Eine Stadtloggia für Rodenkirchen

Gemeinsam mit dem Gewinner eines architektonischen Realisierungswettbewerbs möchten wir ein neues Bezirksrathaus für Rodenkirchen bauen. Gewonnen hat ein Entwurf eines Generalplanerteams rund um das Kölner Architekturbüro JSWD Architekten. Das hat eine unabhängige und überregionale Jury, bestehend aus 17 Fach- und Sachpreisrichterinnen und -richtern, entschieden. Den Vorsitz hatte Professorin Hilde Léon aus Berlin zu bewerten. Léon ist Architektin und Geschäftsführerin des Architekturbüros "léonwohlhage" sowie Professorin am "Institut für Entwerfen und Gebäudelehre" an der Leibniz Universität Hannover. 

 

Das Bestandsgebäude stammt aus den 1960er-Jahren, ist nicht sanierungsfähig und wird abgebrochen. Zu den städtebaulichen Fragen hatte es bereits 2009 einen Wettbewerb gegeben. Das zugrundeliegende Konzept sieht anstelle des heutigen achtgeschossigen Rathausbaus einen Neubau mit fünf Vollgeschossen sowie eine deutlich attraktivere Wegeverbindung zwischen dem Platz vor dem Rathaus an der Hauptstraße und dem Rheinufer vor.

© Stadt Köln
von links: Architekt Frederik Jaspert (Büro JSWD Architekten), Anne Luise Müller (Leiterin Stadtplanungsamt), Mike Homann (Bezirksbürgermeister Rodenkirchen), Petra Rinnenburger (Geschäftsführende Betriebsleiterin der Gebäudewirtschaft) und Christian Mammel (Büro JSWD Architekten)

Der architektonische Entwurf, der nun überzeugen konnte und empfohlen wird, beinhaltet unter anderem einen Publikumsbereich mit dem Servicezentrum der Meldehalle sowie einen Saalbereich, der sich im ersten Obergeschoss sowohl zu einer Stadtloggia am Platz als auch zu einer dem Rhein zugewandten Dachterrasse öffnet. Der Rathausvorplatz soll künftig autofrei sein. Statt der Parkplätze wird eine Tiefgarage gebaut. Über eine sogenannte Rheinpassage soll das neue Rathaus mit dem Rhein verbunden werden.

Werden wir uns mit dem Wettbewerbssieger vertraglich einig, können die Planungen aufgenommen werden. Die endgültige Entwurfsplanung müsste im nächsten Schritt von Rat genehmigt werden, der dann den Baubeschluss dazu fassen muss. Der Abbruch des alten Rathauses sowie der anschließende Neubau mit Tiefgarage und dem neu geordneten Rathausvorplatz würden wir mit einem Totalunternehmer durchführen. Der Rathausbetrieb würde in dieser Zwischenzeit ausgelagert. Unser Ziel ist es, dass der Neubau im Jahr 2021 fertig ist. Das ist sportlich, aber auch Ansporn.

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