Stadt Köln erstattet Anzeige und intensiviert nächtliche Patrouillen-Gänge

Der Neubau des Historischen Archivs und Rheinischen Bildarchivs am Eifelwall in der Kölner Südstadt wird trotz permanenter Bewachung der Baustelle durch mehrere Fälle von Vandalismus gestört. In den vergangenen Wochen wurden in einer der Technikzentralen Kupferrohre der fertig installierten Heizungsanlage herausgerissen, Leitungen der Druckluftzentrale zerstört und in einem der Magazinflure und in den Magazinräumen wurde auf dem fertigen Estrichboden mutwillig Öl verschüttet.  

Solche Vorfälle stören den Baubetrieb erheblich. Die Firmen melden Behinderungen an, die Bauzeit verzögert sich und es entstehen Mehrkosten. Das genaue Ausmaß wird derzeit noch ermittelt. Alle mutwilligen Beschädigungen wurden polizeilich zur Anzeige gebracht und die Zahl auch der nächtlichen Patrouillen-Gänge noch weiter intensiviert.  

Auf der Baustelle Eifelwall gibt es seit September 2018 eine Zutrittskontrolle, welche seit Oktober 2019 durch eine permanente Zwei-Mann Besetzung verstärkt wird. Der Rohbau des Neubaus ist inzwischen abgenommen und die Fassade der Mantelbebauung fertiggestellt. Auch die Fassade des so genannten "Schatzhauses" inmitten der Mantelbebauung geht seiner Fertigstellung entgegen. Der Aufbau der Rollregalanlagen im Gebäude ist annähernd abgeschlossen. Der Innenausbau ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass man sich die in naher Zukunft fertig gestellten Räume schon gut vorstellen kann.  

Am Eifelwall errichtet die Stadt Köln Europas modernstes kommunales Archiv, in dem das Historische Archiv der Stadt Köln und das Rheinische Bildarchiv ihren neuen Platz finden. Bauherrin ist die städtische Gebäudewirtschaft. Gebaut wird nach den Plänen des Architekturbüros Waechter + Waechter Architekten aus Darmstadt eine dreigeschossige Mantelbebauung, in deren Mitte sich das so genannte Schatzhaus erhebt, das mit seinen Magazinen die Archivalien und Fotografien schützt. Auf einer Gesamtfläche von rund 22.580 Quadratmetern stehen rund 50 Regalkilometer und 460 Planschränke für das Archivgut zur Verfügung. Das Rheinische Bildarchiv bekommt weitere 2,2 Regalkilometer Lagerfläche. Der Neubau bietet gleichzeitig rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hochfunktionale Arbeitsplätze. Im Lesesaal und angrenzenden Räumen stehen 45 Plätze für die Arbeit mit Archivgut zur Verfügung. Der Neubau Historisches Archiv und Rheinisches Bildarchiv ist aktuell mit Gesamtkosten von rund 75,9 Millionen Euro (zuzüglich zehn Prozent Risikoreserve) veranschlagt.    

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit