Rat beschließt Auslobung des Else-Falk-Preises

2020 verleiht die Stadt Köln erstmalig einen Kölner Frauenpreis. Der mit 5.000 Euro dotierte Else-Falk-Preis würdigt "außergewöhnliches Engagement von Frauen bei der Gleichstellung von Frauen und Männern oder Mädchen und Jungen" und wird alle zwei Jahre vergeben. Das hat der Rat der Stadt Köln in seiner heutigen Sitzung, 9. Juli 2019, beschlossen.  

Mit der Einführung des Else-Falk-Preises greift die Stadt Köln eine Idee des Arbeitskreises Kölner Frauenvereinigungen, einem Zusammenschluss von mehr als vierzig Frauenorganisationen, auf. Der Preis ist neben der Unterzeichnung der Europäischen Charta der Gleichstellung ein weiteres Bekenntnis der Stadt zum Grundsatz der Gleichstellung von Frauen und Männern.  

Die in Barmen geborene Namensgeberin Else Falk (1872 bis 1956) war eine Frauenrechtlerin und Sozialpolitikerin in der Weimarer Republik. In Köln gründete sie Frauenverein und Wohlfahrtsvereine und leitete den Stadtverband Kölner Frauenvereine. Wegen ihres jüdischen Glaubens wurde sie 1933 von den Nationalsozialisten gezwungen, den Vorsitz niederzulegen. Sie starb in der brasilianischen Stadt São Paulo, wohin sie von ihrem Brüsseler Exil ausgewandert war. 

Vom 1. August bis zum 30. November 2019 können sich Frauen selbst bewerben oder von Vereinen, Projektteams, Initiativen, gewerblichen Betrieben und Institutionen vorgeschlagen werden. Der Else-Falk-Preis wird ausschließlich an eine in Köln wirkende Frau vergeben. Der Preis wird im Rahmen der Veranstaltung zum Internationalen Frauentag 2020 im Kölner Rathaus verliehen.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit