Einmalige zusätzliche Unterstützung für Tierheime in Zollstock und Dellbrück

Fundtiere und Tiere, die auf behördliche Anordnung ihren Besitzer*innen entzogen wurden, werden in Köln in den Tierheimen Zollstock und Dellbrück untergebracht. Auf Grundlage des Tierschutzgesetzes übernehmen die beiden Pflegestationen diese Aufgabe für die Stadt. Wegen der derzeit sehr angespannten Lage in den Tierheimen sollen sie zusätzlich eine einmalige städtische Unterstützung in Höhe von jeweils 25.000 Euro erhalten. Die Stadtverwaltung legt dem Ausschuss für Klima, Umwelt und Grün am 24. November 2022 eine entsprechende Vorlage vor.  

Die aktuellen Steigerungen im Bereich Personal- und Futterkosten führen zu erheblichen Mehrbelastungen. Auch die Erhöhung der Gebührenordnung der Tierärzt*innen erschwert die finanzielle Lage der Tierheime. Die bisherige vertraglich geregelte Unterstützung der Stadt reicht nicht mehr aus, um die Pflege und Fütterung sowie die notwendige veterinärmedizinische Versorgung der Tiere zu gewährleisten.  

Zudem macht die steigende Inflation vielen Haustierbesitzer*innen zu schaffen. Einige können sich die Versorgung ihrer Tiere nicht mehr leisten und geben daher ihre Hunde und Katzen ins Tierheim. Die beiden Tierheime sind an den Grenzen der Aufnahmekapazität angekommen. Vorbehaltlich der Zustimmung des Ausschusses gewährleistet die Zusatzhilfe die weitere Versorgung der Tiere.

Die Weihnachtszeit steht vor der Tür. Die Stadt bittet deshalb bereits jetzt darum, keine Haustiere leichtfertig zu verschenken. Vor der Anschaffung eines tierischen Familienmitglieds sollte man sich intensiv über die damit verbundenen Anforderungen und den Aufwand sowie Bedürfnisse des jeweiligen Tieres informieren. Nur wer bereit ist, langfristig diese Verantwortung, auch finanziell, zu übernehmen, sollte ein Tier als Geschenk erhalten – und am besten eines aus den Kölner Tierheimen.  

 

Krisenhilfe für die beiden Kölner Tierheime Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit