Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ergänzt Allee der Jahresbäume in Porz-Eil

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Pflanzun Baum des Jahres 2021. von links nach rechts: Peter Müllejans, Jochen Ott und Andreas Wolter

Jedes Jahr zum weltweit begangenen Tag des Baumes wird die Allee der Jahresbäume im Natur- und Umweltbildungszentrum Gut Leidenhausen in Köln-Porz-Eil um einen Baum ergänzt. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald pflanzt dort den jeweiligen Baum des Jahres, in diesem Jahr ist es die europäische Stechpalme (Ilex aquifolium). Bürgermeister Andreas Wolter in Vertretung für Oberbürgermeisterin Henriette Reker, der Vorsitzende des "Freundeskreises Haus des Waldes", Peter Müllejans, und der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln, Jochen Ott, haben die Pflanzung am vergangenen Freitag, 23. April 2021, vorgenommen.

Den Tag des Baumes am 25. April jeden Jahres nimmt die Stadt Köln zusammen mit der Schutzgemeinschaft zum Anlass, um auf den Baum des Jahres aufmerksam zu machen. Der diesjährige Baum des Jahres, die Stechpalme, hat nicht nur einen exotischen Namen, sondern sie wirkt auch im Wald wie ein Exot. Während andere Laubbäume im Herbst ihre Blätter abwerfen, bleibt die Stechpalme grün. Sie ist damit die einzige immergrüne heimische Laubbaumart.

In den Kölner Wäldern, besonders im Rechtsrheinischen, ist der Ilex, wie er auch genannt wird, relativ häufig anzutreffen. Dies liegt daran, dass er sich im Kölner Klima mit den milden Wintern sehr wohl fühlt. Früher waren Stechpalmen sehr selten, da sie als Schmuckgrün vor allem zur Weihnachtszeit sehr beliebt waren und immer wieder große Bestände in den Wäldern "geerntet" wurden. Dieser Raubbau führte dazu, dass die Stechpalme immer seltener wurde. Daher wurde sie bereits vor 100 Jahren regional geschützt. Später wurden alle wildwachsenden Exemplare bundesweit unter Naturschutz gestellt.

Ökologisch wertvoll sind Stechpalmen vor allem wegen ihrer leuchtend roten Beeren, die im Winter als Kraftquelle für Vögel dienen. Ganz nebenbei tragen die Vögel damit zur Verbreitung der Bäume bei, da sie die Samen wieder ausscheiden, die dann zu neuen Pflanzen heranwachsen. Interessant ist auch, dass es bei der Stechpalme eine klare Geschlechtertrennung gibt: Es gibt weibliche und männliche Bäume. Die auffälligen roten Beeren tragen nur die weiblichen Bäume.

Mit ihren dichten, stachelbewerten Blättern bietet die Stechpalme sichere Nistmöglichkeiten für Vögel. Die Blätter bilden oft regelrechte Dickichte, in denen sich Wildtiere, wie zum Beispiel Rehe oder Wildschweine, gut verstecken können und dort im Winter, wenn der Wald ansonsten kahl und durchsichtig ist, sichere Rückzugsräume finden.

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