Zentrale Ergebnisse des Leitbildprozesses wurden im Antoniterquartier vorgestellt

© Sabine Große-Wortmann
Abschlussveranstaltung im Antoniterquartier: v.l.n.r. Dr. Frank Wenzel (Geschäftsführung Aachener Grundvermögen), Dr. Manfred Janssen (Geschäftsführer KölnBusiness Wirtschaftsförderung), Jens Nußbaum (Projektleiter Stadt + Handel), Petra Voßebürger (Moderatorin IKU_DIE DIALOGGESTALTER), Annett Polster (Geschäftsführung Stadtmarketing Köln e.V.) und Andree Haack (Beigeordneter für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Digitalisierung und Regionales der Stadt Köln)

Die Ergebnisse des Leitbildprozesses für die Handelslagen Hohe Straße/Schildergasse haben die am Prozess beteiligten Akteur*innen am Dienstag, 13. September 2022, bei einer Abschlussveranstaltung im Antoniterquartier präsentiert und im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutiert. Zu den Projektpartner*innen der Stadt Köln zählen die KölnBusiness Wirtschaftsförderungs GmbH, die IHK Köln, der Verein Stadtmarketing Köln sowie verschiedene Immobilieneigentümer*innen aus Schildergasse und Hohe Straße.

Mir ist besonders wichtig, dass die Veranstaltung nicht als Projektabschluss zu verstehen ist, sondern vielmehr als Auftakt der umsetzungsorientierten Weiterentwicklung der Innenstadt im Rahmen der vorgestellten Zukunftsvisionen für die beiden zentralen Straßenzüge,

betonte Andree Haack, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Digitalisierung und Regionales der Stadt Köln.

Positionierung der Schildergasse und Hohe Straße
Die Stadt Köln hat Anfang des Jahres 2021 das Büro "Stadt + Handel" mit einem Leitbildprozess für die Kölner Handelslagen beauftragt. Ziel des Prozesses ist es, die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse sowie deren Umfeld über die Entwicklung eines gemeinsam durch die innerstädtischen Akteur*innen getragenes Leitbild zu profilieren und somit gemeinsam einen Entwicklungsrahmen für die zukünftige Positionierung der Innenstadt zu definieren.

Den genannten Handelslagen fehlt ein eigenständiges Gesicht – eine Positionierung. Ohne diese werden sie zukünftig an Bedeutung verlieren. Die Aufgabe des Leitbilds ist es daher, den Handelslagen wieder ein klares Profil zu geben, das die Neugier der Passant*innen weckt und den Besuch zum Erlebnis macht. Die Kölner City bietet bereits interessant gestaltete und profilierte Quartiere. Während sich in der Ehrenstraße trendorientierte Marken aneinanderreihen, finden die Besucher*innen der Mittelstraße ein hochwertiges Angebot in einem niveauvollen Ambiente wieder. Um den Besuch der Kölner City attraktiv zu gestalten, müssen daher Verknüpfungen von den Handelslagen zu den umliegenden interessanten Quartieren im Umfeld geschaffen werden. Mithilfe des Leitbildprozesses soll den genannten Herausforderungen der Kölner Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse und deren Umfeld begegnet werden.

Zwei Straßen – sechs Quartiere
Im Rahmen der erarbeiteten Vision werden sich die beiden Handelslagen perspektivisch aus sechs unterschiedlichen Quartieren zusammensetzen. Mit der Quartiersprofilierung soll den Kölner Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse wieder ein Gesicht gegeben werden, indem Alleinstellungsmerkmale und individuelle Charakteristika gefördert werden. Durch die Profilierung entwickeln sich die Handelslagen zu vielseitig ausgestalteten Straßenzügen, wobei jedes Quartier seine eigenen, individuellen Besonderheiten aufweist und demnach auch jeweils unterschiedliche Zielgruppen anspricht. Uniformität und Auswechselbarkeit sind folglich keine Eigenschaften mehr, mit welchen die Handelslagen in Verbindung gebracht werden. Die unterschiedlich ausgestalteten Quartiere schaffen einen gesamtheitlichen Mehrwert für einen Innenstadtbesuch mit Erlebniswert. Neben den kleinteiligen und quartiersspezifischen Zielstellungen und Empfehlungen wird zudem auf Ebene der gesamtbetrachteten Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse ein übergeordnetes Zielprofil mit entsprechender Messbarmachung erarbeitet.

Profilierungsziele der Kölner Handelslagen
Folgende Profilierungsziele sind im Rahmen des Leitbildprozesses erarbeitet worden:

  • Die Handelslagen erstrecken sich zwischen den beiden Polen Dom/Wallrafplatz und Neumarkt. Der Kreuzungsbereich der Handelslagen bildet dabei als Zwischenstopp einen attraktiven Aufenthaltsort.
  • Die Kölner Handelslagen erhöhen ihre Strahlkraft insbesondere hinsichtlich des spezialisierten Einzelhandels, diverser gastronomischer Angebote sowie in Bezug auf öffentliche, kulturelle und freizeitorientierte Einrichtungen.
  • Durch verschiedene Handelsschwerpunkte, gastronomische Angebote und weitere Nutzungsmöglichkeiten (zum Beispiel kulturelle Highlights, Freizeiteinrichtungen) ergibt sich eine breite Nutzungsvielfalt.
  • Innerhalb der Handelslagen sind verschiedene Quartiere auskristallisiert, die jeweils einen eigenständigen und besonderen Charakter aufweisen.
  • Über digitale Angebote und weitere Marketingaktivitäten sind die Besonderheiten und Angebote für Jedermann gut sichtbar.
  • Die Handelslagen sind sowohl tagsüber als auch in den Abendstunden durch Handel, Wohnnutzungen in den Obergeschossen, Gastronomiebetriebe sowie freizeitbezogene und servicebezogene Angebote belebt.
  • Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung sind sichergestellt und gewährleisten eine gute Aufenthaltsqualität.
  • Eine zentrale Koordinierungsstelle steuert sämtliche Entwicklungen und Aktionen in den Handelslagen.

Um die Profilierungsziele zu erreichen und praktisch umsetzen zu können, werden Handlungsempfehlungen erarbeitet und in einem Bericht den politischen Gremien der Stadt Köln vorgelegt.

Weitere Informationen sind hier abrufbar.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit