Heute Nacht wurden bei einem Wohnungsbrand vier Menschern verletzt. Davon mussten zwei von der Feuerwehr aus dem Haus gerettet werden, die beiden anderen konnten sich vor dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte selbst in Sicherheit bringen. Alle wurden durch einen Notarzt begutachtet und mit leichten Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser gebracht.

Um 3:06 Uhr wurden die Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Dellbrück und Strunden und der Löschzug von der Feuerwache Mülheim per Voralarm zu dem Einsatz in der Brambachstraße alarmiert. Es brannte in einem älteren Gebäude mit insgesamt vier Wohnungen ein Zimmer der Wohnung im ersten Obergeschoss auf der Gebäuderückseite in voller Ausdehnung. Zwei Personen konnten sich noch selber in Sicherheit bringen, die beiden anderen Bewohnerinnen und Bewohner wurden in dem verqualmten Gebäude vermisst. Der Einheitsführer des ersteintreffenden Löschfahrzeugs der Löschgruppe Strunden erkannte die gefährliche Situation und erhöhte das Stichwort auf "Feuer mit Menschenleben in Gefahr". Daraufhin wurden ein zweiter Löschzug von der Feuerwache Deutz, weitere rettungsdienstliche Einsatzkräfte samt Notarzt und der Einsatzführungsdienst alarmiert. Gleichzeitig wurden an der Einsatzstelle die ersten Maßnahmen eingeleitet.

Die Angriffstrupps der Löschgruppe Strunden und des Löschzugs Mülheim begannen sofort mit dem Innenangriff und der Menschenrettung. Nachdem ein Angriffstrupp das Feuer schnell kontrollieren konnte, wurde eine betagte Bewohnerin im Erdgeschoss mit einer Fluchthaube durch den verrauchten Treppenraum aus dem Gebäude geführt. Die andere vermisste Person wurde von der Drehleiter des Löschzugs Mülheim aus der Dachgeschosswohnung gerettet. Auf der Gebäuderückseite wurde ein weiterer Trupp eingesetzt, um den Flammenüberschlag in die Dachgeschosswohnung zu verhindern.

Nach etwa 25 Minuten waren alle Wohnungen im Haus auf weitere Personen kontrolliert und das Feuer unter Kontrolle. Alle Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses wurden mit leichten Rauchgasvergiftungen nach der Sichtung durch einen Notarzt durch den Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser transportiert. Allerdings dauerten die Nachlöscharbeiten noch einige Zeit an, da die Brandherde tief in die Holzbalkendecke vorgedrungen waren. Im Laufe des Vormittags wird die Einsatzstelle durch die Feuerwehr weiter auf Glutnester kontrolliert. Von Feuerwehr und Rettungsdienst waren etwa 50 Einsatzkräfte mit circa 20 Fahrzeugen von den Feuerwachen Mülheim, Ostheim und Deutz, von der Löschgruppen Strunden und Dellbrück der Freiwilligen Feuerwehr sowie vom Führungsdienst der Branddirektion im Einsatz.