Oberbürgermeisterin Henriette Reker betont Verbundenheit

Am 12. Mai 1965, zwanzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust, tauschten Vertreter der Bundesrepublik Deutschland und des Staates Israel Briefe zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern aus. Vorausgegangen war auf beiden Seiten ein zähes Ringen um die Wiedergutmachung Deutschlands am israelischen Volk. Mit dem Bekenntnis des damaligen Bundeskanzlers Konrad Adenauer vor dem Deutschen Bundestag zu Schuld und Verantwortung des deutschen Volks an den NS-Verbrechen sowie der prinzipiellen Verpflichtung gegenüber Israel und dem jüdischen Volk im September 1951 wurde der Grundstein für eine wechselseitige Annährung gelegt.

Diesem Bekenntnis folgte 1952 das Luxemburger Abkommen zu den Reparationsleistungen Deutschlands an Israel. Nur ein Jahr später nahm in Köln – als Vorläuferin der späteren offiziellen Botschaft – die erste Mission des Staates Israel in Deutschland ihre Arbeit auf. Bereits fünf Jahre vorher hatten Köln und Tel Aviv mit dem Jugend- und Schüleraustausch erste freundschaftliche Bande geschlossen, aus der 1979 die Städtepartnerschaft hervorging.

Heute erinnern wir uns mit großer Dankbarkeit an die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel vor 55 Jahren. Seitdem hat sich das Verhältnis zwischen beiden Staaten sowohl auf offizieller Ebene als auch im zivilgesellschaftlichen Miteinander stetig freundschaftlich weiterentwickelt und vertieft. Daran festzuhalten und wachsendem Antisemitismus Einhalt zu gebieten, ist und bleibt eine wichtige Aufgabe und dauerhafte Verpflichtung

betont Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Die Feierlichkeiten, mit denen wir im kommenden Jahr in Köln und bundesweit 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland würdigen werden, wird eine weitere hervorragende Gelegenheit bieten, die enge Freundschaft Kölns zum jüdischen Volk und zu Israel zu unterstreichen.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit