Die Stadt Köln ist einer der größten Arbeitgeber der Region. Das Amt für Kinder, Jugend und Familie ist mit seiner Organisation das viertgrößte Jugendamt Deutschlands.

Die Stadt Köln ist in neun Stadtbezirke aufgegliedert. In jedem der neun Stadtbezirke gibt es ein Bezirksamt, in dem jeweils ein Bezirksjugendamt verortet ist. In den neun Bezirksjugendämtern werden im Gefährdungsmeldungs-Sofort-Dienst (GSD) Sozialarbeiterinnen oder Sozialarbeiter und Sozialpädagoginnen oder Sozialpädagogen in Voll- oder Teilzeit eingesetzt.

Ihre Aufgaben:

Der Gefährdungsmeldungs-Sofort-Dienst wird auf Grundlage des Achten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VIII) tätig. Im Bereich des Kinderschutzes übernimmt er das staatliche Wächteramt, indem er Mitteilungen über Kindeswohlgefährdungen aufnimmt und die Einschätzung des Gefahrenrisikos im Team durchführt beziehungsweise notwendige Schutzmaßnahmen einleitet. Als Kinderschutzfachkraft gemäß den §§ 8a und 8b SGB VIII steht der Dienst anderen Fachkräften (zum Beispiel dem Allgemeiner Sozialer Dienst, Schulen oder Kindertagesstätten) mit einem Beratungsangebot zur Einschätzung eines möglichen Gefährdungsrisikos zur Verfügung.

Ein wesentliches Kriterium der Tätigkeit ist die enge Kooperation im Team und der fachliche Austausch mit anderen Fachkräften. Auch in enger Abstimmung mit dem Allgemeinen Sozialen Dienst erfolgen Einschätzungen und Überprüfungen bezüglich möglicher Kindeswohlgefährdungen, die bei entsprechender Sachlage im Rahmen von Außendiensteinsätzen und Hausbesuchen stattfinden.  

Neben der Tätigkeit zu den regulären Dienstzeiten sichern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gefährdungsmeldungs-Sofort-Dienstes im Rahmen eines Bereitschaftsdienstes (nachts, an Wochenenden und Feiertagen) den Kindesschutz für das Kölner Stadtgebiet.

Ihr Profil:

Sie verfügen über:

Für den beschriebenen verantwortungsvollen und komplexen Aufgabenbereich suchen wir überdurchschnittlich engagierte und ausgebildete Fachkräfte, um in einem unserer neun Gefährdungsmeldungs-Sofort-Dienst Teams tätig zu werden

  • ein mit Diplom abgeschlossenes Studium der Sozialarbeit oder Sozialpädagogik oder
  • ein mit Bachelor abgeschlossenes Studium der Sozialen Arbeit oder Soziale Arbeit und Management oder
  • ein mit Bachelor abgeschlossenes Studium der Sozialpädagogik oder Sozialpädagogik und Management

jeweils mit staatlicher Anerkennung

  • darüber hinaus können Diplom-Pädagoginnen und Diplom-Pädagogen, die über gleichwertige Fähigkeiten wie Sozialarbeiterinnen oder Sozialarbeiter beziehungsweise Sozialpädagoginnen oder Sozialpädagogen mit staatlicher Anerkennung und mehrjährige Berufserfahrung in einem Tätigkeitsfeld der Sozialarbeit beziehungsweise der Sozialpädagogik verfügen, zugelassen werden oder
  • Darüber hinaus ist eine mindestens 3-jährige Berufserfahrung in dem Tätigkeitsbereich Sozialarbeit beziehungsweise Sozialpädagogik und die Bereitschaft regelmäßig, auch außerhalb der regulären Dienstzeit tätig zu werden, erforderlich.

Darüber hinaus bringen Sie mit:

  • Sie sind ausgesprochen belastbar und flexibel. Der Arbeitsalltag im Gefährdungsmeldungs-Sofort-Dienst zeichnet sich meist durch kurzfristige Planungen sowie Aufgabenstellungen aus, die sich unter Umständen auch in den Bereich der Feierabendzeiten ausdehnen können.
  • Sie können souverän mit Krisensituationen umgehen und in emotionalen und kritischen Situationen Ruhe bewahren. Sie sind gut in der Lage deeskalierend mit den beteiligten Familien zu arbeiten, um gemeinsam gute Ergebnisse für die Kinder und Jugendlichen zu erzielen.
  • Sie sind konfliktfähig, entscheidungsfreudig, durchsetzungsstark und überzeugungsfähig und vertreten in schwierigen, strittigen Angelegenheiten Ihren Standpunkt im Sinne des Kindeswohles glaubhaft und authentisch.
  • Sie sind ausgesprochen serviceorientiert, team- und kooperationsfähig. Die Tätigkeit verlangt neben der Zusammenarbeit mit Ihren direkten Teamkolleginnen und Teamkollegen, dass Sie andere Fachkräfte beraten und gemeinsam mit ihnen Handlungsschritte erarbeiten und das Ergebnis entsprechend umzusetzen.
  • Sie sind bereit, ein hohes Maß an Verantwortung zu übernehmen und treten selbstsicher und souverän auf. Eine strukturierte Arbeitsweise und ein gutes Zeitmanagement zeichnen Sie aus, so dass Sie der komplexen Aufgabenstellung mit einem zum Teil sehr hohem Arbeitsaufkommen effektiv, effizient und qualifiziert begegnen können.
  • Sie verfügen über eine klares, analytisches Denkvermögen und haben gleichzeitig einen lösungsorientierten und ressourcenorientierten Arbeitsansatz. Das ist eine Voraussetzung dafür, um auch mit stark belasteten Klienten flexibel, prozessorientiert und gleichermaßen zielgerichtet kooperieren zu können.
  • Ihre Kommunikationsfähigkeit und Ausdrucksfähigkeit sind gut. Darüber hinaus sind Sie in der Lage, Sachverhalte präzise zu dokumentieren.
  • Sie verfügen über ein hohes Maß an Beratungskompetenz und sind sehr gut in der Lage dialogisch, wertschätzend und empathisch gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Eltern Veränderungsprozesse einzuleiten und zu gestalten.

Darüber hinaus sollten Sie über Kenntnisse der relevanten rechtlichen Normen achtes Sozialgesetzbuch (SGB VIII), Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), sowie der angrenzenden Rechtsgebiete), die für den Bereich Kindesschutz von Belang sind, verfügen.

Wir bieten:

Die Stellen sind bewerte nach Entgeltgruppe S 14 Tarifvertrag für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst des öffentlichen Dienstes (TVöD-SuE).

Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt zurzeit 39,0 Stunden.

Die Eingruppierung erfolgt entsprechend der tariflichen Regelungen.

Beim GSD bieten wir Ihnen:

  • eine strukturierte und geschützte Einarbeitungsphase
  • die Möglichkeit, eigenverantwortlich, kreativ und gestalterisch zu arbeiten
  • einen engen Austausch mit Teamkollegen, Leitung und anderen Spezialdiensten, um wichtige Entscheidungen fachlich fundiert fällen zu können

Die Stadt Köln als Arbeitgeberin bietet darüber hinaus:

  • ein großes Angebot an Fortbildungsveranstaltungen sowie Supervision
  • diverse andere Angebote, zum Beispiel Betriebssportgemeinschaft oder die Möglichkeit zum Erwerb eines Jobtickets

Ihre Bewerbung:

Weitere Auskünfte erteilt Frau Latzer, Telefon 0221 / 221-91201.

Weitere Auskünfte organisatorischer Art erteilt: Herr Berking, Telefon 0221 / 221-91289.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung unter der Kennziffer 1392/18-51 mit mindestens folgenden Unterlagen:

  • Anschreiben
  • tabellarischer Lebenslauf
  • Abschlusszeugnis der Fachhochschule
  • Urkunde der staatlichen Anerkennung
  • Zeugnisse vorheriger Arbeitgeber (als Nachweis über die geforderte Berufserfahrung)

an:

Stadt Köln - Die Oberbürgermeisterin
Amt für Kinder, Jugend und Familie
Personalstelle
Ottmar-Pohl-Platz 1
51103 Köln

Alternativ kann die Bewerbung per E-Mail eingereicht werden, bitte senden Sie dabei Dokumentdateien möglichst im pdf-Format an das Postfach:

bewerbungen-jugendamt@stadt-koeln.de

Hinweis: Es werden ausschließlich Bewerbungen berücksichtigt, denen die oben genannten Unterlagen vollständig beigefügt sind.

Die Stadt Köln fördert die Gleichstellung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und begrüßt deshalb Bewerbungen von Frauen und Männern, unabhängig von deren ethnischer, kultureller oder sozialer Herkunft, Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität.

Die Stadt Köln hat sich selbst verpflichtet, den Anteil von Frauen in Leitungsfunktionen und unterrepräsentierten Berufsbereichen zu erhöhen. Frauen sind deshalb ausdrücklich angesprochen und gebeten, sich zu bewerben.

Zudem sollen sich die individuellen Arbeitszeitwünsche von Männern und Frauen mit Familienpflichten in allen Ebenen wiederfinden.

Die Stadt Köln ist Trägerin des Prädikats TOTAL E-QUALITY – Engagement für Chancengleichheit von Frauen und Männern sowie des Zusatzprädikats DIVERSITY.

Schwerbehinderte und gleichgestellte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt.

Datenschutzhinweise zum Bewerbungsverfahren