Am Dienstagnachmittag, 29. Januar 2019, ereigneten sich in Vingst in unmittelbarer Nachbarschaft zwei Kellerbrände zu fast gleicher Zeit. Bei beiden Bränden sollten laut Notrufeingang Menschen in Gefahr sein, so dass beide Einsatzstellen mit Einsatzkräften gemäß "Alarmstufe 2 mit Menschenrettung", das heißt mit zwei Löschzügen, Rettungsdienst, Führung und Logistik beschickt wurden.

Zuerst wurde der Leitstelle der Feuerwehr um 16:22 Uhr ein Feuer in der Kuthstraße gemeldet. Dieses Haus liegt rund 40 Meter von der Kreuzung Kuthstraße/Ostheimer Straße entfernt. Hier sollten Personen an den Fenstern stehen, eine Familie sollte vermisst werden. Diese Verdachtsmomente bestätigten sich den ersten Einsatzkräften an der Einsatzstelle glücklicherweise nicht.

Es handelte sich um einen kleineren Kellerbrand, der mit den Mitteln und Kräften eines Löschzugs innerhalb kurzer Zeit gelöscht werden konnte. Hier waren vor Ort keine Menschen in Gefahr, auch wurde niemand vermisst oder verletzt. Eine Menschenrettung durch die Feuerwehr war nicht erforderlich. Um 16:38 Uhr wurde die Leitstelle der Feuerwehr Köln über Notruf über einen vermeintlichen Dachstuhlbrand in der Ostheimer Straße, ebenfalls im Stadtteil Vingst, nur rund 30 Meter von der gleichen Kreuzung entfernt, informiert.

Beide Einsatzstellen waren mithin nur rund 50 Meter Luftlinie voneinander entfernt. Da dem Einsatzleiter in der Kuthstraße klar war, dass Kräfte für die Ostheimer Straße eine lange Anfahrt hätten und an seiner Einsatzstelle ein Löschzug in Bereitstellung stand, aber nicht eingesetzt werden musste, entschied er, diesen Löschzug an der zweiten Einsatzstelle tätig werden zu lassen. Diese Entscheidung war sehr sinnvoll, denn bei dieser zweiten Einsatzstelle in der Ostheimer Straße handelte es sich nicht, wie der Anrufer vermutete, um einen Dachstuhlbrand, sondern ebenfalls um einen Kellerbrand, bei dem bereits mehrere Kellerverschläge in voller Ausdehnung mit entsprechender Rauchentwicklung brannten.

Die Feuerwehr musste vorsorglich alle 14 anwesenden Bewohnerinnen und Bewohner mit tragbaren Leitern und einer Drehleiter über ein Baugerüst an der Hausfront in Sicherheit bringen. Diese 14 Personen wurden in einem Bus der Feuerwehr durch Rettungsdienstpersonal betreut. Nur eine etwa 80-Jährige Dame musste mit leichten Verletzungen vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht werden. Das Feuer wurde mit mehreren Trupps bekämpft.

Der Brand war bereits so fortgeschritten, dass zuletzt auf den Einsatz von Schaum zurückgegriffen werden musste, um die Flammen und Glutnester zu löschen. Da im Keller sämtliche Stromzuleitungen zum Haus und zu den Wohnungen verbrannt waren, musste die Feuerwehr anschließend den Strom im Haus durch den Energieversorger abschalten lassen, so dass die Wohnungen aktuell wegen fehlenden Stroms unbewohnbar sind.

Die meisten Hausbewohner kamen bei Bekannten unter. Für eine Familie und einen weitere Person werden derzeit Unterkünfte der Stadt bereitgestellt. Die Kreuzung Kuthstraße/Ostheimer Straße war für rund zwei Stunden komplett gesperrt.

Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit insgesamt 28 Fahrzeugen und 80 Einsatzkräften vor Ort. Die Kräfte kamen von den Wachen Ostheim, Porz, Deutz, Mülheim und Innenstadt sowie von der Löschgruppe Brück der Freiwilligen Feuerwehr.