Initiative "Durchstarten in Ausbildung und Arbeit" für junge Geflüchtete startet

Mit der Initiative "Durchstarten in Ausbildung und Arbeit" hat das Land NRW ein Programm für junge geflüchtete Menschen ins Leben gerufen, die keinen oder einen nur sehr eingeschränkten Zugang zu Förderungen der Regelsysteme wie SGB-II ("Hartz-IV") oder zu Integrationskursen haben. Mit dem jetzt vorliegenden Fördermittelbescheid können sie ab Anfang September erstmals an Angeboten zur Integration in Arbeit und Ausbildung teilnehmen. Diese gehen auf die jeweilige persönliche Situation der Jugendlichen ein, um so geeignete Perspektiven für ihren weiteren Lebensweg zu eröffnen. Mit insgesamt sechs Förderbausteinen können die Bildungs-, Ausbildungs- und Qualifizierungschancen der jungen Menschen nun bedarfsorientiert und passgenau gestaltet werden.

Hierbei handelt es sich im Einzelnen um:

  1. Jobcoaching
  2. Berufsbegleitende Qualifizierung (durch das BAMF)
  3. Nachholen des Hauptschulabschlusses
  4. Schul-, ausbildungs- und berufsvorbereitende Kurse sowie Jugendintegrationskurse
  5. Innovationsfonds (werden durch das Land NRW an einzelne Kölner Institutionen vergeben)
  6. Teilhabemanagement (läuft seit März 2020)

Bei der Realisierung der Angebote arbeitet die Stadt Köln seit Beginn der Planungen eng mit Partnern aus der Kölner Stadtgesellschaft zusammen, die intensive Erfahrungen mit der Zielgruppe gesammelt haben und seit Jahren in der Kölner Träger-Landschaft etabliert sind. Aus den Ergebnissen intensiver Abstimmungen hat die Stadtverwaltung ein Gesamtkonzept entwickelt und mit den Partnern diskutiert und abgestimmt.

Wir konnten mehr als 20 Träger der freien Wohlfahrtspflege mit ihren besonderen Kompetenzen für diese Angebote gewinnen,

freut sich die Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, Susanne Kremer-Buttkereit:

Gemeinsam haben wir in Köln den Rahmen für alle Bausteine der Initiative geschaffen und freuen uns sehr darauf, nun im September loslegen zu können.

Hans Oster, Leiter des Amtes für Integration und Vielfalt und in der Geschäftsführung des Landesprogramms in Köln, erläutert:

In unserer Stadt haben die Landesinitiative und damit auch die jungen Kölnerinnen und Kölner, für die aufgrund ihres Aufenthaltsstatus kaum Zugang zu Angeboten der Arbeitsmarktintegration besteht, eine starke Lobby. Es freut mich sehr, dass das Land auf die durch Covid-19 entstandenen Verzögerungen reagiert und die Projektlaufzeit bis zum 31. Dezember 2022 verlängert hat. Trotz der schwierigen Planungssituation in Zeiten der Corona-Pandemie haben wir uns mit unseren Partnern gut aufgestellt und sind startklar.

Das Gesamtbudget für die ersten vier Bausteine der Landesinitiative mit einer geplanten Projektlaufzeit vom 1. September 2020 bis zum 31. Dezember 2022 beläuft sich auf rund 2,95 Millionen Euro. Der städtische Eigenanteil liegt mit 20 Prozent dieser Summe bei rund 600.000 Euro.

Der Rat der Stadt Köln hatte bereits in seiner Sitzung vom 26. März 2020 die Umsetzung der Maßnahmen beschlossen. Gleiches gilt für den Baustein 6 der Initiative, das Teilhabemanagement (Ratsbeschluss vom 7. November 2019). Die hierfür notwendigen Stellen konnten zwischenzeitlich besetzt werden und ihre Arbeit aufnehmen. Es handelt sich um vier bei Trägern der Wohlfahrtspflege angebundene Beratungsstellen und eine Koordinierungsstelle bei der Stadtverwaltung.

In Köln gehören rund 1.050 Menschen mit Duldungsstatus und weitere 700 Menschen mit einer Aufenthaltsgestattung zur Zielgruppe der Landesinitiative.

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