücke und Domchor erneuert. Rund um das dortige Kunstwerk Ma’alot des israelischen Künstlers Dani Karavan sowie im Bereich zwischen der Skulptur und der Hohenzollernbrücke werden die vorhandenen defekten Klinkersteine und Granitplatten herausgenommen und durch neues Material ersetzt. An der Planung dieser Sanierung war neben zahlreichen Experten, Vertretern des Initiativkreises "BürgerInnen für das Ma’alot Kunstwerk am Heinrich-Böll-Platz" auch der Künstler selbst beteiligt.

Arbeiten beginnen am 13. Oktober und finden nur nachts statt

Die Arbeiten beginnen in der Nacht auf Montag, 13. Oktober 2014. Sie sollen voraussichtlich bis zum Frühjahr 2015 abgeschlossen sein. Der genaue Fertigstellungstermin ist von den Witterungsverhältnissen im kommenden Winter abhängig. Beseitigt werden die Schäden an den Klinkersteinen und Granitplatten auf dem viel frequentierten Weg zwischen Hohenzollernbrücke und Domchor. Die Ausführung erfolgt in mehreren Bauabschnitten. Während der gesamten Bauzeit bleibt ein Durchgang durch den Baustellenbereich von mindestens zwei Metern Breite offen. Aufgrund der Einschränkungen bittet die Stadt Fußgänger und Radfahrer in diesem Bereich um besondere Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme.  

Auch in den Randbereichen der großen Platzfläche, die das Dach der darunter befindlichen Kölner Philharmonie bildet, muss gearbeitet werden. Um den Konzert- und Probenbetrieb der Philharmonie nicht zu stören, können die Bauarbeiten daher nur nachts in der Zeit zwischen 23 Uhr und 9.30 Uhr stattfinden.  

Die beauftragte Firma wird Laufe des heutigen Freitags, 10. Oktober 2014, die Container für die Baumaterialien auf der Grünfläche am unteren Rand der Rheingartentreppe aufstellen. Mit der Einrichtung des ersten Baufeldes direkt an der Hohenzollernbrücke und den Arbeiten dort beginnt die Firma in der Nacht von Sonntag, 12. Oktober, auf Montag, 13. Oktober 2014, ab 23 Uhr. Die Kosten der Sanierung betragen rund 960.000 Euro.

Die besondere Gestaltung des Heinrich-Böll-Platzes

Der Heinrich-Böll-Platz zwischen Gleisanlage, Treppe zum Rheingarten, Museum Ludwig und Domchor gehört zu den am stärksten frequentierten Flächen im näheren Domumfeld. Der Platz wurde in den 1980er Jahren von den Architekten Professor Busmann und Dr. Haberer sowie dem israelischen Künstler Dani Karavan im Zusammenhang mit dem Neubau von Museum Ludwig und Philharmonie entworfen und gebaut.  

Das den Platz bestimmende Kunstwerk Ma’alot besteht neben der an der Rheingartentreppe befindlichen Skulptur aus Granit, Gusseisen, Ziegelsteinen, einer Eisenbahnschiene, Gras und Bäumen. Durch die verwendeten Materialien hat der Künstler einen Bezug zur Umgebung geschaffen: Granit zum Roncalliplatz an der Domsüdseite, Ziegelsteine zum Museum Ludwig, Eisen zur Hohenzollernbrücke und zum Hauptbahnhof sowie Gras und Bäume zum Rheingarten.

Neues Material mit dickerem Klinkerpflaster

Beim Heinrich-Böll-Platz handelt es sich um eine Dach- und Brückenkonstruktion, unter der sich auf der Hauptfläche des Platzes die Kölner Philharmonie befindet. Die Fläche wurde seinerzeit mit Klinkerpflaster in einer Stärke von etwa fünf Zentimetern befestigt. Zum Kunstwerk Ma’alot gehört die Ausfugung des Pflasters mit einem offenporigen Material, sodass sich in den Zwischenräumen Pflanzen entwickeln können. Diese Ausführung hat in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme hervorgerufen.

Nachdem im Umfeld des Kunstwerks zahlreiche Versuchsflächen angelegt wurden, hat ein beauftragtes Architekturbüro in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Köln die Sanierungslösung entwickelt, die jetzt umgesetzt wird. Der vorhandene Unterbau unter den Klinkersteinen bleibt dabei im Wesentlichen erhalten, er wird jedoch ausgebessert, neu profiliert und angepasst. Das jetzt vorhandene fünf Zentimeter starke Klinkerpflaster wird gegen ein Pflaster in einer Stärke von acht Zentimetern ausgetauscht. Dies gibt dem gesamten Klinkerverbund mehr Stabilität. Außerdem werden die Granitplatten aufgenommen und die defekten Platten durch neue ersetzt und neu verlegt.

Luftbild vom Heinrich-Böll-Platz. Blau hinterlegt ist der Bereich, der nun saniert wird.
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Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit