Aber wer Regeln missachtet, wird jetzt häufiger zur Kasse gebeten

Anders als viele andere Kommunen gestattet die Stadt Köln grundsätzlich das Grillen in den Grünflächen.

Es ist doch schön, dass es den Bürgern Spaß macht, sich im Sommer oft stundenlang in den Parks aufzuhalten. Man kann wunderbar entspannen, Sport treiben, faulenzen oder sich mit Freunden treffen, und für viele gehört das Grillen dazu. Deshalb erlauben wir es auch grundsätzlich

erklärt Manfred Kaune, Leiter des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen.

Nur in wenigen Grünanlagen ist das Grillen aus verschiedenen Gründen nicht erlaubt, zum Beispiel um andere Besucher nicht durch den Rauch zu stören oder weil es dem Charakter der Anlage widerspricht.

Verboten ist das Grillen

  • im Botanischen, Forstbotanischen und Finkens Garten
  • in der Vogelschau Leidenhausen, im Tierpark Lindenthal und in den Wildparks
  • im Rheinpark, Rheingarten und Stadtgarten
  • in Zieranlagen
  • auf öffentlichen Spiel- und Bolzplätzen
  • auf Hundefreilaufflächen
  • im Abstand von bis zu 100 Metern zum Waldrand und zu Wohngrundstücken
  • unterhalb von und in einem Abstand von weniger als zwei Metern zu Baumkronen

Die Benutzung von Einweggrills in Grünanlagen ist nicht gestattet, da die Hitze wegen des nicht ausreichenden Abstands zum Boden den Rasen schädigt. Die vollständig gelöschte Grillasche und die Grillabfälle sind nach dem Grillen ordnungsgemäß zu entsorgen. Die meisten Bürgerinnen und Bürger halten sich an diese Vorschriften. Wer das aber nicht tut, soll nun verstärkt zur Kasse gebeten werden. Das Amt für öffentliche Ordnung kündigt für diesen Sommer mehr Einsätze an. Amtsleiter Engelbert Rummel:

Wer sich nicht an die Regeln hält, muss bei entsprechenden Kontrollen mit einer gebührenpflichtigen Verwarnung in Höhe von 35 bis 55 Euro rechnen. In besonders schweren Fällen, etwa bei unbeaufsichtigtem Feuer, nicht gelöschter Glut oder zurückgelassenem Abfall, drohen sogar Bußgelder bis 750 Euro.

Die Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB), die für die Sauberkeit in den Grünflächen sorgen, haben zusätzliche Mülleimer aufstellt und setzten ebenfalls mehr Personal ein – so genannte Grillscouts. Sie appellieren an die Besucherinnen und Besucher der Grünanlagen:

Es sähe alles viel schöner aus, und unsere Arbeit wäre wesentlich einfacher zu erledigen, wenn alle etwas mehr mitmachen würden

so Wilfried Berf von den AWB.

Im Internetauftritt der Stadt Köln sind weitere Informationen hinterlegt wie zum Beispiel der aktuelle Flyer "Was ist erlaubt in den Kölner Grünanlagen?".

Weitere Informationen Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit