Zur gleichen Zeit als in der Südstadt ein ganzes Wohngebäude brannte, wurde ein Mann in Poll von einer Straßenbahn erfasst und in Dünnwald wurde ein Feuer in einer Wohnung gemeldet

Während die Löscharbeiten in der Südstadt noch im vollen Gange waren, ereigneten sich fast parallel zwei Einsätze im Rechtsrheinischen. In Poll wurde um 19:44 Uhr ein Mann von einer Straßenbahn erfasst und tödlich verletzt und in Dünnwald sorgte vergessenes Essen auf dem Herd für eine Alarmierung der Feuerwehr.

Durch den Einsatz in der Südstadt waren die Feuerwachen Innenstadt, Deutz und Marienburg durch die Freiwillige Feuerwehr besetzt. So wurden zu dem tragischen Unfall in Poll auch zunächst neben dem Rettungsdienst und dem Führungsdienst der Feuerwehr die Löschgruppen Dellbrück, Strunden und Porz-Langel alarmiert. Zusätzlich zu diesen Einsatzkräften wurden ein Löschfahrzeug der Feuerwache Mülheim, ein Rüst- und ein Kranwagen alarmiert, wobei der Rüstwagen von der Einsatzstelle in der Südstadt abgezogen werden musste.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle lag ein Mann eingeklemmt unter dem ersten Drehkranz einer Straßenbahn. Eine erste Sichtung durch den Notarzt ergab, dass der Mann mit hoher Wahrscheinlichkeit bei dem Unfall tödliche Verletzungen erlitten hatte. Mit schweren technischen Geräten wurde durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr die Bahn angehoben, so konnte der Mann unter der Bahn befreit werden. Allerdings konnte auch nach der Befreiung der Notarzt nur noch den Tod feststellen.

Der Fahrer der Straßenbahn erlitt bei diesem Unfall einen Schock, er wurde rettungsdienstlich behandelt und in ein Krankenhaus transportiert. Zwei Augenzeugen, die den folgenschweren Unfall mit ansehen mussten, wurden zunächst durch den Rettungsdienst betreut und später in die Obhut einer Notfallseelsorgerin übergeben. Der Einsatz wurde wie gewohnt sehr professionell bearbeitet. Hier bewährte sich wieder einmal die gute konzeptionelle und auch die in der Praxis häufig erprobte Zusammenarbeit zwischen den Berufsfeuerwehrangehörigen und den Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr.

An der Einsatzstelle waren Einsatzkräfte der Löschgruppen Dellbrück, Strunden, Porz-Ensen, Einsatzkräfte der Feuerwache Mülheim und Weidenpesch, Rettungsdienstkräfte aus Deutz und der Innenstadt sowie der Führungsdienst aus Weidenpesch mit gut 50 Einsatzkräften im Einsatz.

Um 21:28 Uhr wurde die Feuerwehr dann nach Dünnwald gerufen, hier bestand der Verdacht, dass es in einer Wohnung brennen sollte. Wieder wurden neben Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr auch Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert. Die Löschgruppe Dünnwald traf dann auch als erste Einheit an der Einsatzstelle ein und stellte sehr schnell fest, dass ein auf dem Herd vergessener Topf mit Essen so stark qualmte, dass ein Heimrauchmelder ausgelöst hatte.

Die Wohnung wurde durch die Feuerwehr gelüftet, der Einsatz war nach wenigen Minuten abgeschlossen, verletzt wurde niemand. Zu der Einsatzstelle waren neben der Löschgruppe Dünnwald auch Einsatzkräfte aus Ostheim und Mülheim alarmiert.