Gegen 12:45 Uhr begann ein Großeinsatz der Feuerwehr Köln, der sich am Ende zum Glück als Fehlalarm herausstellte. Zunächst mussten die Einsatzkräfte davon ausgehen, dass ein Haus an der Bergisch Gladbacher Straße in Dellbrück akut einsturzgefährdet ist. Die Einsatzkräfte räumten das Haus und sperrten die Einsatzstelle weiträumig ab.

Begonnen hatte der Einsatz mit dem Anruf der Inhaberin eines Friseurgeschäfts im Erdgeschoss des Hauses. Sie hatte ungewöhnliche Bewegungen bei jedem vorbeifahrenden Lastwagen gespürt, die sie zuvor nie bemerkt hatte. Vor Ort eingetroffen bemerkte der Zugführer der Feuerwehr Risse im Treppenraum des Hauses und sah abgesackte Gehwegplatten direkt davor. Die gesamte Situation deutete somit auf eine mögliche Unterspülung und dadurch auch auf eine Einsturzgefahr hin. Er räumte das Gebäude und sperrte die Straße. Außerdem forderte er weitere Einheiten gemäß dem Einsatzstichwort „Einsturz“ nach.

Um sicher zu gehen, dass sich niemand mehr im Haus befindet, kontrollierte die Feuerwehr alle Wohnungen. Dafür mussten fünf von den insgesamt 19 Wohnungstüren aufgebrochen werden. Schließlich fanden die Einsatzkräfte noch einen schlafenden Mann in seiner Wohnung und begleiteten ihn ins Freie. Zehn der Bewohnerinnen und Bewohner wurden im Rettungsbus der Feuerwehr betreut.

Fachleute des Bauaufsichtsamtes und der Feuerwehr begutachteten anschließend die Statik des Hauses genauer. Sie konnten keine Hinweise auf eine Einsturzgefahr feststellen. Mitarbeiter der RheinEnergie überprüften außerdem das Rohrsystem im Untergrund. Sie fanden weder an den Erdgas- noch an den Wasserleitungen Undichtigkeiten. Somit konnte die Feuerwehr Entwarnung geben und ließ die Bewohnerinnen und Bewohner gegen 15:15 Uhr zurück in ihre Wohnungen.

Feuerwehr und Rettungsdienst der Stadt Köln waren mit 83 Einsatzkräften und 23 Fahrzeugen im Einsatz. Die Einheiten kamen von den Feuerwachen Mülheim, Ostheim, Weidenpesch, Ehrenfeld und Marienburg der Berufsfeuerwehr, von den Löschgruppen Dellbrück, Dünnwald und Strunden der Freiwilligen Feuerwehr sowie vom Führungsdienst der Branddirektion.