Im Historischen Archiv der Stadt Köln ist ab sofort eine Stelle als Archivarin beziehungsweise Archivar unbefristet zu besetzten.  

Das Historische Archiv der Stadt Köln ist eines der größten und bedeutendsten kommunalen Archive in Deutschland. Seine Bestände reichen zurück bis ins hohe Mittelalter und umfassen neben einer reichen städtischen Überlieferung auch die Bestände der Klöster und Stifte in Köln sowie mehr als 860 Nachlässe und Sammlungen. Als zentraler Informationsspeicher der Millionenstadt Köln stellt es sich den Herausforderungen der Digitalisierung und des E-Governments sowie einer zeitgemäßen Überlieferungsbildung für digitales und analoges Schriftgut.

Zum 1.Januar 2018 wurde im Archiv die elektronische Akte eingeführt; bis auf wenige Ausnahmen erfolgt die Sachbearbeitung damit vollständig digital. Bei der Entwicklung eines Systems zur dauerhaften Sicherung elektronischer Daten hat das Historische Archiv in der Gemeinschaft mit anderen Archiven eine Vorreiterrolle eingenommen. Die Stadt Köln befindet sich derzeit in einem Prozess der Verwaltungsmodernisierung und hat das Thema Digitalisierung, Effizienz und Bürgernähe ins Zentrum gestellt. Ein funktionierendes, rechtskonformes und revisionssicheres Records Management bildet die Grundlage für Digitalisierungsprozesse. Das Archiv ist daher gefordert, seine Kompetenzen im Bereich des effizienten Dokumenten- und Informationsmanagements einzubringen und, seinem gesetzlichen Auftrag folgend, den Reformprozess zu begleiten und die Dezernate und Dienststellen der Stadt bei der ordnungsgemäßen Verwaltung des analogen und digitalen Schriftgutes zu beraten und zu unterstützen.

Seit dem Einsturz des Magazingebäudes am 3. März 2009 steht das Historische Archiv der Stadt Köln zudem vor der einzigartigen Aufgabe, die zerstreuten, verunordneten und häufig fragmentierten Bestände und Einzelobjekte im Umfang von 30 Regalkilometern zu erfassen, konservatorisch zu behandeln und (virtuell) zusammenzuführen.

Das Aufgabengebiet umfasst im Wesentlichen

Der Arbeitsbereich im Sachgebiet "Städtische Überlieferung seit 1815 und Grundsatzfragen" umfasst:

  • fachliche Koordination der Langzeitarchivierung elektronischer Daten, Betreuung und fachliche Weiterentwicklung der Softwarelösung in Zusammenarbeit mit Partnern in der Stadtverwaltung und Entwicklungsverbünden auf Landes- und Bundesebene  
  • Betreuung und Weiterentwicklung eines Dokumenten-Management-Systems  
  • Tätigkeiten im Bereich der analogen und digitalen Schriftgutberatung  
  • konzeptionelle Arbeit zur Bewertung und Anbindung von Fachverfahren  
  • Überlieferungsbildung (Bewertung, Ordnung, Erschließung) von städtischer Überlieferung seit 1815  
  • Bearbeitung von Anfragen  

Insbesondere wird erwartet, dass der Bewerber beziehungsweise die Bewerberin auf der Grundlage der einschlägigen Normen (OAIS, DIN-ISO 14721:2012; DIN 31644 und ISO 16363:2012) in Abstimmung mit der städtischen IT-Abteilung das bestehende System zur elektronischen Langzeitarchivierung weiterentwickelt. Hierzu zählt unter anderem die Anbindung von Fachverfahren (zum Beispiel elektronisches Gewerberegister), die Implementierung von neuen Modulen und Schnittstellen, das Erstellen von Leistungsbeschreibungen und das Durchführen von Abnahmetests. Der Bewerber beziehungsweise die Bewerberin arbeitet an der Schnittstelle zwischen Archiv und städtischer IT-Abteilung. Gefordert ist darüber hinaus eine enge Kooperation mit verschiedenen Arbeitsgruppen im Bereich der Archivierung elektronischer Unterlagen. Der Bewerber beziehungsweise die Bewerberin sollte mit dem Fachvokabular vertraut sein und fundierte IT-Kenntnisse vorweisen. Erfahrungen im Umgang mit Softwaretools zur elektronischen Archivierung und der Betreuung von Datenbanken sind von Vorteil.

Wir erwarten von Ihnen

Vorausgesetzt wird:

Für die Besetzung der Stelle erwarten wir die Laufbahnbefähigung für den gehobenen Archivdienst (Diplom- oder Bachelor-Archivarin beziehungsweise Diplom- oder Bachelor-Archivar Fachhochschule) oder eine vergleichbare Qualifikation aus dem Masterstudiengang Archivwissenschaft.

Hierüber sollten Sie verfügen:

  • Erfahrungen im Umgang mit kommunalem Archiv- und Sammlungsgut
  • Nachgewiesene Kompetenzen im Bereich der archivischen Informationstechnik
  • Kenntnisse zeitgemäßer Verfahren der Überlieferungsbildung (Bewertung und Übernahme) Erfahrung im Bereich der elektronischen Langzeitarchivierung
  • Bereitschaft zur Vortragstätigkeit und Projektpräsentation
  • Erfahrung in der Konzeption und Durchführung von Schulungen (intern, extern)Bereitschaft zur Übernahme auch besonderer archivischer Aufgaben im Rahmen der Bewältigung der Einsturzfolgen
  • Fundierte IT-Kenntnisse
  • Sicherer Umgang mit Fachvokabular
  • Organisationsgeschick und Teamfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • Leistungsbereitschaft und Ergebnisorientierung
  • Sicheres und verbindliches Auftreten
  • Bereitschaft zur Reisetätigkeit innerhalb der Bundesrepublik
  • Fundierte Kenntnisse der deutschen Sprache

Wünschenswert sind:

  • Führerschein der Klasse B
  • Erfahrung im Umgang mit Softwaretools zur elektronischen Archivierung und der Betreuung von Datenbanken

Wir bieten Ihnen

Die Stelle ist bewertet nach Entgeltgruppe 11 der Entgeltordnung zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst beziehungsweise nach Besoldungsgruppe A 12 der Laufbahngruppe 2, des Landesbesoldungsgesetzes Nordrhein Westfalen.  

Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 39 beziehungsweise 41 Stunden.  

Die Stelle ist ab sofort unbefristet zu besetzen.

Ihre Bewerbung

Weitere Auskünfte erteilt Herr Dr. Fischer, Telefon 0221 / 221-24453.  

Senden Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennziffer 471/18-09 und Beachtung der Bewerbungsfrist bis zum 2. Januar 2019 an:    

Stadt Köln
Historisches Archiv
Heumarkt 14
50667 Köln

oder per E-Mail an:

HistorischesArchiv.Bewerbungen@Stadt-koeln.de

Einer im Ausland erworbenen Qualifikation fügen Sie bitte einen Nachweis über die Zeugnisbewertung für ausländische Hochschulabschlüsse bei. 

Die Stadt Köln fördert die Gleichstellung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und begrüßt deshalb Bewerbungen von Frauen und Männern, unabhängig von deren ethnischer, kultureller oder sozialer Herkunft, Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität.

Die Stadt Köln hat sich selbst verpflichtet, den Anteil von Frauen in Leitungsfunktionen und unterrepräsentierten Berufsbereichen zu erhöhen. Frauen sind deshalb ausdrücklich angesprochen und gebeten, sich zu bewerben.

Zudem sollen sich die individuellen Arbeitszeitwünsche von Männern und Frauen mit Familienpflichten in allen Ebenen wiederfinden.

Die Stadt Köln ist Trägerin des Prädikats TOTAL E-QUALITY - Engagement für Chancengleichheit von Frauen und Männern sowie des Zusatzprädikats DIVERSITY.

Schwerbehinderte und gleichgestellte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt.

Datenschutzhinweise zum Bewerbungsverfahren