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Stadtdirektor Guido Kahlen (erster von links) und Cornelia Schmerbach (dritte von links) bei der Vorstellung der Fahrzeuge

Vor zwei Jahren haben wir damit begonnen, unsere Fahrzeugflotte zu erneuern. In dieser Zeit wurden bereits 46 neue Fahrzeuge gekauft. In diesem Jahr sollen noch 13 weitere Rettungswagen und zwei Baby-Rettungswagen hinzukommen. In den letzten Monaten wurden fünf Sonderfahrzeuge in Dienst gestellt. Hierdurch ist der Rettungsdienst nun noch besser für Spezialaufgaben ausgerüstet.

Am 8. Mai 2012 stellte Stadtdirektor Guido Kahlen den Mitgliedern des Gesundheitsausschusses die neuen Sonderfahrzeuge vor. Er lobte die Zusammenarbeit mit diesem Gremium und fasste die Anschaffung der neuen Fahrzeuge mit den Worten zusammen: "Gutes Geld gut anlegt!" Auch die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Cornelia Schmerbach, freute sich darauf, die Fahrzeuge einmal genauer besichtigen zu können. Sie ist von der Wirtschaftlichkeit des Fahrzeugkonzepts überzeugt.

Rettungswagen für den Intensivtransport

Muss ein Mensch, der ohne Intensivmedizin nicht überleben könnte, von einem Krankenhaus zum anderen transportiert werden, so ist dieses Fahrzeug das Mittel der Wahl. Hierzu verfügt es über eine umfangreiche Ausstattung wie beispielsweise Spritzenpumpen, spezielle Beatmungsgeräte, einem Blutgasanalysegerät und Geräte zur Überwachung wichtiger Körperfunktionen, zum Beispiel invasive Blutdruckmessung. Die Patientinen oder Patienten liegen auf einer speziellen Trage für den Intensivtransport. Durch den größeren Innenraum können sie aber ausnahmsweise auch mit einem Krankenhausbett transportiert werden.

Rettungswagen zum Transport Schwergewichtiger

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Notarzteinsatzfahrzeug, Rettungswagen für infektiöse Personen und für Schwergewichtige (von links)

Die Rettungswagen sind für Patientinnen und Patienten bis zu einem Körpergewicht von 150 Kilogramm geeignet. Für die, die schwerer sind, gibt es einen speziellen Wagen. Er kann Menschen mit einem Körpergewicht von bis zu 700 Kilogramm befördern. Für das Ein- und Ausladen verfügt der Rettungswagen über eine Hubladebühne. Darüber hinaus ist auch die andere medizinische Ausrüstung an Schwergewichtige angepasst, zum Beispiel Schwerlasttragetuch oder übergroße Vakuummatratze.

Des Weiteren dient dieser Rettungswagen als Ausfallreserve für den Intensivtransport-Rettungswagen. Hierzu müssen mit einigen Handgriffen nur die entsprechenden Geräte umgebaut werden.

Rettungswagen zum Transport infektiöser Personen

Patientinnen oder Patienten mit ansteckenden Krankheiten der Risikogruppe vier, zum Beispiel Ebola oder Lassafieber, können mit diesem Rettungswagen transportiert werden, da die kontaminierte Luft durch eine spezielle Luftfilteranlage gereinigt wird. Weil solche Einsätze äußerst selten sind, wird der ansonsten normal ausgestattete Rettungswagen auch als Springerfahrzeug eingesetzt. Die Springer-Rettungswagen werden vom Personal des Löschzuges nur dann besetzt, wenn die anderen, fest besetzten Rettungswagen der Feuerwache bereits im Einsatz sind.

Rettungswagen zum Transport psychisch Erkrankter

Aufgabe dieses Fahrzeuges ist der Transport von psychisch erkrankten Personen zu entsprechenden Fachkliniken. Den in der Regel geringeren Anforderungen an die medizinisch-technische Ausstattung ist in diesem Fahrzeug Rechnung getragen. Zusätzlich verfügt es über geeignete Möglichkeiten zur Fixierung unruhiger Patientinnen und Patienten.

Notarzteinsatzfahrzeug

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Rettungswagen zum Transport psychisch Erkrankter und das Notarzteinsatzfahrzeug

Der Rettungsdienst verfügt insgesamt über acht ständig besetzte Notarzteinsatzfahrzeuge. Sie verfügen über eine erweiterte medizinische Ausstattung und bringen die Notärztin oder den Notarzt sowie eine Rettungsassistentin oder einen Rettungsassistenten zum Notfallort, wo sie sich mit einem Rettungswagen treffen (Rendezvous-Verfahren).

Dieses Notarzteinsatzfahrzeug der Feuerwache Weidenpesch wird von der leitenden Notärztin oder dem leitenden Notarzt besetzt. Zur besonderen medizinischen Ausstattung gehören ein Ultraschallgerät und eine Maschine zur Herz-Lungen-Wiederbelebung.