Rat stimmt angepassten Maßnahmen für Schulbau zu

Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 5. Juli 2018 das überarbeitete GU/TU-Maßnahmenpaket für Schulbauprojekte verabschiedet. Hintergrund der Anpassungen sind neue prognostizierte Schülerzahlen sowie die Rückkehr zum Abitur nach neun statt acht Jahren. Beides hat die Anforderungen an die Standorte in dem Sonderprogramm für den Neubau, die Erweiterung oder die Generalsanierung von Schulgebäuden durch Total- oder Generalunternehmer verändert.

Der Beschluss der Landesregierung, ab dem Schuljahr 2019/2020 den neunjährigen Bildungsgang für Gymnasien wieder zuzulassen, machte eine Neubewertung der fünf im Paket enthaltenen Gymnasien nötig. Andererseits hat die eigens gegründete und ämterübergreifende GU/TU-Projektgruppe nach dem ersten Halbjahr intensiver Detailarbeit evaluiert, dass weitere Anpassungen pädagogisch gewinnbringend sowie baufachlich sinnvoll sind. Gegenüber dem bestehenden Ratsbeschluss ergeben sich dadurch folgende Änderungen: Statt 15 Maßnahmen gibt es nunmehr 16 Maßnahmen an 11 Schulstandorten. Damit muss auch der erste grobe Kostenorientierungswert von 240 bis 340 Millionen Euro auf vorläufig 300 bis 340 Millionen Euro korrigiert werden. Es bleibt jedoch bei dem im April 2017 vorgegebenen Ziel, alle Maßnahmen im Paket binnen fünf Jahren fertiggestellt zu haben. Entscheidend neu am Paket ist: Es wird kein Interimsstandort für den Neubau des Gymnasium Zusestraße mehr benötigt. Die Schülerinnen und Schüler können stattdessen im Erweiterungsbau des städtischen Gymnasiums Widdersdorf am Standort Friedensschule im gleichen Stadtbezirk unterrichtet werden. Neu hinzugekommen in dem Paket ist ein Erweiterungsbau für die Förderschule Auf dem Sandberg in Köln-Poll. Eine weitere Erkenntnis der Projektgruppe ist: Abriss und Neubau des Teilstandorts der Integrierten Gesamtschule Innenstadt am Severinswall können nicht vor Ort bei laufendem Schulbetrieb in der vorgegebenen Bauzeit von fünf Jahren realisiert werden. Das ehemalige Rautenstrauch-Joest-Museum am Ubierring wird deshalb als Interim hergerichtet.

Die Stadtverwaltung verfolgt damit weiter zielstrebig die oberste Priorität im Schulbau zusätzliche Schulplätze zu schaffen, den Wegfall von Plätzen zu verhindern sowie alle Maßnahmen hinsichtlich Zeit wie Kosten optimal aufeinander abzustimmen.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit