Krisenstab empfiehlt Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum

Zur aktuellen Lage: Mit Stand heute, Freitag, 18. September 2020, 15 Uhr, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 4.300. (Vortag: 4.260) bestätigten Corona-Virus-Fall. Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 31,04. 52 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 16 auf der Intensivstation. Dem Gesundheitsamt wurde keine weitere verstorbene Person, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurde, gemeldet. Bislang sind damit 115 Kölner Bürgerinnen und Bürger, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, gestorben. Aktuell sind 369 Kölnerinnen und Kölner am Corona-Virus erkrankt.  

Rund ein Viertel der aktuell Infizierten sind Reiserückkehrer. Zudem stellt das Gesundheitsamt fest, dass Kontaktpersonen häufiger als in der Vergangenheit zu Indexfällen, also positiv Getesteten, werden. Kleinere Infektionsausbrüche gab es innerhalb mehrerer größerer Familien und bei privaten Feiern. Viele Infizierte geben bei den "Corona-Detektiven" des Gesundheitsamtes an, nicht zu wissen, wo sie sich angesteckt haben könnten.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker appelliert:

Es ist wichtig, dass infizierte Bürgerinnen und Bürger dem Gesundheitsamt vollständige Angaben machen, wo sie sich aufgehalten haben. Nur so können wir Infektionsherde lokalisieren und eine Ausbreitung des Virus eindämmen. Wer unvollständige oder bewusst falsche Angaben macht, gefährdet alle

Seit dem 25. Februar wurden in Köln bis einschließlich 15. September 2020 282.814 Covid-19-Tests durchgeführt, 4.492 mit positivem Befund (1,59 Prozent).  

Infektionsfälle in Schulen und Kitas  

Aktuell gibt es an 29 Schulen 35 infizierte Schülerinnen und Schüler sowie an acht Schulen neun infizierte Mitarbeitende. Des Weiteren gibt es in einer Kita ein infiziertes Kind, in fünf Kitas fünf Mitarbeitende. Insgesamt 800 Kontaktpersonen stehen derzeit unter Quarantäne. In Köln gibt es insgesamt 297 Schulen mit 152.049 Schülerinnen und Schülern, 685 Kitas mit 41.986 Kita-Kindern und 918 Tagespflegepersonen beziehungsweise Großtagespflegestellen, die 3.397 Kinder betreuen.  

Angesichts der steigenden Infektionszahlen hat der Krisenstab heute beschlossen, eine Empfehlung auszusprechen, im öffentlichen Raum, insbesondere in Fußgängerzonen und an Orten, wo viele Menschen aufeinandertreffen, darunter in Wartschlangen vor Gaststätten oder dem Einzelhandel, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.  

Oberbürgermeisterin Henriette Reker erinnert an die nach wie vor geltenden Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum und kündigt an, das Ordnungsamt werde deren Einhaltung wieder verstärkt kontrollieren.  

Stadt erweitert ihr Testangebot am Flughafen  

Für Reiserückkehrende aus Nicht-Risikogebieten gibt es seit Inkrafttreten der neuen Corona-Testverordnung keine kostenlose Testmöglichkeit mehr. Sie können sich jedoch kostenpflichtig testen lassen: in den Praxen der niedergelassenen Ärzte, mit Überweisung des Hausarztes direkt in den Laboren und in den Infektionsschutzzentren, die die Stadt Köln am Flughafen Köln/Bonn und am Hauptbahnhof betreibt.  

Eine Quarantäne- und Testpflicht gilt für einreisende Personen, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten 14 Tagen vor der Einreise in einem vom Robert Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben.

Sie haben Anspruch auf einen kostenlosen Test und können diesen innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise machen lassen: in den Praxen der niedergelassenen Ärzte, mit Überweisung des Hausarztes direkt in den Laboren und in den städtischen Infektionsschutzzentren am Flughafen Köln/Bonn, am Hauptbahnhof und im Gesundheitsamt am Neumarkt.  

Die Quarantäne- und Testpflicht gilt auch für Kinder. Bei Säuglingen empfiehlt das Gesundheitsamt eine Testung beim Kinderarzt. Rückkehrer können sich auch bereits vor Rückreise nach Deutschland im Ausland testen lassen, frühestens 48 Stunden vor Ankunft in Deutschland. Erst wenn ein negatives Testergebnis vorliegt, darf die für die Dauer von 14 Tagen vorgeschriebene häusliche Quarantäne vorzeitig beendet werden.  

Das städtische Testzentrum am Flughafen Köln/Bonn ist täglich rund um die Uhr geöffnet, das städtische Testzentrum am Hauptbahnhof täglich von 7 bis 23 Uhr und das Infektionsschutzzentrum im Gesundheitsamt am Neumarkt (Zugang nur für Rückkehrende aus Risikogebieten und Angehörige kritischer Infrastrukturen) von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr.  

Nähere Informationen sind unter www.corona.koeln unter dem Stichwort "Ein- und Rückreise aus dem Ausland" abrufbar.  

Gesundheitsamt empfiehlt regelmäßiges Lüften bei weit geöffnetem Fenster  

Angesichts der kühleren Witterung wird sich das gesellschaftliche Leben in den kommenden Wochen wieder vermehrt in Innenräume verlagern. Das Gesundheitsamt rät, Innenräume im Sinne des Infektionsschutzes über weit geöffnete Fenster regelmäßig für mindestens 15 Minuten zu lüften. Dr. Johannes Nießen, Leiter des Gesundheitsamtes, betont:

Bei weit geöffneten Fenstern – ideal ist eine Querlüftung – regelmäßig frische Luft in den Innenraum strömen zu lassen, ist eine der wirksamsten Methoden, potenziell virushaltige Aerosole aus Innenräumen zu entfernen. 

Hygiene- und Infektionsschutzregeln für Martinszüge  

Damit Sankt-Martins-Umzüge auch während der Pandemie stattfinden können, hat die Stadt Köln mit der Polizei Köln eine Handreichung für Grundschulen, Kindertagesstätten und Vereine erarbeitet: https://www.stadt-koeln.de/service/produkt/sankt-martins-umzuege-und-martinsfeuer .  

Alle wichtigen Informationen und tagesaktuelle Zahlen sind im Internet abrufbar

Unter www.corona.koeln hat die Stadt Köln die wichtigsten Informationen zum Corona-Virus zusammengestellt und verlinkt auf weitere Informationsseiten. Dort werden täglich, auch am Wochenende, aktuelle Zahlen zu Indexfällen, Verstorbenen und aus der Quarantäne Entlassenen sowie Patienten im Krankenhaus veröffentlicht. Das Bürgertelefon der Stadt Köln beantwortet allgemeine Fragen zum Thema Corona-Virus unter der Servicerufnummer 0221 / 221-33500. Es ist montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr erreichbar.    

Informationen zur Ausweisung internationaler Risikogebiete durch das Auswärtige Amt, BMG und BMI Sankt-Martins-Umzüge und Martinsfeuer Corona-Virus Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit