Turnhalle Weiden kann ab Mittwoch wieder von Schulen und Vereinen genutzt werden

Nachdem es am Neujahrstag in der Flüchtlingsunterkunft Am Springborn (Köln-Höhenhaus) zu einem Brand gekommen ist und kurzfristig 28 Bewohner durch die Stadt Köln nach Köln-Blumenberg umquartiert werden mussten, wird heute die neu geschaffene Wohncontainer-Anlage an der Langenbergstraße als erste neue Unterkunft für die Unterbringung von Flüchtlingen im neuen Jahr bezogen. Insgesamt wird die Stadt hier etwa 110 Flüchtlinge unterbringen. Die Anlage besteht aus zwei Wohncontainern mit Sanitärbereichen sowie Gemeinschaftsräumen und Küchen. Sie soll zunächst für die Dauer von zwei Jahren in Betrieb bleiben. Dies hatte der Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung am 30. September 2014 beschlossen.

Die vorübergehend als Notunterkunft genutzte und bereits geräumte Mehrzweckhalle des Schulzentrums Köln-Weiden, Ostlandstraße 39, wird am kommenden Mittwoch, 7. Januar 2015, vereinbarungsgemäß übergeben und steht ab diesem Zeitpunkt wieder für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung.

Gemeinsam mit dem Sozialdienst Katholischer Männer e.V. Köln (SKM Köln), der als Träger die Heimleitung übernimmt, wurden in den letzten Tagen intensive Vorbereitungen für den Empfang der Flüchtlinge getroffen. Im Vorfeld fand zudem ein intensiver Austausch mit der Willkommensinitiative statt, die die Arbeit vor Ort unterstützen will.

Der SKM Köln ist als erfahrener Träger seit vielen Jahren in Einrichtungen und in Projekten mit der Betreuung von Flüchtlingen befasst, so unter anderem an anderen Standorten für Flüchtlingsunterkünfte etwa in Poll, Höhenhaus oder Urbach.

Wir haben diese Aufgabe gerne übernommen, weil uns die Mitgestaltung einer Willkommenskultur in Köln und eine menschenwürdige Beheimatung der Flüchtlinge am Herzen liegt,

betont SKM-Vorstand Markus Peters.  

Unterstützt wird der SKM in seiner Arbeit durch einen von der Stadt Köln beauftragten Hausmeister- und Sicherheitsdienst, der auch in vielen anderen Flüchtlingsunterkünften für die Stadt tätig ist. Dieser ist als Schutz für die Flüchtlinge und Ansprechpartner vor Ort in den ersten Wochen rund um die Uhr vor Ort, später ergänzend außerhalb der Dienstzeiten des Trägers.  

Angesichts anhaltend hoher Zugangszahlen baut die Stadt Köln die Zahl ihrer Flüchtlingsunterkünfte systematisch weiter aus. Aktuell leben mehr als 5000 Flüchtlinge in Köln. Für die Stadt besteht eine gesetzliche Unterbringungsverpflichtung, um die Menschen vor Obdachlosigkeit zu bewahren.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit