Fahrradfreundliche Umgestaltung auf den Parallelachsen in der Innenstadt

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Radfahrstreifen Gereonstraße

Die Stadt Köln hat im November 2020 mit der fahrradfreundlichen Umgestaltung der Achse Magnusstraße begonnen. Im Februar 2021 folgte der Beginn für den fahrradfreundlichen Umbau der Achse Christophstraße. Mittlerweile sind die Arbeiten weit vorangeschritten und der Lückenschluss für den Radverkehr zwischen Neuehrenfeld beziehungsweise Ehrenfeld und der Innenstadt weiter Form an.

Radverkehrsfreundliche Umgestaltung

Insgesamt werden im Zuge der Umsetzung der beiden Radverkehrsachsen rund 1,8 Kilometer Straße radverkehrsfreundlich umgestaltet (Achse Christophstraße rund 950 Meter, Achse Magnusstraße etwa 850 Meter). Folgende Bausteine zur radverkehrsfreundlichen Umgestaltung kommen grundsätzlich zum Einsatz:

  • Überwiegend Herstellung eines Radfahrstreifens mit einer Breite von 2,50 Meter (beinahe ausnahmslos auf der Achse Magnusstraße; auf der Achse Christophstraße zwischen Von-Werth-Straße und Börsenplatz), abschnittsweise Herstellung eines Radschutzstreifens (Achse Christophstraße zwischen Kaiser-Wilhelm-Ring und Von-Werth-Straße sowie zwischen Börsenplatz und Marzellenstraße)
  • Herstellung vorgezogener Haltelinien und erweiterter Aufstellbereiche für den Radverkehr im Bereich signalisierter Kreuzungen
  • Ermöglichung von direktem und indirektem Linksabbiegen für den Radverkehr
  • Roteinfärbung des Radfahrstreifens in Konfliktbereichen
  • Herstellung von zusätzlichen Fahrradparkplätzen

Erneuerung der Ampelanlagen im Streckenverlauf

Im Zuge der Maßnahme führt das Amt für Verkehrsmanagement umfangreiche Arbeiten an den Ampelanlagen durch. Insgesamt wurden bislang vier von neun Ampelanlagen komplett erneuert. Zwei weitere Ampelanlagen wurden zudem bereits umgebaut sowie zwei Ampelanlage abgebaut und durch einen Zebrastreifen ersetzt.

Im Zuge der Erneuerung sind alle Masten, Signalgeber und das Steuergerät auszutauschen und die Programmierung anzupassen. Die erneuerten Ampelanlagen sind blindengerecht ausgestattet. Die neuen Signalgeber in LED-Technik sorgen für eine deutlich bessere Sichtbarkeit. Zur Überwachung und Störungserkennung übertragen die neuen Ampelanlagen alle Prozess- und Betriebsdaten über den Verkehrsrechner auch an die Verkehrsleitzentrale.

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Radfahrstreifen Gereonstraße

Sachstand Achse Christophstraße

Auf dem Straßenzug An den Dominikanern – Unter Sachsenhausen – Gereonstraße – Christophstraße soll im Rahmen einer Erneuerung von Ampelanlagen und des Rückbaus der Ampelanlage am Börsenplatz eine komfortable Verbindung für Radfahrende zwischen Dom und den Kölner Ringen entstehen. In Verlängerung über die in 2018 umgesetzte Einbahnstraßenöffnung für den Radverkehr auf der Gladbacher Straße bildet der Straßenzug die innerstädtische Fortsetzung der von den Stadtteilen Ehrenfeld/Neuehrenfeld kommenden Subbelrather Straße.

Der Sachstand der radverkehrsfreundlichen Umgestaltung der Achse Christophstraße stellt sich derzeit wie folgt dar: Mit der Ampelanlage auf dem Knotenpunkt Tunisstraße/Unter Sachsenhausen ist mittlerweile eine von vier Ampelanlagen erneuert und blindengerecht ausgestattet. Die Inbetriebnahme erfolgt nach Fertigstellung der notwendigen Deckensanierung und Markierungsarbeiten voraussichtlich Ende August. Die Ampelanlage am Börsenplatz wurde zudem im Rahmen des städtischen Programms "Alternative Betriebsformen" zugunsten eines Zebrastreifens vollständig zurückgebaut.

Zwischen Börsenplatz und Cardinalstraße wurden 2,50 Meter breite Radfahrstreifen unter Umnutzung einer Kfz-Fahrspur sowie von Parkplätzen eingerichtet. Im Bereich des Bushaltepunkts Gereonstraße wurde der Radfahrstreifen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit der Radfahrenden komplett in rot eingefärbt. In westlicher Fahrtrichtung zwischen Tunisstraße und "Kattenbug" sowie zwischen Marzellenstraße und Stolkgasse wurden 1,50 Meter breite Radschutzstreifen markiert. Der Bereich Tunisstraße/Unter Sachsenhausen wird nach erfolgter Deckensanierung markiert.

