Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen kam es zu einer hohen Einsatzfrequenz im Brandschutz und der Hilfeleistung. Es wurden mit 102 Einsätzen nahezu doppelt so viele geleistet wie an normalen Tagen; zehn davon waren Bodenfeuer oder Böschungsbrände. Trotz der Sommerferien und der damit verbundenen, verminderten Bewohneranzahl wurden im Rettungsdienst circa 450 Einsätzen geleistet.

Laubenbrand in Höhenhaus

Um 12:57 Uhr erreichte die Feuerwehr Köln ein Notruf über in Brand geratene Gartenlauben im Garten mehrerer, aneinander gereihter Wohnhäuser. Durch die trockene Witterung begünstigt, kam es zu einer raschen Brandausbreitung einer in Holzbauweise errichteten Gartenlaube auf die benachbarten Lauben einschließlich im Umfeld vorhandene Bäume und Pflanzen.

Unter Vornahme von vier C-Rohren wurde der Brand auf einer Fläche von 10 mal 40 Metern durch drei, unter schwerem Atemschutz vorgehende Trupps gelöscht. In den Lauben befanden sich insgesamt sechs Gasflaschen, die im Zuge der Löscharbeiten zunächst gekühlt und im Anschluss ins Freie verbracht wurden. Zwei Personen mussten nach vergeblichen Löschversuchen mit Rauchvergiftungen in ein Krankenhaus transportiert werden.  

Im Einsatz waren 30 Einsatzkräfte der Feuerwachen Mülheim, Deutz und Innenstadt sowie der Löschgruppe Dünnwald der Freiwilligen Feuerwehr. Ein Angehöriger der Freiwilligen Feuerwehr erlitt eine leichte Augenverletzung.

Zimmerbrand mit Tendenz zur Ausbreitung in einem Hochhaus

Gegen 15:54 Uhr berichteten Bewohnerinnen und Bewohner eines Hochhauses in Weiden von einer starken Rauchentwicklung auf dem Balkon einer Wohnung im dritten Obergeschoss. Nach Angaben der Meldenden sei der Mieter nicht zu Hause.

Zur Brandbekämpfung wurden zwei unter schwerem Atemschutz ausgerüstete Trupps parallel über den Treppenraum sowie von außen über ein Hubrettungsfahrzeug eingesetzt. In der Wohnung brannten Einrichtungsgegenstände, in dessen Folge ein zum Balkon hin gelegenes Fensterglas zu Bruch ging. Der Brand konnte schnell gelöscht werden und verletzt wurde niemand.

Im Einsatz waren 33 Einsatzkräfte der Standorte Lövenich, Lindental, Ehrenfeld und der Innenstadt. Unterstützt wurden die Einheiten durch 15 Einsatzkräfte der Löschgruppe Lövenich der Freiwilligen Feuerwehr. Die Einsatzleitung hatte der Führungsdienst der Feuerwehr Köln.

Bodenfeuer am Grengeler Mauspfad

Um 16:38 Uhr gingen mehrere Anrufe ein, die von einem ausgedehnten Bodenfeuer in Porz-Grengel berichteten. Auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern war eine mit Sträuchern und Gräsern bepflanzte Grünfläche aus ungeklärter Ursache in Brand geraten. Die in unmittelbarer Waldrandlage gelegene Einsatzstelle konnte durch den massiven Löscheinsatz von zeitgleich drei Hohlstrahlrohren gelöscht werden und dadurch eine Brandausbreitung auf angrenzenden, leichtentzündlichen Bewuchs unterbunden werden. Verletzt wurde niemand. Eine vorsorglich mitalarmierte Sondereinheit der Freiwilligen Feuerwehr zur Bereitstellung einer ausreichenden Löschwasserversorgung kam nicht zum Einsatz.

Im Einsatz waren 17 Einsatzkräfte der Feuerwache Porz und der Löschgruppe Urbach.

Schwelbrand nach Kurzschluss in elektrischem Betriebsraum

Um 23:12 Uhr wurde die Feuerwehr durch die automatische Brandmeldeanlage zu einem Feuer auf dem Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Porz alarmiert. Dort war es im Kellergeschoss nach Wiedereinschalten technischer Anlagen in einem Traforaum zu einem Kurzschluss gekommen, der eine Verrauchung der betroffenen Räumlichkeiten zur Folge hatte. Zur Gefahrenabwehr wurde der Gebäudekomplex ausschließlich stromlos geschaltet und belüftet. Die Einsatzkräfte kamen von den Feuerwachen Porz, Ostheim und Deutz sowie den Löschgruppen Libur und Wahn der Freiwilligen Feuerwehr.

Die Brandmeldeanlage dieses Objektes hatte bereits gegen 20 Uhr ausgelöst, allerdings handelte es sich um einen Fehlalarm durch eine technische Störung. Trotzdem wurden alle für dieses Objekt vorgeplanten Einsatzkräfte drei Stunden später erneut entsandt und kamen diesmal zum Einsatz.