In Bilderstöckchen realisiert die Stadt Köln erstmals Selbstlernbereiche in Fluren

Zum Ferienbeginn hat die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln auch die Sanierung der Katholischen Grundschule und der Gemeinschaftsgrundschule Alzeyer Straße in Köln-Bilderstöckchen gestartet. In den nächsten 16 Monaten, also über die Ferien hinaus, werden dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen und Modernisierungsmaßnahmen im Innenbereich der beiden Schulen teils im laufenden Betrieb umgesetzt.  

In Fluren und Treppenräumen entstehen dank spezieller Möblierung temporär nutzbare "Selbstlernbereiche", wie sie die Gebäudewirtschaft auf der Basis der vom Amt für Schulentwicklung konzipierten Pädagogischen Raumkonzepte an Kölner Schulen umsetzt und die speziell auf diesen Schulstandort übertragen wurden. Es sind fest montierte Möbel, die allen erforderlichen Bestimmungen des Brandschutzes und der Landesbauordnung erfüllen, weil sie aus nicht brennbaren Stoffen bestehen. Sie werden so platziert, dass sie im Brandfall die Fluchtwege nicht blockieren.  

Hier entstehen für die Schülerinnen und Schüler kleinere und offene Bereiche, wo sie Platz zum eigenständigen Lernen haben und die für die inklusive Arbeit genutzt werden können. Neue Verglasungen zwischen Selbstlernbereich und Klassenraum geben natürliches Licht und schaffen eine transparente Kommunikation zwischen Innen und Außen. Die Entwicklung eines Farbkonzeptes unterstreicht das neue räumliche Konzept.  

Zudem werden die Trinkwasserleitungen saniert sowie elektrische und sicherheitstechnische Anlagen erneuert. Darüber hinaus wird die Raumakustik in den Klassen, Fluren und Treppenhäusern verbessert. Standards für inklusiven Unterricht im Bereich der Sprachverständlichkeit und Hörverständlichkeit durch geringe Nachhallzeiten können damit ebenfalls erfüllt werden. Die Umsetzung der akustischen Maßnahmen wird das Schulklima besonders hinsichtlich des Wohlbefindens und der Motivation spürbar steigern.  

Die Sanierungsmaßnahmen beginnen in der GGS und werden anschließend in der KGS fortgesetzt. Bis Ende Januar 2020 sollen die Sanierungsmaßnahmen in der GGS und bis Oktober 2020 in der KGS abgeschlossen sein. Beide Schulleitungen, das Amt für Schulentwicklung, die Gebäudewirtschaft und planende externe Ingenieure arbeiten zusammen, um die Umsetzung für die mehr als  400 Schülerinnen und Schülern und der beiden Kollegien möglichst reibungslos zu gestalten.  

Die voraussichtlichen Kosten für die gesamte Maßnahme liegen bei rund 2,2 Millionen Euro, die je zur Hälfte aus dem NRW-Förderprogramm "Gute Schule 2020" und als Instandhaltungsmaßnahme über den Wirtschaftsplan der Gebäudewirtschaft finanziert werden.  

An 69 von 277 Kölner Schulstandorten nutzt die Gebäudewirtschaft die Sommerferien 2019, um zu bauen oder zu sanieren. Für bestmögliche Lernbedingungen baut und saniert sie damit in diesem Jahr an Kölner Schulen noch mehr als im vorangegangenen Jahr. 2018 wurden in der Sommerferien Maßnahmen an 48 Schulen Maßnahmen umgesetzt.
Um dringend benötigte Schulplätze zu schaffen oder zu sichern, hat die eigenbetriebsähnliche Einrichtung für das gesamte Jahr 2019 in ihrem Wirtschaftsplan rund 176,3 Millionen Euro für Großprojekte im Schulbau bereitgestellt.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit