Köln tritt als erste Stadt Unternehmensnetzwerk bei

Im Rahmen der Initiative Chancengleichheit hat Oberbürgermeister Fritz Schramma am 13. März dieses Jahres die "Charta der Vielfalt der Unternehmen in Deutschland" unterzeichnet. Marlis Bredehorst, Dezernentin für Soziales, Integration und Umwelt der Stadt Köln, ist am Mittwoch, 21. März 2007, nach Berlin gereist, um dort im Rahmen eines Round-Table-Gesprächs die Urkunde an die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Professor Doktor Maria Böhmer, zur Gegenzeichnung zu übergeben.

Die Initiative "Diversity als Chance - Die Charta der Vielfalt der Unternehmen in Deutschland" wurde im Dezember 2006 von den Unternehmen DaimlerChrysler, Deutsche Bank, Deutsche BP und Deutsche Telekom gestartet, um das Konzept der Vielfalt in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen gezielt zu verbreiten. Mit der Charta verpflichten sich die Unterzeichner, Vielfalt anzuerkennen und wertzuschätzen sowie ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren - unabhängig von Geschlecht, Rasse, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Schirmherrschaft für die "Charta der Vielfalt" übernommen.

Marlis Bredehorst freut sich, dass Köln nun als erste Stadt in dem Unternehmensnetzwerk zeigen kann, wie sich in einer Kommune die Charta der Vielfalt umsetzen lässt:

In Köln wird Vielfalt schon lange gelebt, denn die unterschiedlichsten Gruppen haben in der Stadtgesellschaft einen festen Platz. So hat Köln einen Migrantenanteil von über 30 Prozent, ist deutsche Hauptstadt der Lesben und Schwulen, hat eine der aktivsten Seniorinnen- und Seniorenszenen und eine sehr aktive Behindertenbewegung. 

Die Stadt Köln verpflichtet sich durch den Beitritt zur Charta der Vielfalt zur Umsetzung eines "Diversity Managements". Mit Blick auf den Charta-Gedanken bedeutet dies beispielsweise, die aktive Förderung von Teilzeitarbeit, Heim- und Telearbeit und Projekten wie den Girls Day sowie Qualifizierungsmaßnahmen zum Beispiel für Migrantinnen und Jugendliche weiter auszubauen. Mit der Unterzeichnung der Charta hat sich die Stadt Köln verpflichtet, ein übergeordnetes festgeschriebenes Leitmotiv zu entwickeln, nach dem sich die künftigen Aktivitäten richten sollen.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit