Oberbürgermeisterin Reker gibt Empfang zum Jubiläum – Abschied von Dieter Overath

Im Juni 1992 wurde der Transfair e.V. in Köln-Sülz gegründet, der sich im vergangenen Jahr in Fairtrade Deutschland 2021 umbenannt hat. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Initiative und der Verabschiedung ihres langjährigen Vorstandsvorsitzender Dieter Overath in den Ruhestand richtet Oberbürgermeisterin Henriette Reker am Donnerstag, 25. August 2022, einen Empfang im Historischen Rathaus aus. Sie würdigt damit zudem die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Fairtrade Deutschland und der Stadt Köln.

Dieter Overath war erster Geschäftsführer und langjähriger Vorstandsvorsitzender von Fair-trade. 1992 fing er bei der "AG Kleinbauernkaffee" an, aus der sich Fairtrade Deutschland entwickelte und an dessen Entwicklung und Erfolg er maßgeblichen Anteil hat.

Fairtrade vergibt sein Siegel für Produkte wie Kaffee, Kakao, Tee, Bananen, Baumwolle, Reis, Zucker, Orangensaft, Blumen, die entsprechend den fairen Kriterien hergestellt und gehandelt werden. Fairtrade verkauft selbst keine Produkte. Für die Nutzung des Siegels werden Lizenzgebühren erhoben. Die Idee dahinter: Erzeuger wie Kleinbäuer*innen und Plantagenarbeiter*innen in den Anbauländern erhalten stabile Preise über dem Weltmarktpreis. Zusätzlich gibt es für die Partner*innen eine Fairtrade-Prämie, die vor Ort selbstständig in Projekte investiert werden kann, etwa in den Bau von Schulen. Das erste Fairtrade-Produkt in Deutschland war Kaffee.

Die Initiative zertifizierte 2011 Köln als Fairtrade-Stadt und erneuerte diese bislang alle zwei Jahre. Die Kölner Universität ist seit 2018 Fairtrade-Universität, 13 Kölner Schulen sind als Fairtrade-Schulen ausgezeichnet. Beim bundesweiten Wettbewerb "Hauptstadt des Fairen Handels" belegte Köln 2017 den ersten Platz, im vergangenen Jahr den zweiten. Alle zwei Jahre wird dieser Wettbewerb von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt/Engagement Global ausgerichtet und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert. Das Preisgeld von insgesamt 110.000 Euro investiert die Stadt in Projekte des Fairen Handels. Diese Erfolge erzielten Stadtverwaltung und engagierte Bürger*innen mit einer aktiven Steuerungsgruppe gemeinsam. Fairtrade ist Mitglied der Steuerungsgruppe.

2008 beschloss der Stadtrat, dass die Verwaltung bei Beschaffungen auf Produkte setzt, die ohne Kinderarbeit und unter Einhaltung von Sozialstandards sowie Berücksichtigung von Kriterien des Fairen Handels hergestellt werden. Seit 2014 gelten etwa faire Kriterien bei der Ausschreibung der Weihnachtsmärkte, seit 2017 wird das Catering im Rathaus mit fairen Produkten gestellt. Zudem werden seit einigen Jahren Beschäftigte des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen mit fairen Schuhen, Schutz- und Arbeitskleidung ausgestattet, und bei der Beschaffung von Spielzeug für die städtischen Kitas werden die Kriterien ebenfalls berücksichtigt.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit