Stadt Köln erhält vorläufigen Förderbescheid für Breitbandausbau

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Auf dem Foto sind zu sehen (von links nach rechts): Thomas Rossbach (Breitbandkoordi-nator der Stadt Köln), Stadtdirektor Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeisterin Henriette Re-ker, Dr. Markus Tietmeyer (Regionalleiter atene KOM GmbH)

Die Stadt Köln hat am Mittwoch, 5. Februar 2020, den vorläufigen Förderbescheid des Bundes für den Ausbau des Kölner Glasfasernetzes durch den Projektträger erhalten. Damit werden rund 1.500 Adressen sowie vier Gewerbegebiete als förderfähig anerkannt und können an das Glasfasernetz angebunden werden. Dies betrifft insgesamt mehr als 3.800 Anschlüsse.

Der Gigabit Masterplan und die Breitbandförderung haben eine große Bedeutung für die Stadtentwicklung und die Entwicklung der Wirtschaft in Köln. Mit dem Ausbau des Glasfasernetzes, schaffen wir auch die Voraussetzungen für 5G in unserer Stadt. Davon werden die verschiedensten Bereiche profitieren – vom Bildungssektor über die Medizin bis zu Unternehmen aller Art und Privathaushalten. Zusätzlich können wir mit einer modernen digitalen Infrastruktur in allen Stadtgebieten auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten,

so Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Der vorläufige Bescheid des Bundes sieht eine Förderung des Glasfasernetzes in Köln für unterversorgte Adressen vor – mit einem Gesamtförderbetrag von bis zu 45 Millionen Euro. Damit wird der Ausbau des Glasfasernetzes im Bereich dieser sogenannten "weißen Flecken" finanziert. Der dafür notwendige Tiefbau erstreckt sich auf bis zu 200 Kilometer.

Im nationalen und internationalen Wettbewerb der Metropolen ist eine leistungsfähige Gigabit-Infrastruktur ein entscheidender Standortfaktor. Diese flächendeckend sicherzustellen ist Ziel des Gigabit Masterplan Cologne 2025. Die Anbindung unterversorgter Quartiere im Stadtgebiet ist eine weitere Maßnahme im Rahmen des Masterplans.

Übersicht und Fahrplan:

Als "weiße Flecken" gelten Adressen, die mit unter 30 Mbit/s besonders schlecht versorgt sind. Mit der Förderung des Bundes, des Landes und dem kommunalen Eigenanteil kann das Glasfasernetz weiter ausgebaut werden:

rund 1.500 Adressen mit circa 3.600 privaten und etwa 225 Gewerbeanschlüssen, sieben Schulen in nichtstädtischer Trägerschaft und ein Krankenhaus

vier Gewerbegebiete in Dünnwald, Mülheim, Porz und Rath-Heumar mit 108 Adressen.

Das Projekt selbst steht. Die vorläufige Höhe des Gesamt-Förderbetrages ist auf bis zu 45 Millionen Euro festgesetzt. Davon übernehmen der Bund 50 Prozent und das Land NRW 40 Prozent. Die Stadt Köln bringt einen Eigenanteil von 10 Prozent der Fördersumme auf.

Auf Basis des vorläufigen Förderbescheides des Bundes wird zeitnah eine Ausschreibung veröffentlicht. Nach Beendigung der Ausschreibung wird mit dem Kommunikationsunternehmen, das den Zuschlag erhält, ein Kooperationsvertrag geschlossen. Damit wird der Förderbedarf final definiert und der Bund wird einen finalen Förderbescheid erteilen. Voraussichtlich Ende 2020 wird der Bescheid über die endgültige Fördersumme vorliegen.

Baubeginn wird voraussichtlich Anfang 2021 sein. Der Tiefbau erstreckt sich auf bis zu 200 Kilometer. Die Bauzeit beträgt mehrere Jahre.

Nächster Schritt des Gigabit Masterplans 2025 ist die Glasfaser-Anbindung von weiteren 26.000 Adressen (etwa 60.000 Anschlüsse), denen bislang keine gigabitfähige Infrastruktur zur Verfügung steht. Das entsprechende Förderprogramm befindet sich aktuell auf EU- und Bundesebene in Abstimmung.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit