Höhere Investitionen über erweitertes GU/TU-Paket

Die Stadtverwaltung arbeitet weiter mit höchster Priorität daran, zusätzliche Schulplätze zu schaffen und den Schulbau zu beschleunigen. Dafür soll das im April 2017 vom Rat der Stadt Köln beschlossene Sonderprogramm, Schulbauprojekte mit Hilfe von General- oder Totalunternehmern (GU/TU) zu bauen, jetzt erweitert und aktuellen Anforderungen und Marktbedingungen angepasst werden. Hierfür legt die Verwaltung dem Rat eine umfassende Beschlussvorlage vor. Das ursprüngliche Paket beinhaltete 15 Schulbaumaßnahmen mit einem Investitionsvolumen in Höhe von bis zu 340 Millionen Euro.  

Das aktualisierte TU-/GU-Schulbaumaßnahmenpaket sieht eine Erweiterung auf 22 Maßnahmen an elf Standorten für ein Gesamtinvestitionsvolumen von bis zu 520 Millionen Euro vor. In dem vorgeschlagenen Gesamtinvestitionsvolumen ist der bereits beauftragte Erweiterungsbau für das Hildegard-von-Bingen-Gymnasium in Höhe von 39,2 Millionen Euro berücksichtigt.

 

I Alte Wallgasse (Königin-Luise-Schule, Städtisches Gymnasium)

Maßnahme 1: Generalinstandsetzung Schulgebäude ohne Pädagogisches Zentrum und Turnhalle

Maßnahme 2: Interim als Ersatz für Interim auf Grundstück Palmstraße

Maßnahme 3: Erweiterungsbau um einen Zug Sekundarstufe I und einen Zug Sekundarstufe II auf dem Grundstück Palmstraße 1 (bauliche G9-Erweiterung nicht möglich)

 

II Frankstraße (igis, Integrierte Gesamtschule Innenstadt)

Maßnahme 4: Erweiterungsbau für unter anderem Aula, Mensa und Verwaltung

Maßnahme 5: Sanierung Bestand – Brandschutz, technische Ausrüstung der Gebäude und Datentechnik

Maßnahme 6: Neubau Turnhalle

 

III Severinswall (Gesamtschule Severinswall)

Maßnahme 7: Abriss und Neubau aufgrund erheblichen Sanierungsbedarfs

Maßnahme 8: Interim Sekundarstufe II im ehemaligen Rautenstrauch-Joest-Museum am Ubierring

 

IV Sürther Feld (Ernst-Moritz-Arndt-Schule, Grundschule)

Maßnahme 9: Neubau einer fünfzügigen Grundschule im Sürther Feld als Ersatz für die dreizügige Evangelische Grundschule Mainstraße

 

V Leybergstraße (Hildegard-von-Bingen-Gymnasium)

Maßnahme 10: Erweiterungsbau mit Dreifachturnhalle für den Ganztag sowie als Ersatz der bestehenden Interims-Modulbauten, die im Vorgriff auf die Zügigkeitserhöhung von drei auf vier Züge Sekundarstufe I und fünf auf sechs Züge Sekundarstufe II errichtet worden waren.

Maßnahme 11: Umnutzung Bestandsturnhalle zur Mensa und Ganztagsbereich

 

VI Zusestraße (Gymnasium Zusestraße)

Maßnahme 12: Neubau für drei Züge Sekundarstufe I, fünf Züge Sekundarstufe II mit Dreifach-Turnhalle

 

VII Neue Sandkaul (Gymnasium Neue Sandkaul)

Maßnahme 13: Erweiterungsbau städtisches Gymnasium Neue Sandkaul (als Ersatz für Interim Gymnasium Zusestraße)

 

VIII Escher Straße (Dreikönigs-Gymnasium)

Maßnahme 14: Generalinstandsetzung Hauptgebäude, inklusive Modernisierung unter neuen pädagogischen Gesichtspunkten                                  Erweiterungsbau für den Ganztag, G9-Erweiterung

Maßnahme 15: Interim Komplettauslagerung in Bürgerpark Nord; Landschaftsschutzgebiet

 

IX Kretzer Straße (Gemeinschaftsgrundschule Kretzer Straße)

Maßnahme 16: Generalinstandsetzung Turnhalle

Maßnahme 17: Erweiterungsbau zur Zügigkeitserweiterung von zwei auf drei Züge

 

X Niehler Kirchweg (Barbara-von-Sell-Berufskolleg/Edith-Stein-Realschule)

Maßnahme 18: Neubau als Ersatz für das marode Gebäude und Fertigbaueinheiten Berufskolleg (BK) und Realschule (RS), Neubau Dreifach-Sporthalle

Maßnahme 19: Generalinstandsetzung Realschule

Maßnahme 20: Interim Komplettauslagerung RS und Teilauslagerung BK in Toni-Steingass-Park

 

XI Siegburger Straße (GGS) und Auf dem Sandberg (Förderschule)

Maßnahme 21: Siegburger Straße: Neubau GGS mit Einfach-Turnhalle, zweizügig auf dem Grundstück Siegburger Straße (Auf dem Sandberg)

Maßnahme 22: Auf dem Sandberg: Neubau Erweiterungsbau Förderschule inklusive Außenanlagen auf dem Grundstück Auf dem Sandberg (logistisch nicht von der Maßnahme Siegburger Straße zu trennen)  

Die Verwaltung schlägt darüber hinaus vor, das bisherige Verfahren für das GU/TU-Paket dahingehend zu beschleunigen, dass auf eine erneute Vorlage in den Gremien verzichtet wird - sofern die Kosten nicht um mehr als 10 Prozent überschritten werden. Die aufgrund öffentlich-rechtlicher Bestimmungen erforderliche Gremienbeteiligung, etwa im Bereich Naturschutzrechtes, bliebe davon unberührt.  

Über das erweiterte GU/TU-Paket soll der Rat am 9. Juli 2019 abstimmen.  

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit