Drei leichtverletzte Lkw-Fahrer sind das Ergebnis eines Unfalls eines Auto-Transporters, der beladen auf einen Lastzug am Ende eines Staus auffuhr. Der Transporterfahrer musste aus seinem stark verformten Führerhaus von der Feuerwehr befreit werden. Kurz vor 14 Uhr informierten Pendlerinnen und Pendler die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Köln über einen schweren Auffahrunfall zweier Lastkraftwagen im südlichen Teil des Autobahnkreuzes Ost auf der Bundesautobahn 3.

Die Leitstelle entsandte den Löschzug und den Rettungsdienst aus Mülheim sowie den Rüstzug aus Weidenpesch und den Führungsdienst. Die Einsatzkräfte fanden einen schräg stehenden beladenen Autotransporter vor, dessen Führerhaus auf der Fahrerseite massiv verformt und teilweise aufgerissen war. Auf der darüber ragenden verformten Ladeplattform stand ein Personenkraftwagen, dessen Vorderwagen ebenfalls stark verformt war. Betriebsstoffe liefen aus den Fahrzeugen auf die Fahrbahn. Vor dem Autotransporter fand sich ein Lastzug für Büroausstattung, dessen Anhänger aufgerissen und verformt war. Augenscheinlich war dieser Lastkraftwagen durch den Aufprall nach vorne geschoben worden. Fahrzeugteile lagen weit verstreut auf der Fahrbahn.

Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle gegen den noch fließenden Verkehr und gegen Brandgefahren. Sie eröffnete dem Rettungsdienst einen Zugang zu dem eingeschlossenen Fahrer des Autotransporters. Parallel untersuchte der Rettungsdienst die beiden Fahrer des Lastzugs, die durch die Wucht des Aufpralls leicht verletzt waren. Der Fahrer des Autotransporters war nicht lebensbedroht, seine Beine aber waren eingeschlossen.

Feuerwehr und Rettungsdienst entschieden sich für eine patientenschonende Rettung. Der Rüstzug stützte die verbogene Ladeplattform hydraulisch ab, baute ein Arbeitsgerüst auf und trennte das Führerhaus auf. Danach konnte der verbogene Bereich so hydraulisch aufgespreizt werden, dass der Fahrer achsengerecht aus seinem Führerhaus gerettet werden konnte. Er wurde im Rettungswagen komplett untersucht und nach Diagnose von mehreren leichten Beinverletzungen in ein Krankenhaus transportiert.

Die Feuerwehr verhinderte mit einem Bindemittel-Deich das Auslaufen der Betriebsstoffe ins Erdreich neben der Autobahn und übergab nach weiteren Sicherungsmaßnahmen die Einsatzstelle an die Polizei, die Ermittlungen zur Ursache des Unfalls aufgenommen hat.

Von Feuerwehr und Rettungsdienst waren 30 Einsatzkräfte mit elf Fahrzeugen von den Feuerwachen Mülheim und Weidenpesch sowie vom Führungsdienst der Branddirektion im Einsatz.