Stadt Köln erhält weitere Förderung in Höhe von mehr als 1,9 Millionen Euro

© Stadt Köln
Beispiel der Geometriedaten des Knotenpunktes Militärringstraße/Friedrich-Schmidt-Straße/Junkersdorfer Straße

Im Laufe des März hat die Stadt Köln zwei weitere Bewilligungsbescheide infolge des vierten Förderaufrufs zur "Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme" vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin erhalten. Die zwei Bescheide enthalten Bundesfördermittel in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro. Der Förderaufruf erfolgte im Mai 2019 im Rahmen des Sofortprogramms "Saubere Luft 2017 – 2020". Mit Hilfe dessen unterstützt die Bundesregierung Städte und Kommunen mit besonders hohen Stickstoffoxid (NO2)-Belastungen und fördert die Umsetzung von Sofortmaßnahmen im Bereich der Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme.

Die Stadt Köln erhält für zwei Projekte den Förderzuschlag des Bundes. Innerhalb des ersten Projektes werden 37 Ampelanlagen des Landesbetriebs Straßenbau NRW (Straßen.NRW) im Stadtgebiet der Stadt Köln ertüchtigt und an den Verkehrsrechner der Stadt Köln angeschlossen. Ziel ist sowohl eine verbesserte Qualitätssicherung der Ampelanlagen als auch die Möglichkeit der durchgehenden Überwachung durch die Verkehrs- und Tunnelleitzentrale, die gerade aufgebaut wird. Zur Umsetzung von voll- oder teilautomatisierten Fahrvorgängen ist die Bereitstellung von Geometriedaten der Fahrwege (MAP) und Prozessdaten von Lichtsignalanlagen unerlässlich. Diese Daten werden erstellt und bereitgestellt. Sie dienen zur Einführung kooperativer Systeme und der damit verbundenen Assistenzsysteme wie Ampelphasenassistent und Grüne-Welle-Assistent. Das zweite Projekt enthält die Förderung für die Einrichtung von Dauerzählstellen an rund 80 Strecken.

 

Das Ziel dieser Zählstellen ist das kontinuierliche Monitoring des Verkehrsaufkommens auf dem Hauptstreckennetz der Stadt Köln. Zusätzlich unterstützen sie bei der Darstellung der aktuellen Verkehrslage, in Prognosemodellen des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) im Rahmen der Luftreinhalteplanung und bei Prognosemodellen für die Beurteilung städtebaulicher Entwicklungen. Darüber hinaus werden die Daten zur Erstellung bedarfsgerechter Verkehrssteuerungen oder zur bedarfsgerechten, nachhaltigen Planung der Straßeninfrastruktur herangezogen. Die Dauerzählstellen sollen vornehmlich an den bekannten Hot-Spots mit hoher NO2-Belastung, an den Rheinbrücken sowie an weiteren Hauptverkehrsachsen installiert werden. Die Stadt Köln hat aus dem Förderprogramm bereits vier Bewilligungen über insgesamt rund 7,6 Millionen Euro erhalten. Die Mittel werden unter anderem für die Modernisierung von Ampelanlagen und deren Anbindung an den Verkehrsrechner, die Vorbereitung innovativer Assistenzsysteme, die Aufstellung weiterer Vario-Anzeigetafeln sowie die weitere Digitalisierung des Verkehrs verwendet.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit