In Fachgesprächen über den Stand der Planung im Innenstadtbereich informiert

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Das Foto zeigt stehend den Beigeordneten für Mobilität der Stadt Köln, Ascan Egerer, der die regelmäßig stattfindenden Fachgespräche leitet.

Am Mittwoch, 16. November, und Freitag, 18. November 2022, sind im Stadthaus Deutz erneut mehr als 30 Personen aus den Bereichen Mobilität, Wirtschaft und der organisierten Stadtgesellschaft zusammengekommen, um sich über die geplante Kapazitätserweiterung auf der Ost-West-Achse zu informieren. Im Zentrum stand die Vorentwurfsplanung der Stadtbahnlinie 1 für die oberirdische Planungsalternative in der Innenstadt. Diese wird von der Stadtverwaltung parallel und gleichberechtigt zu einer Tunnellösung geplant. Zu den Fachgesprächen hatte die Projektgruppe der Stadtverwaltung gemeinsam mit Vertreter*innen der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) eingeladen.  

Im Rahmen der Fachgespräche erläuterten die Projektverantwortlichen den möglichen oberirdischen Verlauf der Stadtbahn in der Innenstadt und die Auswirkungen auf die übrigen innerstädtischen Verkehrsanlagen. Die zukünftige Gestaltung entlang der Strecke, beispielsweise die Detailplanung von Plätzen, erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.  

In einer anschließenden Dialogrunde wurden Fragen der Teilnehmenden beantwortet und Anmerkungen aufgenommen. Am 18. November fand ergänzend dazu ein Themenmarkt statt. An vier Stationen stellten die Projektgruppe und Vertreter*innen der KVB den aktuellen Planungsstand von jeweils zwei der insgesamt acht Planungsabschnitte vor. Die Teilnehmenden tauschten sich hierüber mit den Expert*innen aus und brachten ihre Ideen und ihre Kritik zur Planung ein. Dabei ging es unter anderem um die Veränderungen im Verkehrsfluss, den Liefer- und Durchgangsverkehr für einzelne Bereiche und Viertel, den Radverkehr, das Gewährleisten der Barrierefreiheit und Fragen zur Stadtentwicklung, insbesondere am Heumarkt und Neumarkt.  

Die Fachgespräche folgten auf die dritte Sitzung des politischen Begleitgremiums zur Ost-West-Achse vom 28. Oktober 2022. Das Format findet bis zum Variantenentscheid durch den Rat der Stadt Köln regelmäßig statt. Die nächsten Sitzungen sind für das Frühjahr 2023 geplant. Die Erarbeitung der unterirdischen Projektalternative benötigt mehr Zeit, da parallel zur Tunnellösung nicht nur die Haltestellen, sondern zudem die Verkehrsanlagen an der Oberfläche geplant werden müssen. Aus diesem Grund kann erst im zweiten Quartal 2023 über den Stand dieser Planung informiert werden. Da beide Projektalternativen gleichwertig behandelt werden, beginnt die Projektgruppe erst im Anschluss daran mit dem Vergleich beider Alternativen. Für den Vergleich wird zuvor ein fundierter Kriterienkatalog entwickelt. Im Ergebnis entsteht so eine solide Grundlage für die Entscheidung über die ober- beziehungsweise unterirdische Alternative durch den Rat der Stadt Köln.

Vorgehen bei der Planung der oberirdischen Alternative

Der Innenstadtbereich der Ost-West-Achse umfasst acht Planungsabschnitte zwischen Aachener Weiher und Deutzer Brücke: Aachener Weiher, Moltkestraße, Richard-Wagner-Straße, Rudolfplatz, Hahnenstraße, Neumarkt, Cäcilienstraße und Heumarkt inklusive der vier Haltestellen Moltkestraße, Rudolfplatz, Neumarkt und Heumarkt.   Pro Abschnitt werden Konzepte entwickelt, wie die Verkehrswege für alle Verkehrsteilnehmenden gestaltet werden können.

Dazu wird der öffentliche Raum in der gesamten Breite von Hauswand zu Hauswand berücksichtigt. Die verschiedenen Varianten werden je Abschnitt mithilfe eines umfangreichen Kriterienkatalogs bewertet. Betrachtet werden hierbei zum Beispiel die verkehrlichen Bedingungen, die Verkehrssicherheit, städtebauliche Aspekte und die Auswirkungen auf die Umwelt. Anhand der Bewertungen wird jeweils eine Vorzugsvariante bestimmt. Die Vorzugsvarianten für die acht Planungsbereiche ergeben zusammen die oberirdische Projektalternative.  

Über das Projekt "Kapazitätserweiterung auf der Ost-West-Achse"

Das Bauvorhaben "Kapazitätserweiterung auf der Ost-West-Achse" ist ein Großprojekt mit wesentlicher Bedeutung für den ÖPNV, die Verkehrswende sowie die Entwicklung der Kölner Innenstadt. Dabei planen die Kölner Stadtverwaltung und die KVB die Infrastruktur für eine leistungsfähigere Linie 1. Das betrifft insgesamt 34 Haltestellen, an denen künftig längere Züge eingesetzt werden. Diese sind 90 statt 60 Meter lang und können rund 50 Prozent mehr Fahrgäste aufnehmen. Dafür werden fast alle Haltestellen der Linie 1 umgebaut und die Bahnsteige verlängert. Drei Haltestellen auf der Strecke müssen nicht angepasst werden. Sie sind nicht Teil des Projekts ("Deutzer Freiheit", "Bahnhof Deutz/Messe" und "Höhenberg Frankfurter Straße").  

Auftraggeberinnen sind die Stadt Köln und die KVB. Die ämterübergreifende "Projektgruppe Ost-West-Achse" betreut das Projekt. Sie besteht aus Mitarbeitenden des Amtes für Straßen und Radwegebau sowie des Amtes für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau. Die Projektgruppe arbeitet eng mit den KVB zusammen. Innerhalb des Projekts gibt es einzelne Teilprojektleitungen. So verantwortet die KVB den rechtsrheinischen Ausbau inklusive der Haltestellen im Bestandstunnel. Die beiden städtischen Ämter sind für die linksrheinische Planung verantwortlich.

Kapazitätserweiterung auf der Ost-West-Achse
Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit