Historie der Rettungshubschrauber

© Stadt Köln, Foto: Thomas Banneyer

Am 1. November 1970 wurde der erste Rettungshubschrauber "Christoph 1" in München vom ADAC in Betrieb genommen. Ausgerüstet ist ein Rettungshubschrauber mit allem, was die Ärztin oder der Arzt zur Notfallbehandlung braucht. In Köln gibt es den Rettungshubschrauber "Christoph 3" seit 1971. Zunächst war er am Krankenhaus "Heilig Geist" stationiert. 1981 siedelte er zum Krankenhaus Merheim um.

2008 mussten neue internationale Luftverkehrsvorschriften umgesetzt werden. Deswegen wurde er vorübergehend an den Flughafen Köln/Bonn verlegt. Dort kann er aber nicht bleiben. Es muss ein neuer Standort gefunden werden.

Leben retten mit modernster Technik

Mit Erweiterung der Intensivmedizin entstanden in den 1980er-Jahren zusätzliche Hubschraubersysteme. Sie sind in der Lage, besonders schwer kranke Patientinnen und Patienten nahezu erschütterungsfrei von einer Klinik in eine andere zu fliegen, wo Spezialistinnen und Spezialisten sie optimal versorgen. Diese Intensivtransporthubschrauber, auch "Fliegende Intensivstationen" genannt, wurden in den letzten Jahren weiterentwickelt. Heute können damit selbst schwerst Erkrankte verlegt werden, die früher als transportunfähig galten.  

Der Vorläufer des heutigen Intensivtransporthubschraubers "Christoph Rheinland" wurde 1987 von vier Kölner Hilfsorganisationen und der Berufsfeuerwehr Köln in Betrieb genommen und 2001 von der ADAC Luftrettung GmbH übernommen. "Christoph Rheinland" und "Christoph 3" absolvieren pro Jahr etwa 2.400 Einsätze. Sie haben bereits Tausenden von Patientinnen und Patienten das Leben gerettet.

Der Schwerpunkt liegt im Stadtgebiet Köln. Hier werden etwa 50 Prozent aller Rettungseinsätze geflogen. Beide Hubschrauber starten mit einem Rettungsteam dann, wenn die Notärztin oder der Notarzt mit dem Rettungswagen bereits durch einen anderen Einsatz gebunden ist. Sie sorgen dafür, dass in 90 Prozent aller Fälle eine Notärztin oder ein Notarzt spätestens nach 12 Minuten vor Ort ist. Mit dieser Eintreffzeit ist Köln vorbildlich. Voraussetzung für schnelle Hilfe ist jedoch ein optimaler Standort.

Ebenso müssen lebensgefährlich erkrankte Patientinnen und Patienten von Kölner Krankenhäusern in spezielle Behandlungszentren, das heißt spezialisierte Fachkrankenhäuser, zum Beispiel für Herzoperationen, geflogen werden. Dazu muss die Fahrt mit dem Rettungswagen über die Straßen möglichst kurz sein. Denn die Fahrt im Rettungswagen ist im Vergleich zum Hubschrauber wirklich nicht erschütterungs- und vibrationsfrei.