Überblick zu Energieverbrauch und Einsparpotentialen an städtischen Gebäuden

Die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln hat ihren neuesten Energiebericht veröffentlicht. Im "Energiebericht 2019" werden wie in den Vorjahren für alle städtischen Gebäude im Sondervermögen der Gebäudewirtschaft die Entwicklung des Energieverbrauchs und die Kosten der Emissionen dokumentiert, Vergleiche zu den Vorjahren gezogen sowie der aktuelle Sachstand bei den Bausteinen des städtischen Energiemanagement-Konzeptes aufgezeigt. Zum Sondervermögen gehören die Verwaltungs- und Schulgebäude, Kindertagesstätten sowie weitere Objekte, wie beispielsweise die Friedhofsgebäude und städtischen Betriebshöfe.  

Auch im vergangenen Jahr wurden in den städtischen Gebäuden mit einer Energiecontrolling-Software die technischen Anlagen hinsichtlich der Verbrauchsdaten täglich ausgewertet. Auf diese Weise können Auffälligkeiten schneller erkannt werden. Heizungs-, Elektro- und Sanitärinstallationen sind somit virtuell unter einer "Dauerbeobachtung" und Einstellungen können unverzüglich optimiert werden.  

Der Bericht beschreibt unter anderem, wie durch den Einsatz eines mobilen Energiedienstes allein im Bereich der Wasserversorgung rund 100 Millionen Liter Frischwasser eingespart werden konnten. So wurden undichte oder defekte Wasserleitungen, ständig laufende Spülungen oder falsch programmierte Steuerungen von Toiletten, Urinalen oder sonstigen Hygieneeinrichtungen mit der mobilen Gebäudeauswertung kurzfristig erkannt und Mängel behoben. Dies führte, für das Betriebsjahr 2019 hochgerechnet, zu einer Einsparung von rund 300.000 Euro.  

Besondere Objekte, auch hinsichtlich des Energiemanagements, stellen die städtischen Museen dar, für die die Gebäudewirtschaft seit April 2018 die Betreiberverantwortung übernommen hat. Seitdem konnten für das Museum Ludwig inklusive der Philharmonie, das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK), das Kulturzentrum am Neumarkt (KAN), das Museum für Ostasiatische Kunst (MOK) und das Wallraf-Richartz-Museum (WRM) umfangreiche Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten umgesetzt werden.  

Grundsätzlich haben die städtischen Museen hinsichtlich der architektonischen Gestaltung, der Baukonstruktion und der technischen Ausstattung deutlich höhere Standards als die übrigen städtischen Gebäude. Außerdem verfügen sie in aller Regel über eine besondere Klimatechnik zum Schutz der Exponate.  

Erste energetische Untersuchungen von Gebäudezustand und Anlagentechnik wurden bereits für die Museumsgebäude des MAKK und des MOK vorgenommen. Im Energiebericht werden Einsparpotentiale und konkrete Lösungen aufgezeigt und wirtschaftlich vergleichbar gemacht. Die Gebäudewirtschaft hat Verbesserungsmaßnahmen entwickelt und hinsichtlich technischer Umsetzung, Einsparung, Amortisationszeit und Fördermöglichkeiten dargestellt. Die energetische Analyse wird als Planungsbasis in eine zukünftige, umfassende Gesamtsanierungsplanung einfließen.

Energiebericht 2019 Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit