Mit diesem Newsletter möchten wir Sie über den Fortgang bei der Planung und dem Bau der neuen Rettungshubschrauberstation informieren.

Straßenbauarbeiten haben begonnen

Im September haben die Bauarbeiten für die Erschließungsstraße begonnen. Die Baufirma wird bis zum kommenden Frühjahr die Straße anlegen. Anschließend kann mit dem Bau der Stationsgebäude begonnen werden. Die neue Auffahrt zum Kalkberg wird an der Istanbulstraße anschließen, die Stadtautobahn B55a unterqueren und in einem weiten Bogen auf den Kalkberg führen. Die Fotomontage zeigt, wie die Rettungshubschrauberstation zukünftig aussehen soll. Die Station soll Ende 2014 in Betrieb gehen.

Baugenehmigung erteilt

Die Planungen für das Gebäude und die Landeplätze der Rettungshubschrauberstation sind weitestgehend abgeschlossen. Das Bauaufsichtsamt hat die Baugenehmigung hierfür erteilt. Die Pläne waren zuvor der direkten Nachbarschaft um den Kalkberg vorgestellt worden. Zwei Eigentümer angrenzender Wohnhäuser haben Klagen gegen die Baugenehmigung eingereicht. Eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts steht noch aus. Juristen der Stadt räumen diesen Klagen keine Erfolgsaussichten ein.

Machbarkeitsstudie zur Aussichtsplattform

Die Anwohnerinnen und Anwohner wünschen sich auf dem Kalkberg eine Aussichtsplattform, von der ein schöner Ausblick möglich ist. Außerhalb des Geländes der Rettungshubschrauberstation wird dafür genügend Platz sein. Die Herrichtung der Plattform würde laut einer Machbarkeitsstudie rund 650.000 Euro kosten. Im Haushaltsplan 2013/2014 konnten entsprechende Mittel aber nicht bereitgestellt werden. Der Platz für die mögliche Aussichtsplattform wird jedoch weiterhin freigehalten.

Einsatzzahlen der Hubschrauber

Die Einsatzzahlen des Rettungshubschraubers (RTH) und des Intensivtransporthubschraubers (ITH) sind in den letzten drei Jahren auf etwa gleichem Niveau geblieben. Die Tabelle zeigt die Entwicklung der letzten fünf Jahre.

 

Einsätze20082009201020112012
Rettungshubschrauber1.3721.4941.5631.5191.552
Intensivtransporthubschrauber638765797778798

 

Da manche Einsätze direkt aufeinanderfolgen, und der Hubschrauber vom letzten Einsatzort zum nächsten fliegt, führt nicht jeder Einsatz zu einem Start und einer Landung an der Hubschrauberstation. Somit kam es am derzeitigen Standort der Hubschrauber im Jahr 2012 durchschnittlich zu 11,1 Flugbewegungen pro Tag. 2011 waren es 10,8 und 2010 10,9 Flugbewegungen gewesen.

Einsatzarten der Hubschrauber

Intensivtransporthubschrauber wird leiser

Die besonders anspruchsvollen Intensivtransporte müssen mit einem Hubschrauber durchgeführt werden, der für die medizinischen Geräte ausreichend Platz bietet. Zurzeit wird in Köln hierfür ein älteres Hubschraubermodell eingesetzt, das lauter ist als der Rettungshubschrauber. Um zukünftig den Lärm für die Umgebung zu reduzieren, wurde bei der neuen Ausschreibung zur Durchführung der Intensivtransporte ein Schwerpunkt auf die Lärmemissionen des verwendeten Hubschraubers gelegt. Der Rat hat in seiner Sitzung am 1. Oktober 2013 die Leistung an die ADAC Luftrettung gGmbH vergeben. Der ADAC wird somit auch zukünftig den Intensivtransporthubschrauber und den Piloten stellen. Spätestens mit dem Umzug zur neuen Hubschrauberstation wird dann eine um rund 30 Prozent leisere Maschine für die Intensivtransporte eingesetzt.

Altlasten im Kalkberg

Das Umweltamt beschäftigt sich seit langem intensiv mit der Altlastensituation auf dem Kalkberg. Dabei steht die Sicherheit der Menschen, die rund um den Kalkberg wohnen oder auf dem Gelände arbeiten, im Mittelpunkt. Alle Ergebnisse der bislang durchgeführten Untersuchungen zeigen, dass keine Gesundheitsgefahr für Menschen besteht. Umweltexperten schließen außerdem eindeutig aus, dass der Kalkberg wegen der Altlasten abgetragen werden muss.

Die regelmäßige Analyse des Grundwassers rund um den Kalkberg ist ein Schwerpunkt bei den Umweltuntersuchungen. Die Grundwasserbeobachtung zeigt dabei erhöhte Werte für den Schadstoff Cyanid. Die gefundenen Konzentrationen stellen aber keine Gefahr für die Trinkwassergewinnung dar. Trotzdem wird das Umweltamt die genaue Ursache der Verunreinigung mit Hilfe von weiteren Untersuchungen und langjährigen Messreihen ermitteln. Die neuesten Messungen vom Juli 2013 zeigen geringere Werte gegenüber der Untersuchung vom Februar 2013. Ende dieses Jahres wird das Grundwasser das nächste Mal untersucht werden.

Darüber hinaus untersuchte ein Gutachter die obere Bodenschicht des Kalkbergs auf Schadstoffe. Er nahm an knapp 500 Stellen Bodenproben. Der Gutachter kommt zu dem Ergebnis, dass die alte Industriedeponie am Kalkberg ausreichend mit unbelastetem Boden abgedeckt worden ist. Nur an den unzugänglichen Hängen im Norden und Westen des Kalkbergs gibt es Bereiche, die zwar die Bodenzustands-Kriterien für eine Park- und Freizeitanlage einhalten, aber nicht die gesetzlichen Grenzwerte für einen Kinderspielplatz erfüllen kann. Bei diesen sehr niedrigen Grenzwerten wird berücksichtigt, dass Kleinkinder regelmäßig mit dem Boden in Kontakt kommen. Vorsorglich wurde daher der vorhandene Zaun am Kalkberg repariert. Außerdem verhindert dichter Pflanzenbewuchs den Zutritt zu diesem Bereich am Kalkberg. Weitere Informationen zur Altlastensituation sowie die detaillierten Untersuchungsergebnisse können Sie hier einsehen.

Altlast Kalkberg

Schallmessungen während der Probelandungen auf dem Kalkberg

Um sich einen Eindruck von den zukünftigen Flugbewegungen machen zu können, hatte die Stadt Köln Probelandungen auf dem Kalkberg durchgeführt. Die Probeflüge wurden gleichzeitig dazu genutzt, die Schallpegel zu messen. Die Messungen eines unabhängigen Mess- und Prüfinstituts hatten dabei zum Ergebnis, dass die erlaubten Grenzwerte deutlich unterschritten werden. Die komplette Stellungnahme steht Ihnen auf unseren Seiten zur Verfügung.

Probelandungen auf dem Kalkberg

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Newsletter 2 - November 2013
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