Lediglich präventiver Sicherheitszuschlag zusätzlich eingeplant

Die formelle Erhöhung der Gesamtprojektkosten für den Neubau des Historischen Archivs basiert nur auf der Einplanung eines präventiven Sicherheitszuschlages von zehn Prozent der Baukosten. Zu diesem Verfahren hatte der Projektsteuerer der Stadt Köln geraten. Ohne diesen neuen Zuschlag wird der Kostenrahmen exakt eingehalten, bzw. sogar geringfügig unterschritten. Darauf hat heute die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln hingewiesen. Insgesamt belaufen sich die Baukosten auf nach wie vor auf 75,9 Millionen Euro, der präventive Sicherheitszuschlag auf 7,6 Millionen Euro und die Einrichtungskosten auf weitere 6,5 Millionen Euro, in der Summe auf 90,1 Millionen Euro Gesamtprojektkosten.  

Der Rat hat die Verwaltung am 18. Juli 2013 mit der Weiterplanung des Neubaus für das Historischen Archiv und das Rheinische Bildarchiv beauftragt. Diesem Beschluss lag eine Kostenschätzung zu Grunde, die sich auf 76,331 Mio. Euro belief. Es handelt sich dabei um die Gesamtbaukosten (brutto), die auch die Regalanlagen für die Magazine des Archivs beinhalten. Für das bewegliche Mobiliar der beiden Nutzereinrichtungen waren seinerzeit zusätzlich 6,566 Mio. Euro veranschlagt.

Auf der Grundlage dieses Beschlusses wurde die Planung des Neubaus weitergeführt. Inzwischen ist die Entwurfsplanung mit der Kostenberechnung abgeschlossen. Die Verwaltung hat dem Rat aus der Erfahrung mit anderen Großprojekten vorgeschlagen, einen Risikozuschlag in Höhe von 10 Prozent einzuplanen. Es handelt sich hier nicht um eine Kostenerhöhung, sondern lediglich um einen Risikozuschlag für nicht vorhersehbare und damit auch heute nicht steuerbare Ereignisse, die nicht im Einflussbereich der Planung liegen (z.B. Baugrund, Witterung, Vergaberisiken etc.). Der Projektsteuerer hat hierzu eine Bewertung mit detaillierter Auflistung der möglichen Risiken erstellt. Die Steigerung des Baupreisindexes ist bereits in den Gesamtkosten berücksichtigt. Die Erfahrung aus anderen Großprojekten, wie z.B. der Sanierung der Bühnen zeigt, dass ein solcher Zuschlag sinnvoll ist.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit