Bei Ausschachtungsarbeiten an einem Keller wurde der Hauseigentümer durch nachrutschendes Erdreich bis zum Hals verschüttet. Die Feuerwehr Köln benötigte 90 Minuten um die Person zu befreien.

Am Sonntagabend, 26. August 2018, erhielt die Leitstelle der Feuerwehr Köln um 19:10 Uhr einen Notruf, dass eine Person verschüttet sei. Sofort wurden die Einsatzkräfte der zuständigen Feuer- und Rettungswache durch einen Voralarm in den Stadtteil Köln Merheim entsendet. Weitere Einsatzkräfte wurden gemäß dem Einsatzstichwort "Verschüttete Person" alarmiert. Bereits nach sechs Minuten trafen die ersten Einsatzkräfte ein und fanden die noch bis zum Hals verschüttete Person im Garten des Wohnhauses vor.

Als Erstmaßnahme wurde das Erdreich notdürftig gegen nachrutschen gesichert. Anschließend konnte der Oberkörper der Person schnell vom Erdreich befreit werden. Um die Person nicht zu verletzten wurde mit den Händen und mit kleinen Geräten wie zum Beispiel einem Klappspaten gegraben. Mit den zügig nachrückenden Einsatzkräften wurden Abstützmaterialen (Bauholz, Stützen) zur Einsatzstelle gebracht, mit welchen nun das Erdreich gegen die Hauswand abgestützt wurde.

Mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Löschgruppe Brück waren genug Einsatzkräfte vor Ort, um parallel zu den Abstütz- und Befreiungsarbeiten unmittelbar an der Person auch mit dem Abgraben der Erdmassen beginnen zu können. Da das nachgerutschte Erdreich sehr lehmhaltig war, stellte sich die Befreiung der Person als sehr aufwändig dar. Letztendlich musste sowohl die eingefallene Grube auf eine Tiefe von circa 2,50 Metern unter Terrassenhöhe wieder ausgegraben werden als auch die Person unter zu Hilfenahme von einem Haltegurt, Seilen und Bandschlingen durch mehrere Einsatzkräfte hochgezogen werden. Dabei wurde die Person durch Einsatzkräfte vom Balkon des Obergeschosses gesichert. Die verschüttete männliche Person wurde bereits während der circa 90-minütigen andauernden Befreiungsmaßnahme durch den Rettungsdienst und den Notarzt betreut. 

Von Feuerwehr und Rettungsdienst waren insgesamt 40 Einsatzkräfte von den Feuerwachen Ostheim, Weidenpesch, Rodenkirchen und Deutz sowie die Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Brück und der Führungsdienst der Branddirektion im Einsatz.