Drei Ampelanlagen im Streckenzug sind noch zu erneuern und blindengerecht auszustatten:

  • Christophstraße/Mohrenstraße
  • Christophstraße/Probsteigasse
  • Christophstraße/Von-Werth-Straße

Derzeit läuft der Umbau am Knotenpunkt Christophstraße/Mohrenstraße. Dieser soll planmäßig Ende Oktober 2021 abgeschlossen sein.

Nach Erneuerung der Ampelanlagen erfolgt sukzessive die weitere Markierung der Radverkehrsanlagen. Die komplette radverkehrsfreundliche Umgestaltung des Streckenzugs Christophstraße ist derzeit für März 2022 geplant.

Sachstand Achse Magnusstraße

Als Bindeglied zwischen der Kölner Innenstadt und der Venloer Straße nach Ehrenfeld soll mit der Magnusstraße eine weitere wichtige Ost-West-Verbindung fahrradfreundlich umgestaltet werden. Auf dieser Achse, die den Straßenzug Burgmauer – Magnusstraße – Friesenplatz umfasst, sind die Bauarbeiten schon deutlich weiter vorangeschritten.

Drei Ampelanlagen wurden bereits komplett erneuert und blindengerecht ausgestattet:

  • Magnusstraße/Albertusstraße
  • Magnusstraße/Sankt-Apern-Straße
  • Zeughausstraße/Mohrenstraße/Auf dem Berlich

Zwei Ampelanlagen wurden bereits umgebaut und in Betrieb genommen:

  • Hohenzollernring/Friesenplatz/Magnusstraße
  • Magnusstraße/Friesenwall

Die Ampelanlage an der Einmündung Burgmauer/Appellhofplatz (Verlängerung Neven-DuMont-Straße) wurde im Rahmen des städtischen Programms "Alternative Betriebsformen" zugunsten eines Zebrastreifens vollständig zurückgebaut.

Die Ampelerneuerung an der "Alte Wallgasse" erfolgt unter anderem aufgrund des Schulneubaus zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Arbeiten am Knotenpunkt Venloer Straße/Friesenplatz/Kamekestraße beginnen zeitnah. Hierbei wird im Rahmen der Ampelerneuerung zur Verbesserung der Verkehrssicherheit des Fuß- und Radverkehrs der freilaufende Rechtsabbieger aus der Limburger Straße in die Signalisierung eingebunden. Nach Abschluss der Arbeiten – voraussichtlich bis Ende des Jahres – wäre der Lückenschluss zwischen Hohenzollernring und Venloer Straße erfolgt. Zudem werden hierbei die Bedingungen für den Radverkehr verbessert. So wird beispielsweise die Einfahrt in die Limburger Straße durch die Markierung eines Radfahrstreifens ermöglicht und somit die Einbahnstraße in Gegenrichtung für den Radverkehr geöffnet.

Schon jetzt ist weitgehend auf der gesamten Strecke zwischen Appellhofplatz (Verlängerung Neven-DuMont-Straße) und Kölner Ringen ein 2,50 Meter breiter Radfahrstreifen anstelle einer Kfz-Fahrspur eingerichtet. Lediglich am Friesenwall und im Bereich "Am Römerturm" muss noch eine Fahrbahndeckensanierung erfolgen. Anschließend finden die endgültigen Markierungsarbeiten statt. Diese Arbeiten sind voraussichtlich bis Mitte September abgeschlossen.

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Grafik Übersicht Sachstand RVKI-Achsen

Zum Hintergrund

Die Maßnahmen "Magnusstraße" und "Christophstraße" wurden mit dem Radverkehrskonzept Innenstadt und als separate Vorlage zur konkreten Maßnahmenumsetzung vom Rat der Stadt Köln beschlossen und bilden die innerstädtische Fortsetzung der von den Stadtteilen Ehrenfeld/Neu-Ehrenfeld kommenden Straßenzüge Venloer Straße und Subbelrather Straße. Beide Maßnahmen werden als Verkehrswendeprojekte die Bedingungen für Radfahrende in der Innenstadt verbessern und dazu beitragen, dass die Anteile des Umweltverbunds am Gesamtverkehrsaufkommen in Köln weiter steigen. Die Maßnahmen wurden vom Amt für Verkehrsmanagement und vom Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung gemeinschaftlich geplant.

Kosten

Die Kosten für die Arbeiten an den Ampelanlagen sowie den Straßenbau und die Markierungen auf der Achse Magnusstraße belaufen sich auf rund 1,82 Millionen Euro brutto, die Kosten auf der Achse Christophstraße betragen rund 1,51 Millionen Euro brutto. Der größte Anteil (insgesamt rund 2,41 Millionen Euro) entfällt auf Tief- und Straßenbauarbeiten. Die Erneuerung der Ampelanlagen wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur zu 50 Prozent gefördert.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit