Seelische Gesundheit und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im Fokus

Im Jahr 2000 wurde sie ins Leben gerufen, die Kommunale Gesundheitskonferenz – kurz "KGK". Inzwischen hat sie sich zu einem lebhaften Forum von Akteuren und Entscheidungsträgern des Gesundheitswesens in Köln entwickelt. Aktuelle gesundheitliche Themen werden bei der KGK mit dem Ziel aufgegriffen, die gesundheitliche Situation der Kölner Bevölkerung durch ein abgestimmtes Vorgehen zu verbessern. Bei der 30. Sitzung der KGK ging es jetzt schwerpunktmäßig um die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sowie um die Reform des kassenärztlichen Notdienstes in Köln. Zudem wird zukünftig unter dem Dach der KGK die Arbeitsgruppe Kinder- und Jugendpsychiatrische und psychosoziale Versorgung von Kindern und Jugendlichen mitarbeiten.

Zwei Mal jährlich tagt die Kommunale Gesundheitskonferenz. Dabei sitzen Kommunalpolitikerinnen und - politiker gemeinsam am Tisch mit Vertreterinnen und Vertretern von städtischen Ämtern, Krankenkassen, Institutionen der Gesundheitsversorgung wie etwa der Ärzte- und Apothekenkammer, Selbsthilfegruppen, freien Wohlfahrtsverbänden sowie vielen weiteren Einrichtungen der Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung.  

Eine wesentliche Rolle spielen auch Expertenrunden, die als Arbeitsgruppen der KGK aus Mitgliedern und externen Fachleuten zu gesundheitlichen Schwerpunkten gebildet werden und die KGK inhaltlich unterstützen. Aktuell gibt es Arbeitsgruppen zu den Themen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, Migration und Gesundheit, Ess-Störungen, Gesundheit im Alter, Überleitungsmanagement zwischen ambulanter und stationärer Versorgung, Krankenhausplanung und Selbsthilfe. Die Geschäftsführung der KGK liegt beim Gesundheitsamt der Stadt Köln.  

Die KGK hat in den vergangenen Jahren entscheidende Impulse für die gesundheitliche Situation in Köln gesetzt. So wurden vor dem Hintergrund des demografischen Wandels von der Arbeitsgruppe Gesundheit im Alter "Gesundheitsziele und Handlungsempfehlungen für ein gesundes Altern in Köln" erarbeitet. Im Rahmen eines Gesundheitsberichts wurden diese im Jahr 2013 dem Gesundheitsausschuss des Rats vorgelegt. Einen Schwerpunkt stellt dabei die Gesundheitsförderung durch Bewegung dar, die bereits in Projekten wie "Gesund & mobil – fit für 100" vom Gesundheitsamt in Kooperation mit der Sporthochschule umgesetzt wurde. Köln wurde als selbsthilfefreundliche Stadt gestärkt. Der „Selbsthilfebeirat“, Arbeitsgruppe der KGK für gesundheitliche Selbsthilfe, entwickelte einen Leitfaden zur Selbsthilfeförderung. Dadurch werden die zahlreichen ehrenamtlichen Aktivitäten organisatorisch unterstützt und ein wesentlicher Beitrag zur Realisierung von Selbsthilfegruppen geleistet.  

Die KGK trägt laufend zur Gesundheitsinformation der Kölner Bevölkerung bei, beispielsweise anhand von Broschüren wie dem "Kölner Gesundheitswegweiser für Migrantinnen und Migranten". Mehr als ein Drittel der Menschen in Köln verfügen über einen Migrationshintergrund. Sprachbarrieren und unzureichende Kenntnisse des deutschen Gesundheitswesens können für Migrantinnen und Migranten den Zugang zu den vorhandenen Präventions- und Versorgungsangeboten erschweren. Über diese Angebote gibt der Gesundheitswegweiser einen Überblick und weist auf entsprechende Sprachkenntnisse der Anbietenden hin. Der Wegweiser trifft auf eine rege Nachfrage, insbesondere bei Multiplikatoren sowie Beratungseinrichtungen. Erschienen ist er erstmals 1995. Der Wegweiser wird laufend durch die Arbeitsgruppe der KGK, Migration und Gesundheit, überarbeitet.  

Neben den gesundheitlichen Themen, die einer kontinuierlichen Koordination bedürfen, wie die Krankenhausplanung und Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, ergeben sich laufend neue Herausforderungen für das Gesundheitswesen durch gesellschaftliche Veränderungen. Große Herausforderungen sind beispielsweise die Zuwanderung von Flüchtlingen, Personen ohne Krankenversicherungsschutz und zunehmende Altersarmut. Die Kommunale Gesundheitskonferenz wird daher auch in Zukunft gefragt sein und sich weiterhin zum Wohle der Kölnerinnen und Kölner engagieren.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit